Bundesjugendorchester sucht Ehemalige!

Das Bundesjugendorchester bittet um Hilfe – wer ist ehemaliges Orchestermitglied und hat noch nicht von den großen Jubiläumsfeierlichkeiten 2019 erfahren?

BJO – Nach Abschied nun Wiedersehen? (c) Kai Bienert

Alle Informationen zum Jubiläum sowie zum *Großen Fest der Ehemaligen* am 25.04.2019 in Köln sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.bundesjugendorchester.de/konzerte/termine/50-jahre-bjo/

Ihr Kontakt für Ehemalige allgemein und alle Fragen zum Jubiläum: Annette Börger, Pressereferentin Bundesjugendorchester. (Mail: boerger@musikrat.de / Telefon: 0228 2091 197)

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1.300 Mitwirkende beim ›Symphonic Mob‹ des @DSOBerlin

Der diesjährige ›Symphonic Mob‹ des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) ist am 23. September mit überwältigendem Erfolg zu Ende gegangen. Rund 1.300 Musikenthusiasten versammelten sich zu Berlins größtem Spontanorchester mit Chor auf der Piazza der Mall of Berlin, um gemeinsam mit den Profimusikern des DSO und des Rundfunkchors Berlin unter der Leitung von Robin Ticciati Werke von Grieg, Elgar und Verdi aufzuführen. Weit über 2.000 Menschen ließen sich als Publikum von dem musikalischen Spektakel am Leipziger Platz begeistern.

 

Spontanorchester und -chor begeistert in der Mall of Berlin (C) Peter Adamik 

Das Angebot zur Vorbereitung auf das Großereignis war in diesem Jahr erneut vielfältig: Ab Anfang Juni konnten sowohl die originalen als auch vereinfachte Noten von der Projektwebseite symphonic-mob.de heruntergeladen werden. Ab dem 1. September wurden dann sogenannte »Pop-up-Proben« in verschiedenen Bezirken Berlins für die einzelnen Stimmgruppen angeboten, bei denen DSO-Mitglieder beim Einstudieren der jeweiligen Instrumentalstimme halfen und Tipps zur Bewältigung schwieriger Passagen gaben. Zusätzlich fanden am 15. September im rbb-Fernsehzentrum optional eine Chor- und eine Orchesterprobe mit dem Dirigenten Aurélien Bello statt.

Der ›Symphonic Mob‹ des DSO fand erstmals im August 2014 anlässlich des Tags der offenen Tür im Auswärtigen Amt im Beisein des damaligen Bundesaußen-ministers Frank-Walter Steinmeier mit 400 Teilnehmern statt. Zu vier Neuauflagen kam es seitdem auf der Piazza der Mall of Berlin, im Jahr 2015 mit rund 500 und 2016 unter der Leitung von Kent Nagano mit rund 1.000 Musikbegeisterten. Auch 2017 konnte der damals ganz neue DSO-Chefdirigent Robin Ticciati kurz vor seinem Amtsantritt über 1.000 Menschen auf die Piazza am Leipziger Platz locken. 2015 war der ›Symphonic Mob‹ als eines von zehn Projekten für den BKM-Preis Kulturelle Bildung der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters nominiert.

Engagements junger DirigentInnen und SolistInnen mit Honorarzuschuss

Die neuen Künstlerlisten des Deutschen Musikrats 2019/20 sind erschienen. Junge DirigentInnen und SolistInnen werden für Konzertengagements empfohlen.

Maestros von Morgen

Professionelle Orchester aus Deutschland, die eine Künstlerin oder einen Künstler aus der Liste als Solist bzw. Dirigent engagieren, erhalten einen Zuschuss von bis zu 50% des Künstlerhonorars. Durch diesen finanziellen Anreiz soll den Musikern der Einstieg in eine internationale Karriere erleichtert werden, gleichzeitig werden die Orchester zur Förderung junger Spitzentalente angeregt.

