»ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO« GEHT IN DIE ZWEITE RUNDE

Hamburg – Einmal World Music, einmal Jazz, fünf Mal Klassik: Das »Elbphilharmonie Konzertkino«, das im August 2017 erstmals viele begeisterte Zuschauer fand, lockt auch in diesem Sommer wieder Flaneure und Musikbegeisterte auf den Vorplatz der Elbphilharmonie Hamburg. Zwischen 27. August und 2. September gibt es unter freiem Himmel sechs Live-Konzerte aus dem Großen Saal auf großer LED-Leinwand – dem »Cube« des Elbphilharmonie-Principal Sponsors SAP – zu erleben.

Menschen für Klassik gewinnen: Konzertkino vor der Elbphilharmonie (Foto: Daniel Dittus)

Auf dem Programm stehen die letzten vier Abende des Elbphilharmonie Sommers sowie der Start in die Saison 2018/19. Die Konzerte bestreiten Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar (27.8.), Stefano Bollani mit seinem Programm »Napoli Trip« (29.8.), das Gustav Mahler Jugendorchester mit Gautier Capuçon (Dirigent: Lorenzo Viotti, 30.8.)  (30.8.) und das Swedish Chamber Orchestra mit Heinz Karl Gruber (31.8.).  Zum großen Finale werden sowohl die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (Dirigent: Krzysztof Urbański, 1.9.) als auch die Saisoneröffnung der HamburgMusik mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit Joyce DiDonato (Dirigent: John Eliot Gardiner, 2.9.) live übertragen.  Am zweiten Abend der Serie (28.8.) erwartet das Publikum der Mitschnitt des Konzerts des NDR Elbphilharmonie Orchesters vom 10. Mai 2018 mit der »Star Wars«-Suite von John Williams und den »Planeten« von Gustav Holst. Mit Ausnahme der Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (19 Uhr) beginnen alle Konzertübertragungen um 20 Uhr.

Der Eintritt ist frei, für ein gastronomisches Angebot ist gesorgt.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« erlebte zur exakt gleichen Zeit vor einem Jahr seine Premiere, unterstützt von der SAP, Principal Sponsor der Elbphilharmonie. Nun stellt die SAP erneut ihr »Cube« genanntes Modul auf den Vorplatz. Zur exzellenten Tonübertragung liefert der »Cube« auf der LED-Außenwand gestochen scharfe Bilder aus dem Großen Saal, die noch dem farbintensivsten Sonnenuntergang über der Elbe standzuhalten vermögen. Das begehbare Projektionsgehäuse ist auch tagsüber geöffnet und lädt über mehrere Videomonitore zum Kennenlernen des breit gefächerten Angebots der Elbphilharmonie ein. Flankiert wird das Public Viewing von Live-Moderationen, Videos, Künstlergesprächen und Konzerteinführungen.

Neben der SAP ermöglichen zwei weitere Principal Sponsors, BMW und die Bank Julius Bär, sowie die Stiftung Elbphilharmonie das diesjährige Konzertkino. NDR Kultur überträgt die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters live im Radio und begleitet die Konzertkino-Abende mit Moderationen vor Ort.

Bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn öffnet die Gastronomie auf dem Vorplatz. Damit man auf den zur Elbe hin absteigenden Stufen der Elbphilharmonie noch bequemer sitzen kann, gibt es Kissen zum Ausleihen (solange der Vorrat reicht).

 

DIE TERMINE IM ÜBERBLICK

»Elbphilharmonie Konzertkino«: Live-Übertragungen auf den Vorplatz bei freiem Eintritt

Montag, 27. August
Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Dienstag, 28. August
NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzystof Urbański

Gustav Holst: Die Planeten
John Williams: »Star Wars«-Suite
(Ausstrahlung des Konzerts vom 10. Mai 2018 in der Elbphilharmonie)
Beginn 20 Uhr

Mittwoch, 29. August:
Stefano Bollani »Napoli Trip«

Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Donnerstag, 30. August:
Gustav Mahler Jugendorchester, Ltg. Lorenzo Viotti / Gautier Capuçon  (Violoncello)

