Deutsche Orchester und Chöre genießen weltweit einen exzellenten Ruf. Sie spielen eine nicht wegzudenkende Rolle in unserem Kultur- und Musikleben, selbst in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten. Man denke nur an die ermutigende Wirkung der „Balkon-Konzerte“, die einzelne Musikerinnen und Musiker und sogar ganze Orchester in ganz Europa für ihre Nachbarschaften, Gemeinden und Städte gegeben haben.

Allerdings hat die Corona-Pandemie auch ernste Konsequenzen für Orchester, Chöre und freischaffende Musiker, deren Ausmaß noch nicht genau abzusehen sind. Diese müssen wir – angesichts deren kultureller und gesellschaftlicher Relevanz – gerade in dieser Ausnahmesituation noch mehr unterstützen, schützen und festigen.

Seien Sie herzlich eingeladen, mit unseren herausragenden Podiumsgästen zu diskutieren, wie eine erfolgreiche liberale Kulturpolitik am Beispiel der Orchesterlandschaft in Deutschland aussehen könnte. So wollen wir an diesem Abend zum einen die Lage der Orchester in Zeiten von COVID-19 beleuchten: Wie steht es um die wirtschaftliche und soziale Situation der Musikerinnen und Musiker? Wie gehen diese mit der auch künstlerischen Isolation um?

Zum anderen möchten wir zukunftsorientiert, innovativ und mutig nach vorne schauen und Öffnungs- und Zukunftsperspektiven der deutschen und europäischen Orchesterlandschaft aufzeigen. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag freuen sich sehr darauf, diese und weitere Fragen gemeinsam mit Ihnen und Vertretern aus der Politik und der Orchesterlandschaft praxisnah zu diskutieren.

Registrierung: https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/8bj14

Montag, 22. Juni 2020

19:00 Uhr

Begrüßung & Einleitung

Maria Ossowski

ARD Kulturkorrespondentin

19:05 Uhr

Podiumsdiskussion: Die Zukunft der deutschen Orchesterlandschaft

Es diskutieren:

Katharina Bäuml

Schalmei-Spielerin und Künstlerische Leitung der Capella de la Torre

Hartmut Ebbing MdB

Kulturpolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag

Daniel Kühnel

Intendant und Vorstand der Symphoniker Hamburg

Gerald Mertens

Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung

Moderation:

Maria Ossowski

19:45 Uhr

Ihre Fragen!

Beteiligung des Publikums

Moderatoren / Gäste

Gast

Katharina Bäuml

Katharina Bäuml studierte moderne Oboe, Barockoboe und historische Rohrblattinstrumente und spezialisierte sich in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. 2005 gründete sie die „Capella de la Torre“, das heute wichtigste deutsche Ensemble für Renaissancemusik. 2016, 2017 und 2018 erhielt Katharina Bäuml mit Capella de la Torre den ECHO Klassik und OPUS Klassik. Als Leiterin mehrerer Festivals und Konzertreihen initiiert Katharina Bäuml immer wieder Begegnungen zwischen Musik der frühen Neuzeit, zeitgenössischer Musik und Jazz.

Gast

Hartmut Ebbing MdB

Der studierte Betriebswirt und Steuerberater war von 1984-1991 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Peat Marwick tätig. Seine Beziehungen zur Kultur sind vielfältig und stammen vornehmlich aus dem Musikalischen. So hat er in zahlreichen Amateur- und semi-professionellen Chören gesungen und spielt leidenschaftlich klassische Gitarre und Bratsche.

Gast

Daniel Kühnel

Daniel Kühnel wurde 1973 in Jerusalem geboren und ist seit der Spielzeit 2004/2005 Intendant und seit 2013 auch Alleinvorstand der Symphoniker Hamburg – Laeiszhalle Orchester. Zudem konzipiert und leitet er mit großem Erfolg Musikfestivals für einige der bedeutendsten Kunst- und Universalmuseen der Welt und ist Gründungsintendant des neuen internationalen Lausitz-Festivals. Kühnel studierte Jura und Musikwissenschaft an der FU Berlin. Zuvor hatte der Volljurist 1991 das Konservatorium in Jerusalem im Fach Klavier mit Auszeichnung absolviert. Er war der jüngste Orchesterintendant Deutschlands und lernte bei Götz Friedrich und Willi Decker an der Deutschen Oper Berlin Regie.

Gast

Gerald Mertens

Der Rechtsanwalt ist seit 1990 bei der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) tätig. Zuerst als juristischer Mitarbeiter und seit 2001 als Geschäftsführer. Gerald Mertens ist Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Orchester-Stiftung, Vorstandsvorsitzender des Netzwerk Junge Ohren (NJO) sowie Mitglied im Aufsichtsgremium der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL). Er ist Autor des Buches „Orchestermanagement“ (2. Aufl. 2019) und leitender Redakteur der Zeitschrift „das Orchester“.