Der Deutsche Musikrat fördert in der kommenden Spielzeit in Kooperation mit der GVL folgende Musikerinnen und Musiker:

Dirigenten – Maestros von Morgen
Johannes Braun, Nuno Coelho, Gábor Hontvári, Dominic  Limburg, Clemens Mohr, Hossein Pishkar, Christian Reif und Yura Yang.

https://www.dirigentenforum.de/maestros-von-morgen/kuenstlerliste-201920/

Solisten
Katharina Konradi (Sopran), Ioana Cristina Goicea  (Violine), Raphaela Gromes und Valentino Worlitzsch (Violoncello), Wies de Boevé (Kontrabass), Maximilian Volbers (Blockflöte), Elya Levin (Flöte), Juri Vallentin (Oboe), Bettina Aust (Klarinette), Theo Plath (Fagott), Tillmann Höfs (Horn), Simon Höfele (Trompete), Constantin Hartwig (Tuba), Frank Dupree (Klavier), Maciej Frąckiewicz (Akkordeon)

www.deutscher-musikwettbewerb.de/solisten

Infos & Beratung:          

Solisten: www.deutscher-musikwettbewerb.de

Tel. 0228 2091160, musikwettbewerb@musikrat.de

Dirigenten: www.dirigentenforum.de

Tel. 0228 2091140, dirigentenforum@musikrat.de

Bundespräsident betont wachsende Bedeutung klassischer Musik

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Rahmen einer Ansprache in Bonn den wachsenden Stellenwert von klassischer Musik in Deutschland betont. Dies sei eine „positive Überraschung“, so Steinmeier. Dennoch bedürften die musikalische Bildung und das Bemühen um die Nachwuchshörer weiterer Anstrengungen.

Bundespräsident Steinmeier sieht Entwicklung klassischer Musik positiv (C: Bundesregierung/Steffen Kugler)

Hier der volle Wortlaut seiner Rede vom 30. August 2018 anlässlich der musikalisch-literarischen Soiree Ludwig van Beethoven – eine Annäherung in der Villa Hammerschmidt, dem zweiten Amtssitz des Bundespräsidenten:

„Ich freue mich, Sie alle heute an diesem Ort begrüßen zu dürfen, der gerade an solchen Sommerabenden besonders schön ist. Ich teile meine Freude über den Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten immer wieder gerne mit Gästen und sage deshalb: Herzlich Willkommen hier in der Villa Hammerschmidt!

Zu Anfang eine Frage: Passt das eigentlich noch in unsere Zeit, was wir heute Abend vorhaben? Und passt das eigentlich zur demokratischen Gesellschaft? Viele Freunde der klassischen Musik kommen sich ja selber schon wie eine anachronistische Minderheit vor, die immer kleiner zu werden scheint. Und dazu kommt: Der Besuch klassischer Konzerte wird immer wieder als eine elitäre Angelegenheit dargestellt, als ein Distinktionsmerkmal für Besserverdienende.

Beiden Wahrnehmungen widersprach im Juli vehement ein Bericht in der Zeitung, hinter der immer ein kluger Kopf stecken soll. Er bezeichnet, abgestützt durch Zahlen und Fakten, die sogenannte „Klassikkrise“ als „empirieresistentes Gerede“.

Da wird beispielsweise die Intendantin des Würzburger Mozartfests mit ihrer Aussage zitiert, sie könnte jeden Platz dreimal verkaufen. Beispiele für erheblich steigende Abonnementzahlen liefern aber nicht nur Festivals; auch feste Ensembles werden genannt. Und eben nicht nur in Berlin, wo man es vielleicht vermutet, sondern auch in der sogenannten Provinz, die in Deutschland ja gerade kulturell oft gar keine ist. Als Beispiele dienen etwa die Bamberger Symphoniker und das Theater Osnabrück.

Und ich bin mir – mit den Verantwortlichen – sicher: Hier in Bonn wird das große Beethovenfest 2020, mit dem profilierten Programm, das Nike Wagner dafür vorbereitet, ähnliche Erfolgsnachrichten bringen.

Was übrigens die – wie wir im Karl-Marx-Jahr ruhig einmal sagen können – Klassenfrage angeht, so zeigen nach Einkommensklassen aufgestellte Statistiken: Das Interesse an Festivals mit klassischer Musik ist einkommensunabhängig. Bei Nettoeinkommen unter 1500 Euro im Monat liege es sogar leicht höher als bei allen, die über 3000 Euro im Monat verfügen. Ich fand das alles überraschend und erfreulich.