Giuseppe Verdi: Ouvertüre zu »La forza del destino«
Antonin Dvorak: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Igor Strawinsky: Le sacre du printemps
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Freitag, 31. August:
Swedish Chamber Orchestra, Chansonnier und Ltg. Heinz Karl Gruber

Heinz Karl Gruber: Manhattan Broadcasts
Kurt Weill: Sinfonie Nr. 2
Heinz Karl Gruber: Frankenstein!! Ein Pandämonium für Chansonnier und Orchester
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Sonnabend, 1. September: »Opening Night«
NDR Elbphilharmonie Orchester, Ltg. Krzysztof Urbański / Jean-Yves Thibaudet (Klavier)
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 G-Dur
Guillaume Connesson: Les trois cités de Lovecraft
Maurice Ravel: Boléro
Moderation ab 18.30 Uhr / Konzertbeginn: 19 Uhr

Sonntag, 2. September: Saisoneröffnung
Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Ltg. Sir John Eliot Gardiner / Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Hector Berlioz: Le corsaire / Ouverture
Hector Berlioz: La mort de Cléopatre / Scène lyrique für Mezzosopran
Hector Berlioz: Chasse royale et orage
Hector Berlioz: Je vais mourir
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Für alle, die nicht auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie dabei sein können: Die Konzerte am 27., 29., 30. und 31. August sowie am 1. und 2. September werden auch online unter www.elbphilharmonie.de im Live-Stream übertragen.

 

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Mitmachen beim 13. JUNGE OHREN PREIS !

Der renommierte Musikvermittlungswettbewerb JUNGE OHREN PREIS startet seine 13. Ausschreibung. Ab sofort ist das Online-Bewerbungsverfahren auf der frisch gelaunchten Webseite www.jungeohrenpreis.de zugänglich. Mit seinem Motto „Ausgezeichnetes für junge Ohren“ spürt der JUNGE OHREN PREIS herausragende Beispiele der Musikvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum auf und gilt als anerkannte Instanz auf diesem Gebiet. Erstmals setzt der Wettbewerb auf einen Themenschwerpunkt und fokussiert auf Programme zum Thema „Diversity“.

Ab sofort sucht der JUNGE OHREN PREIS die besten Programme für neues Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum. Es ist die 13. Ausschreibung des Wettbewerbs, der in zwei Kategorien die besten Formate und herausragende Persönlichkeiten im Feld Musikvermittlung prämiert.

Innovation und Nachhaltigkeit sind die zentralen Marker der Kategorie PROGRAMM. Denn nur die kontinuierliche und professionell aufgestellte Vermittlungsarbeit trägt dazu bei, Musik im gesellschaftlichen Leben zu verankern. Neu ist die thematische Fokussierung, die den JUNGE OHREN PREIS in den nächsten Jahren prägen wird.
Die 13. Ausschreibung legt dabei den Schwerpunkt auf den Aspekt „Diversity“. Gesucht sind Programme, die Menschen im gemeinsamen musikalischen Tun miteinander in Verbindung bringen, unabhängig von Alter, Geschlecht, kulturellem oder sozialem Hintergrund. In dieser Kategorie sind Vorschläge und Eigenbewerbungen möglich. In den kommenden beiden Jahren sollen „Musikvermittlung für Erwachsene“ und „ländlicher Raum“ die inhaltliche Akzentuierung darstellen.

In der Kategorie CHARAKTER sucht der JUNGE OHREN PREIS herausragende Persönlichkeiten und kreative Köpfe der Musikvermittlung. Das Vorschlagsverfahren ist denkbar einfach: Es genügt die Angabe einer Person mit einer kurzen Empfehlung. Eine Eigenbewerbung für die Kategorie CHARAKTER ist nicht möglich.

Für beide Kategorien sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer/innen und Mitglieder des netzwerk junge ohren e.V. sowie Mitglieder und/oder Mitarbeiter/innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg.

Die Frist für Vorschläge und Bewerbungen läuft ab sofort und bis zum 30. September 2018 per Online-Verfahren über die Webseite www.jungeohrenpreis.de.

