Online-Petition gegen Kürzungen beim Staatstheater Karlsruhe

Die Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters hat eine Petition auf den Weg gebracht, um die geplanten Sparmaßnahmen beim Badischen Staatstheater Karlsruhe zu verhindern. Am Staatstheater müssten nach eigener Aussage mindestens 40 Stellen gestrichen werden, wenn bis zum Jahr 2022 tatsächlich elf Millionen Euro gekürzt werden.

Der Gemeinderat hatte am 26. April bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2017/18 das so genannte Maßnahmenpaket 1 beschlossen. Es enthält neben den Kürzungen beim Staatstheater auch Einsparungen bei der Händel-Akademie, beim Festival Premières und bei vielen kleinen Kultureinrichtungen. Auch der soziale Bereich ist betroffen. Eine endgültige Entscheidung wird der Gemeinderat bei der Verabschiedung des Haushalts im Herbst treffen.

Die Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters ist mit über 1.600 Mitgliedern der zweitgrößte Theaterförderverein in Deutschland. „Die vom Gemeinderat Karlsruhe beschlossenen Sparmaßnahmen gefährden die künstlerische Arbeit des Badischen Staatstheaters existenziell und bedrohen das Image der Kulturstadt Karlsruhe“, heißt es in der Petition, der sich ein Offener Brief der Theaterfreunde an den Gemeinderat vom 21. April anschließt. Darin bitten sie die Lokalpolitiker, die geplanten Einsparungen zu überdenken, alle Sparten des Theaters zu erhalten und keine Mitarbeiter zu entlassen.

Gegen den Sparbeschluss protestierte bereits Theresia Bauer, Kunstministerin in Baden-Württemberg, in einem Schreiben an die Gemeinderäte am 20. April. In der entsprechenden Pressemitteilung appelliert sie an die Politiker, die geplanten Kürzungen im Kulturbereich zu überdenken. Grundsätzlich habe sie Verständnis für das Vorhaben, den Haushalt der Stadt zu konsolidieren. Gleichzeitig wies sie mit Nachdruck darauf hin, dass das Land die Vereinbarungen zur hälftigen Finanzierung des Theaters nicht ändern werde. „Kürzungen der Stadt bedeuten deshalb automatisch Kürzungen beim Landesanteil in gleicher Höhe“, sagte Bauer.

Die Petition gegen den Sparbeschluss können Sie hier unterzeichnen.

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