Das soll uns nicht bequem und zufrieden machen. Wir können nie genug für musikalische Bildung tun und nie genug Nachwuchshörer zu begeistern versuchen. Denn eines zeigen die Statistiken auch: die Verbindung von höherer Bildung und Schulabschlüssen und dem ausgeprägten Interesse für klassische Musik – diese Verbindung ist signifikant.

Sie werden nicht damit gerechnet haben, vor einem Konzert mit dieser Art von Zahlen konfrontiert zu werden, aber weil sie eine so positive Überraschung darstellen, wollte ich das einmal tun.

Damit hören die Überraschungen heute aber noch längst nicht auf.

Wenn Sie nämlich auf das Programm des heutigen Abends schauen, der ja zum Vorabend des Beethovenfestes veranstaltet wird, so werden Sie ein Stück von Beethoven vergeblich suchen. Heute wird vielmehr eine Annäherung an Beethoven geboten – und so hören wir Lieder von Komponisten, die in der Nachfolge Beethovens komponiert haben; die in der ein- oder anderen Weise von Beethoven beeinflusst sind, die sich an Beethoven orientieren und messen oder auch bewusst über Beethoven hinausgehen wollen.

Beispielhaft zeigt die Beethovenverehrung jener Zeit der Text von Richard Wagner, den wir begleitend hören. Er erzählt von einer fiktiven Pilgerfahrt nach Wien zu Beethoven – übertrieben, ironisch, mit hintersinniger Lust am Fantasieren – und doch im Kern von der tiefen Verehrung geprägt, die die Nachwelt Beethoven schon bald überreich entgegenbrachte.

Ich will nicht vorweg alles haarklein entschlüsseln, was wir uns mit diesem Programm gedacht haben, das nähme Ihnen ja auch den Spaß am Entdecken beim Hören.

Aber auffallen dürfte, dass hier die fruchtbare Spannung zwischen Deutschem und Französischem eine Rolle spielt. Und natürlich liegt auch Spannung in der Luft, wenn Heine und Wagner zusammenkommen – und wenn wir uns vergegenwärtigen, welche Wege beide noch gegangen sind.

Musik ist keineswegs immer die allesversöhnende universale Sprache der Weltverständigung. Man muss genau hinhören, man muss versuchen, jedes Idiom genau mit zu vollziehen. Dann hört man, wie Musik gleichsam in unterschiedlichen Sprachen spricht. Es kann allerdings auch gelingen, eine, wenn Sie so wollen, versöhnte Verschiedenheit hörbar zu machen. Dann nämlich, wenn man Unterschiede nicht einfach stehen lässt, sondern sie aufeinander bezieht. Das wenigstens ist die Idee dieses Abends – und diese Idee könnte auch unserem Zusammenleben außerhalb dieser vier Wände und über diesen Abend hinaus gut tun.

Es wird, das kann ich versprechen, ein sehr abwechslungsreicher Abend werden – und das ist auf jeden Fall vollkommen im Sinne Beethovens. Denn dieser unübertroffene Großmeister der Variation wusste: Gelungene Abwechslung ist einer der Namen für gute Musik. Und immer wieder die Möglichkeit zur Abwechslung zu haben: Das ist ein anderer Name für Freiheit. Weniges war Beethoven teurer als sie.

Wir konnten großartige Interpreten für diesen Abend gewinnen und schon vor der ersten Note sage ich einen ganz herzlichen Dank für ihre Bereitschaft, dieses Konzert zu gestalten. Es werden singen Fatma Said und Roman Trekel. Am Klavier begleitet sie Daniel Heide. Und Wagners Fantasie von der Pilgerfahrt zu Beethoven liest Markus Meyer.

Uns allen wünsche ich einen wunderbaren Abend.“

Quelle: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2018/08/180830-Villa-Soiree-Beethoven.html

 

15. September 2018 in Köln: Theater und Orchester im Nationalsozialismus – Zwischen Aufarbeitung und Verdrängung?

Die Deutsche Orchestervereinigung und die Hochschule für Musik und Tanz Köln – Institut für Historische Musikwissenschaft – veranstalten gemeinsam am 15. September 2018 von 14:00 bis 18:00 in Köln ein Fachsymposium mit dem Thema: Theater und Orchester im Nationalsozialismus – Zwischen Aufarbeitung und Verdrängung?

