Neujahrskonzertreigen eröffnet… von den Brandenburger Symphonikern in Beijing

Das neue Jahr steht vor der Tür und viele Orchester spielen erst einmal noch ihre Silvesterkonzerte. Die Brandenburger Symphoniker jedoch haben in China schon mit Neujahrskonzerten begonnen… Mit einem fulminanten Konzert eröffneten die Brandenburger Symphoniker am 28. Dezember 2016 die Neujahrskonzertsaison in Beijings bedeutenster Konzerthalle NCPA (National Center for the Performing Arts).

In Beijing: Brandenburger Symphoniker (c)

In Beijing: Brandenburger Symphoniker (c)

Die Brandenburger Musiker, welche unter der musikalischen Leitung von Maestro Li Biao Werke von Dvorak, Rachmaninow und Beethoven spielten, wurden nach mehreren Zugaben mit langanhaltenden Ovationen gefeiert. Während die Brandenburger Symphoniker ihre diesjährige China-Tournee fortsetzen, werden zur Beijing Neujahrssaison Konzerte des Chicago Symphony Orchesters mit Maestro Riccardo Muti, des Israel Philharmonic Orchesters mit Maestro Zubin Metha und des ORF Vienna Radio Symphony Orchesters folgen.

Die Musiker aus Brandenburg an der Havel werden in den nächsten Tagen weitere Konzerte in Weihei, Qingdao und Guangzhou geben und als ältester Klangkörper des Bundeslandes ihrer Aufgabe als Brandenburgs Botschafter der klassischen Musik weiterhin gerecht werden.

 

Kulturerbe Deutsche Orchesterlandschaft – Logo nutzen!

Vor einem Jahr wurde die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft auf Betreiben der Deutschen Orchestervereinigung und unter Kooperation von Deutschem Musikrat und Bühnenverein von der Deutschen UNESCO-Kommission in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das wurde in einer breiteren Öffentlichkeit, in den Medien und der Politik wahrgenommen; droht aber auch wieder in Vergessenheit zu geraten.

Daher sollten alle Orchester und Theater in Deutschland ein großes Interesse daran haben, den UNESCO-Titel stärker zu nutzen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Für die Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft wurde ein spezielles Logo entwickelt, welches von den verwendungsberechtigten Mitgliedern im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden kann.

Das offizielle UNESCO-Logo

Das offizielle UNESCO-Logo

Das Logo kann als eps-Druck-Datei beim Generalsekretariat des Deutschen Musikrates angefordert werden (Generalsekretariat@musikrat.de). Das Logo sollte möglichst breit von vielen Orchestern und Theatern in Deutschland regelmäßig auf Spielzeitheften, Plakaten, Drucksachen und Flyern verwendet werden. Vor allem so kann in Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit der besondere Kulturerbe-Status dokumentiert werden.

Weihnachtswunsch: Mehr Kulturpolitik mit Weitblick statt vorauseilender Gehorsam

Die Kulturpolitik einzelner Bundesländer schadet vor allem Orchestern und Theatern. Zu vielen Politikern fehlt die Empathie für das, was Orchester und Musik in der Gesellschaft bewirken. Der Berliner Zeichner Thilo Krapp nimmt erneut in diesem Sinne und aus aktuellem Anlass den Thüringer Kulturminister Benjamin Immanuel Hoff aufs Korn…

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Dagegen stehen die weitblickenden Aussagen des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zur Kulturverantwortung der öffentlichen Hand wie ein Fels in der Brandung. Diese Aussagen und Bekenntnisse kann man nicht oft genug wiederholen und weiter verbreiten. Das wünschen wir uns (nicht nur) zu Weihnachten.

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Thüringer Theater- und Orchesterstruktur – Perspektive 2025 … auch als Karikatur erhältlich

Seit Monaten laufen in Thüringen unter dem Stichwort #theaterreform bzw. Perspektive 2025 erneut die Diskussionen über die Zukunft der Thüringer Orchester- und Theaterlandschaft. Zu Beginn der Debatte hatte der Chef der Thüringer Staatskanzlei und Kulturminister Benjamin Immanuel Hoff erwähnt, man müsse bei den Gedankenspielen auch einmal einen „schwarzen Schwan“ fahren lassen dürfen.

Diese Aussage hat den Berliner Zeichner Thilo Krapp veranlasst, die Überlegung einmal bildlich umzusetzen.

Schwarzer Schwan im Solo

Schwarzer Schwan im Solo

(c) Thilo Krapp

Berliner Philharmoniker und Deutsche Staatoper: 360-Grad-Einblicke mit Google Indoor-Street-View

Zusammen mit weltweit renommierten Opern-, Konzert- und Schauspielhäusern präsentiert das Google Cultural Institute ab sofort einzigartige interaktive Erlebnisse aus Musik, Oper, Tanz und Schauspiel. Teil dieses neuen Projektes mit dem Namen „Performing Arts“ sind 60 Institutionen aus 20 Ländern. Partner wie die Berliner Philharmoniker, das Fundação Theatro Municipal de São Paulo in Brasilien, die Opéra National de Paris (Palais Garnier) in Frankreich, die Royal Shakespeare Company in Großbritannien und die Carnegie Hall in den USA präsentieren sich hierbei unter g.co/performingarts Millionen von Menschen durch 360-Grad-Videos, interaktive Geschichten, Bildergalerien, Backstage-Eindrücke und Street-View-Touren.

Berliner Philharmonie - Einer von vielen Zukunftsorten der Klassik

Berliner Philharmonie – Einer von vielen Zukunftsorten der Klassik

Wer die Berliner Philharmonie erkunden möchte, den laden Indoor-Street-View-Aufnahmen zu einem Rundgang durch die eindrucksvollen Konzertsäle sowie über die Bühnen des Konzerthauses ein. Für die Öffentlichkeit bisher verschlossene Räume wie beispielsweise das Tonstudio werden durch hochauflösende Panorama-Aufnahmen erstmalig einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Zu den Highlights der Partnerschaft zwischen den Berliner Philharmonikern und dem Google Cultural Institute zählen außerdem aufwendige 360-Grad-Videos. Dank dieser können Nutzer einen Auszug aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, dirigiert von Sir Simon Rattle, sowohl aus verschiedenen Positionen als auch immersiv aus der Perspektive des Orchesters erleben. Zusätzlich haben die Nutzer die Möglichkeit, bei einer Probe dabei zu sein, um so einen sonst verborgenen Teil der täglichen Arbeit der Philharmoniker mitzuerleben. Für diejenigen, die mehr über die Geschichte und ausgewählte Projekte der Berliner Philharmoniker erfahren möchten, hat die Philharmonie vertiefende digitale Ausstellungen kuratiert. Alle Inhalte sind unter goo.gl/uKfVyu ab sofort abrufbar.

Auch die Deutsche Staatsoper Berlin ist Teil der „Performing Arts“ und zählt mit ihrer über 270-jährigen Geschichte zu den traditionsreichsten Bühnen des Projektes. Von barocken Aufführungen bis hin zu zeitgenössischen Inszenierungen ‒ unter goo.gl/1HTLf5 stehen Online-Besuchern einzigartige Aufnahmen der aufwendigen Produktionen sowie Indoor-Street-View-Aufnahmen des derzeit im Umbau befindlichen Opernhauses zur Verfügung.