Zwar überschatten seit einigen Monaten andere, ganz neue Herausforderungen die Arbeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft, jedoch dürfen die durch die Covid19-Pandemie ausgelösten, unzweifelhaft massiven Schwierigkeiten nicht vollständig den Blick auf weitere wesentliche Belange der Branche verstellen.

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Machtmissbrauch oder „Fair Play“ in Kultur & Medien?

Vielen sind die Empörung und Fassungslosigkeit angesichts der „MeToo“-Debatte lebhaft in Erinnerung. Seitdem hat sich einiges getan – aber noch nicht genug. Damit in allen Sparten der Kultur und der Medien Machtmissbrauch und sexualisierte Übergriffe in keiner Form mehr geduldet werden, braucht es einen langfristigen positiven Kulturwandel. Speziell in dieser Phase sind Beratungs-, Beschwerde- bzw. Vertrauensstellen wertvolle, unentbehrliche Anlaufpunkte – sowohl für Betroffene als auch für Arbeitgeber, etwa hinsichtlich organisationsspezifischer Präventionsberatung.

Um zu untersuchen, welche Formate bzw. Strukturen solcher Anlaufstellen besonders wirksam und hilfreich für Ratsuchende in der Kultur- und Medienbranche sind, hat das Bundeskanzleramt eine Projektstudie initiiert.
Zentrales Element dieser Studie ist eine anonyme Online-Befragung. Um einen möglichst hohen und heterogenen Rücklauf an Fragebögen und damit repräsentative, aufschlussreiche Ergebnisse aus der Umfrage zu erhalten, wird ein breite Teilnahme benötigt.
Beschäftigte und Freiberufler im Kultur- und Medienbereich sind gebeten, den unten verlinkten Online-Fragebogen auszufüllen (benötigte Zeit: 10 bis 20 Minuten) und in ihren Verteilern zu streuen – idealerweise verbunden mit einer persönlichen Einladung bzw. Anregung zur Teilnahme.

Die Kulturstaatsministerin sieht darin einen wichtigen Beitrag zu einem gewalt- und diskriminierungsfreien Arbeitsumfeld und eine Hilfestellung dafür, dass Maßnahmen zur Verhinderung sexueller Belästigung gezielt weiterentwickelt werden.

https://kulturundmedienbefragung.questionpro.eu/