Die Preisträger/innen werden in einer feierlichen Preisverleihung im November 2018 bekanntgegeben. Das Rahmenprogramm um den Festakt bietet Musikprofis ein lebendiges Forum mit Konzerten, Nominiertenbörse und Konferenz zum fachlichen und kreativen Austausch.

Der 13. JUNGE OHREN PREIS wird gefördert durch die Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten GVL. Medienpartner sind Deutschlandfunk Kultur, die neue musikzeitung und die Zeitschrift „das Orchester“.

Pressekontakt:

netzwerk junge ohren

Katharina von Radowitz

Tel. 030 53 00 29 45

Mail: k.radowitz@jungeohren.de

www.jungeohren.de

www.jungeohrenpreis.de

Deutsche Orchesterkonferenz: 24. April in Halle/Saale

Die Deutsche Orchesterkonferenz findet regelmäßig zu aktuellen kultur- oder musikpolitischen Themen statt. Namhafte Redner und Referenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Medien halten Vorträge und diskutieren miteinander sowie mit den Teilnehmern.

Die nächste Deutsche Orchesterkonferenz findet am 24. April 2018 in der Georg-Friedrich-Händel Halle in Halle/Saale statt. Ganztägig werden über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kultur- und Orchestermanagement, aus der Musikvermittlung, aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie Medienpolitik und Rundfunkanstalten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet. Die Deutsche Orchestervereinigung lädt mit ihrem Kooperationspartner netzwerk junge ohren herzlich zur kostenfreien Teilnahme ein. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann hier erfolgen.

Dieses Jahr steht die Deutsche Orchesterkonferenz unter der Überschrift Da geht noch was! – Musikvermittlung und Qualitätsmanagement für Rundfunk, Orchester und Konzerthäuser. Am Vormittag geht es vor allem darum, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Klangkörpern und seinem Programm für Kulturelle Bildung und Musikvermittlung leistet. Am Nachmittag geht es in getrennten Foren um die Rahmenbedingungen für Qualitätsmanagement und Innovation im Orchesterbetrieb sowie um die Entwicklung der Arbeits- und Anstellungsbedingungen für Musikvermittlerinnen und -vermittler. Dazu wird auch eine neue Studie präsentiert. Die Konferenz endet mit der feierlichen Verleihung des renommierten Hermann-Voss-Kulturpreises.

Hier das aktuelle Programm (Stand: 08.02.2018):

Da geht noch was!

Musikvermittlung und Qualitätsmanagement für Rundfunk, Orchester und Konzerthäuser

Dienstag, 24. April 2018, Halle/Saale, 10.00 bis 19.30 Uhr, Georg-Friedrich-Händel Halle

10:00
Musikalische Eröffnung [N.N.]

10:05
Begrüßung durch den DOV-Vorsitzenden Hans Reinhard Biere

10:10
Einführung in den Tag – Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV

Aufschlag

10:20
Impulsreferat: Ekkehard Vogler (CLARA, Jugend-Musik-Netzwerk des MDR)
Das Händel-Experiment – Wie die ARD-Anstalten die Musikvermittlung ausbauen
„Nachgefragt“

10:45
Was leistet der öffentlich-rechtliche Rundfunk für Kulturelle Bildung und Musikvermittlung?
Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Karola Wille, (Intendantin des MDR und ARD-Vorsitzende), Ekkehard Vogler (MDR CLARA), Staatsminister Rainer Robra (Minister für Kultur und Chef der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt), Malte Arkona (Moderator, Sänger, Schauspieler)
Moderation: Prof. Christian Höppner, Präsident Deutscher Kulturrat

11:45
Öffnung der Diskussion für das Publikum

12:00
Impulsreferat: Sarah Willis (Hornistin der Berliner Philharmoniker, Moderatorin DW)
Musikerinnen und Musiker als Musikvermittler und Orchesterbotschafter

12:20
Musikvermittlung im Alltag von Konzerthäusern und Orchestern
Sarah Willis (s.o.), Martin Deuring (Solobassist und Musikvermittler Vorarlberger Sinfonieorchester/Ensemble Die Schurken), Hermann Bäumer (Philharmonisches Staatsorchester Mainz), Prof. Dr. Sebastian Nordmann (Intendant Konzerthaus Berlin)
Moderation: Lydia Grün, Geschäftsführerin netzwerk junge ohren