Prominente Referenten aus Deutschland und Großbritannien befassen sich mit einem unverändert interessanten Thema, welches teilweise erst in den letzten Jahren von Orchestern, Opernhäusern und Theatern aufgearbeitet worden ist.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: Anmeldung@dov.org  

In der Diskussion: Theater und Orchester im Nationalsozialismus

 

Ablaufplan:

14:00  Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Arnold Jacobshagen, Professor für Historische Musikwissenschaft (Hochschule für Musik und Tanz Köln), Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)

14:10   Das „hohe Kulturgut deutscher Musik“ und das „Entartete“. Über die Problematik des „Kulturorchester“-Begriffs

Dr. Lutz Felbick, Musikwissenschaftler (Aachen)

14:45   Theater und Orchester im Umgang mit ihrer Vergangenheit im Nationalsozialismus

Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenverein a.D., Rechtsanwalt, Initiator von stadtpunkt kultur (Bonn)

15:20   Neuer Blick zurück. Die Strukturen der Theater im Dritten Reich

Prof. Dr. Peter W. Marx, Professor für Medien-und Theaterwissenschaft, Direktor der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Köln-Wahn (Universität zu Köln)

16:00   Kaffeepause

16:20   Deutsche Orchester zwischen Demokratie und Diktatur (1930-1950) – Einige Thesen

Prof. Dr. Neil Gregor, Professor of Modern European History (University of Southampton)

17:00   Podiumsdiskussion der vier Referenten, moderiert von Prof. Dr. Arnold Jacobshagen und Gerald Mertens

18:00   Ende der Veranstaltung/Ausklang

 

Hochschule für Musik und Tanz, Köln

Samstag, 15. September 2018, 14:00 bis 18:00 Uhr,

Kammermusiksaal der Hochschule

Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln

Zur neuen Spielzeit: Die Ärmel hochkrempeln!

Die Konzert- und Spielzeitpause geht zu Ende, erste Orchester, Rundfunkchöre und Bigbands starten in eine neue Saison. Was erwartet uns in den kommenden Monaten? Die öffentlichen Rundfunkanstalten sehen sich einem weiter steigenden Druck in der Debatte um ihre Legitimation und Finanzierung ausgesetzt: Zeitungsverleger und ihre Printmedien, Vertreter des privaten Rundfunks und der Medienpolitik – alle zerren an ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht vor wenigen Wochen die Haushaltsabgabe ganz überwiegend für verfassungsgemäß erklärt. Auch scheint der Streit halbwegs geklärt, wie viele presseähnliche Angebote die Rundfunksender machen dürfen. Aber noch immer ist keine schlüssige Antwort gefunden, wie in Zukunft eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Anstalten und damit ihres Bildungs- und Kulturauftrags – einschließlich der Klangkörper – aussehen soll. Das lässt Raum für verwegene Spekulationen und politische Forderungen jeglicher Couleur.

Gute Aktion: der WDR zeigt mit vier Klangkörpern Flagge!

Was kann in dieser Lage getan werden? Der WDR jedenfalls zeigt Flagge. Am 8. September lässt er alle vier Klangkörper gemeinsam in einem Konzert zur neuen Saison auftreten. WDR Sinfonieorchester, Funkhausorchester, Chor und Bigband zeigen die gesamte Bandbreite ihrer musikalischen Möglichkeiten. Damit hoffentlich jeder merkt, warum Rundfunkgebühren hier gut investiert sind und am Ende auch einer gelebten kulturellen Vielfalt dienen. Zu deren Schutz sich Deutschland ja auch völkerrechtlich verpflichtet hat.

Für die Kommunal- und Staatsorchester ergibt sich in der neuen Saison ein gemischtes Bild: neue Chefdirigenten oder Theaterleitungen bringen frischen Wind, von Frankfurt (Oder) bis Ludwigshafen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg verbessern sich die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der Kulturfinanzierung, wobei für die DOV eine Menge kleinteilige Tarifarbeit und Lobbying bevorstehen.

