Die intensive Verbandsarbeit der Deutschen Orchestervereinigung hat nun endlich zum Erfolg geführt: Die deutschen Orchester und Theater haben jetzt eine Würdigung von nationaler Bedeutung erhalten. Sie gehören zu den 27 Traditionen und Wissensformen, die die Deutsche UNESCO-Kommission am 11. Dezember 2014 in das neue bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufnahm. Die Delegiertenversammlung der DOV hatte bereits 2009 in Erfurt eine entsprechende Resolution beschlossen.

UNESCO-Schutz, z.B. für Staatstheater Schwerin
UNESCO-Schutz, z.B. für Staatstheater Schwerin

„Diese Entscheidung zeigt, wie wertvoll unsere einzigartigen Orchester und Theater sind. Sie haben die Aufnahme auf Anhieb geschafft“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). Die Experten der Deutschen UNESCO-Kommission hatten über insgesamt 83 Vorschlägen abgestimmt. „Theater und Orchester haben nicht nur eine jahrhundertealte Tradition in Deutschland. Sie sind auch erhaltenswerte Impulsgeber für neue Entwicklungen und beteiligen sich mit den Mitteln der Kunst immer häufiger an gesellschaftlichen Debatten und Auseinandersetzungen. Sie stehen in der Mitte der Gesellschaft.“

Das offizielle UNESCO-Logo
Das offizielle UNESCO-Logo

Hintergrund

Die DOV hatte ihren Vorschlag gemeinsam über den Deutschen Musikrat mit den Deutschen Bühnenverein eingereicht. Mit der Schaffung des Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes setzt Deutschland eine Konvention der UNESCO um. Zum immateriellen Kulturerbe gehören lebendige Traditionen, zum Beispiel Musik, Theater oder Tanz, aber auch Naturwissen, Handwerkstechniken oder mündliche Überlieferungen. Das Motto der Konvention in Deutschland: „Wissen. Können. Weitergeben.“