13:00 bis 14:15 Mittagspause

Zuschlag

14:15
Forum 1 Großer Saal:
Rahmenbedingungen für Qualitätsmanagement und Innovation im Orchesterbetrieb
Impulsreferat: Irene Knava (Audiencing, Wien)

14:40
Podiumsdiskussion: Irene Knava, Stefan Rosu (Intendant Philharmonie Zuidnederland), Marc Grandmontagne (Geschäftsführender Direktor Deutscher Bühnenverein), Thomas Schmitt (Kulturdezernent Trier) – angefragt
Moderation: Vivian Perkovic (BR. Deutschlandfunk Kultur, 3sat) – angefragt

15:30
Öffnung der Diskussion für das Publikum

14:15
Forum 2 Kleiner Saal:
„Hartes Brot?!“ Musikvermittlung als Arbeitsfeld
Impulsreferat/Keynote: Dr. Michael Wimmer (EDUCULT)
Ergebnisse einer Umfrage zu Arbeitsbedingungen von Musikvermittlerinnen und -vermittlern

14:40
Podiumsgespräch: Anne-Kathrin Ostrop (Komische Oper Berlin), Dr. Barbara Volkwein (u.a. Kulturbüro Mönchengladbach), Hartmut Welscher (VAN Magazin), Dr. Michael Wimmer (EDUCULT), Dr. med. Déirdre Mahkorn (Praxis Mahkorn und Klick)
Biografische und psycho-soziale Aspekte im Kontext mangelnder Absicherung
Strategien für den Umgang mit Zukunftsangst, Existenzangst
Neue Arbeits- und Geschäftsmodelle, Begriff des Cultural Entrepeneurs
Change Management in Organisationen/Institutionen: Bedeutung von Musikvermittlung (als Schlüsselbegriff für Innovation) im Verhältnis zu Strukturen und Kompetenzbereichen
Moderation: netzwerk junge ohren

15:15
Offenes und interaktives Forum zum Thema / Kurzworkshops mit den Expertinnen und Experten

16:00
Großer Saal: Zusammenfassung der Foren und der Ergebnisse des Tages
Gerald Mertens, Lydia Grün

16:20 bis 16:50 Kaffeepause

Nachschlag

17:00
Feierstunde zur Verleihung des Hermann-Voss-Kulturpreises der deutschen Orchester
N.N. und Sonderpreis an N.N.
Einführung: Hans Reinhard Biere
Grußwort
Laudatio: Gerald Mertens
Musikalische Umrahmung: N.N.

18:15
Steh-Empfang und Ausklang des Tages mit Fingerfood und Getränken

Wir danken der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) für die Unterstützung des Forums 2.

 

Ihre Teilnahme können Sie hier anmelden.

Deutsche Orchesterkonferenz 2018 in Halle/Saale

Diesen Termin sollte man sich vormerken: am 24. April 2018 findet die nächste Deutsche Orchesterkonferenz in Halle/Saale statt. Die ganztätige Veranstaltung in der Georg-Friedrich-Händel Halle befasst sich mit Musikvermittlung und Qualitätsmanagement im Rundfunk sowie für Orchester, Konzerthäuser.

Sprecher und Diskutanten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden diskutieren mit Kultur- und Medienpolitikern, mit Praktikern und Moderatoren aus der Musikvermittlung, mit Rundfunkverantwortlichen und Konzerthauschefs. Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Orchester- und Chormanager, Mitglieder professioneller Orchester und Chöre, Musikvermitler*innen, Kulturpolitiker*innen, Kulturmanager*innen und sonstige Interessierte.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zum Programm demnächst auf der Webseite der Deutschen Orchestervereinigung unter „Deutsche Orchesterkonferenz“ (www.dov.org).

Orchester müssen immer wieder ihre eigene Geschichte erzählen

Hinter jedem Orchester steht eine einzigartige Geschichte mit wiederum vielen kleinen Geschichten und Anekdoten. Das Geschichtenerzählen, im Marketingsprech: „story telling“ genannt, wird heute immer wichtiger; gerade bei der Kommunikation über die sozialen Medien wie Facebook, Youtube und Twitter.

Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg von story telling ist die glaubwürdige Umschreibung des Markenkerns. Wofür steht das Orchester? Was ist seine Einzigartigkeit? Wodurch lässt sie sich authentisch darstellen? Was ist die „core story“, die Hauptgeschichte und wesentliche Botschaft, von der sich alle anderen Botschaften (und kleinere Geschichten) nach dem Modell eines alten Baumes mit seinem Stamm, vielen Ästen und unzähligen Blättern ableiten?

 

Das Beispiel der Bamberger Symphoniker, die sich aus Anlass ihres 70jährigen Jubiläums in 2016 Jahr auf ihre böhmischen Wurzeln in Prag besonnen haben, zeigt sehr gut, wie eine core story funktioniert. Da wird in einem 15-Minuten-Video die Konzertreise der Bamberger Symphoniker nach Prag (unterlegt von Mahlers 1. Sinfonie) zur Entdeckung der eigenen Geschichte, der Wurzeln und des eigenen Klangideals.

Eine perfekte Vorbereitung zum Weitererzählen dieser Geschichte, nachdem der neue, erst 35 Jahre alte, aus Tschechien stammende Chefdirigent Jakub Hrůša im Sommer dieses Jahres das Orchester übernommen hat. Da lassen sich dann auch in Zukunft viele weitere Geschichten rund um das Orchester und seine Musiker erzählen, die auf dieser core story aufbauen.

Wie Orchester mit Musik ein Beitrag zur Integration leisten können

Am 14. Mai 2016 fand in Nordsachsen der zweite Integrationstag der Sächsischen Bläserphilharmonie mit ihrem Chefdirigenten Thomas Clamor unter dem Titel „(Noten-)Schlüssel zur Integration“ in Grimma statt.

Der Einladung zur musikpädagogischen Willkommensfeier des Landkreises Leipzig und der Stadt Grimma folgten rund 300 Asylsuchende und Flüchtlinge aus dem Landkreis Leipzig. Flüchtlingsfamilien bekamen die Chance, sich im Rahmen eines Instrumentenkarussells an einem Instrument auszuprobieren oder auf bereits vorhandene Instrumentenkenntnisse aufzubauen. Unter Anleitung der Mitglieder der Sächsischen Bläserphilharmonie probten die Teilnehmer an den Instrumenten, um mit anderen Instrumentalisten der Region ein Konzert am Nachmittag zu gestalten.

Dazu wurde im Auftrag des Orchesters ein Kurzfilm erstellt, der das Projekt vorstellt und der hier angeschaut werden kann.

Weitere Informationen zum Projekt „(Noten-)Schlüssel zur Integration“ sind auf der Orchester-Homepage unter http://www.saechsische-blaeserphilharmonie.de/orchester/notenschluessel-zur-integration.html zusammengestellt.

 

Orchester in Deutschland – ein Überblick

Die Orchesterszene in Deutschland ist in ihrer Tradition und Vielfalt weltweit einzigartig. Wussten Sie zum Beispiel, dass das älteste, bis heute durchgängig existierende deutsche Orchester bereits 1502 gegründet wurde? Oder dass die deutsche Orchester- und Theaterlandschaft seit Dezember 2014 auf der nationalen Liste des immateriellen Kultuerbes der Deutschen UNESCO Kommission steht?

Aktuelle Orchesterstrukturkarte (c) DMR-MIZ

Aktuelle Orchesterstrukturkarte (c) DMR-MIZ

Hierüber und über zahlreiche andere Fakten, Zahlen und Entwicklungen der Orchesterlandschaft veröffentlicht das Deutsche Musikinformationszentrum in Bonn einen regelmäßig aktualisierten Fachartikel sowie Zahlentabellen und Grafiken.

Der Überblick über die deutsche Orchesterlandschaft wurde gerade zum 1. Juni 2016 neu überarbeitet und ist hier zu finden: http://www.miz.org/static_de/themenportale/einfuehrungstexte_pdf/03_KonzerteMusiktheater/mertens.pdf