Jetzt gilt es, aus viele Jahre geltenden Notlagen-Tarifverträgen herauszukommen, und in möglichst großen Schritten wieder Anschluss an die geltenden Flächentarife zu erreichen. In Bayern fordert die DOV, die Finanzierung der nichtstaatlichen Orchester zu verbessern, ebenso in Hamburg für die dortigen Symphoniker. Tarifpolitisch geht es in den kommenden Monaten gegenüber dem Deutschen Bühnenverein um die Debatte der TVK-Vergütungsstruktur.

Also: Die Ärmel hochkrempeln und los geht’s!

Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV

Bilanz 2017/18: Berliner Staatsoper Unter den Linden mit Auslastung von 94%

Insgesamt hat die Staatsoper Unter den Linden in der Spielzeit 2017/18 zu rund 272 Veranstaltungen eingeladen, darunter zu 14 Musiktheater-Premieren im großen Haus und in der Neuen Werkstatt, zu 13 Opernwerken aus dem Repertoire und 87 Konzerten. Insgesamt wurde eine Auslastung von 94% erreicht.

Staatsoper für alle!

Über 196.000 Besucher kamen zu den Veranstaltungen der Staatsoper und Staatskapelle in Berlin sowie zusätzlich über 15.000 Besucher (exklusive Buenos Aires) zu den Gastspielkonzerten von Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin in Dresden, Paris, Wien und Salzburg. Gleich zwei Mal gab es in dieser Spielzeit STAATSOPER FÜR ALLE – bei freiem Eintritt dank BMW Berlin: Zum Auftakt des PRÄLUDIUMS zur Wiedereröffnung der Staatsoper fand am 30. September 2017 ein Live-Konzert der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim mit über 45.000 Besucherinnen und Besuchern auf dem Bebelplatz statt und auch die weiteren Opernvorstellungen und Konzerte rund um die Wiedereröffnung wurden live übertragen. Über 60.000 Besucher erlebten außerdem im Juni 2018 das 12. STAATSOPER FÜR ALLE-Wochenende mit dem Sinfoniekonzert der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim und der Opern-Live-Übertragung von Verdis MACBETH.

Großen Zuspruch bei Publikum und Presse fanden in der Spielzeit 2017/18 die Premieren von Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE (Regie: Dmitri Tcherniakov) mit Andreas Schager und Anja Kampe in den Titelpartien als Fortsetzung der langen Wagner-Tradition von Staatsoper und Staatskapelle, von Giuseppe Verdis FALSTAFF (Regie: Mario Martone) im Rahmen der diesjährigen FESTTAGE mit Michael Volle und von Verdis MACBETH (Regie: Harry Kupfer) mit Plácido Domingo und Anna Netrebko – alle drei Werke wurden von Daniel Barenboim dirigiert.

Neben acht Abonnementkonzerten der Staatskapelle Berlin – u. a. mit Solisten wie Maurizio Pollini, Renaud Capuçon, Lisa Batiashvili, Nadine Sierra, Anna Prohaska, Marianne Crebassa und Michael Volle sowie mit Gastdirigenten wie François-Xavier Roth, Christoph von Dohnányi und Sir Antonio Pappano – eröffneten Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin in dieser Spielzeit erneut das Musikfest Berlin, diesmal mit Anton Bruckners 8. Sinfonie. Am 7. Oktober 2017 spielte die Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim als Dank an alle Berlinerinnen und Berliner das erste KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt im Opernhaus.

Den Schwerpunkt des Konzertprogramms der Staatskapelle bildeten in dieser Saison Werke von Claude Debussy, dessen Todestag sich im März 2018 zum 100. Mal jährte. Seine Kompositionen waren bei vier Abonnementkonzerten, bei zwei FESTTAGE-Konzerten, beim Gastspiel der Staatskapelle im Wiener Musikverein, beim STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert sowie beim KONZERT FÜR BERLIN zu erleben. Bei den FESTTAGE-Konzerten waren die Wiener Philharmoniker zu Gast, ebenso wie Martha Argerich, Anna Prohaska, Marianne Crebassa, Anna Lapkovskaja und Maria Furtwängler, die Debussys selten aufgeführtes Werk »Le Martyre de Saint-Sébastien« konzertant darboten. Anlässlich seines 75. Geburtstags gab Daniel Barenboim im November 2017 gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Zubin Mehta ein Benefizkonzert.

Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 sind BMW und UBS Hauptpartner der Staatsoper Unter den Linden.