TVK Lohnrunde 2018 erfolgreich verhandelt

Die DOV hat gemeinsam mit den weiteren Künstlergewerkschaften die Lohnrunde 2018 mit dem Deutschen Bühnenverein am 9. Mai 2018 erfolgreich verhandelt.

Mehr Geld für TVK-Orchester und Berliner roc-Chöre

Hier die wesentlichen Ergebnisse:

  1. Die Vergütungen und Besitzstandszulagen der unter den TVL fallenden Orchester werden rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 um 2,35% erhöht. Für die niedrigeren Vergütungsgruppen und Grundvergütungsstufen TVK D (bis Stufe 4), C und B (bis Stufe 3) wird zuvor noch in die Tabellen der Sockelbetrag von mindestens 75 Euro (aus der Lohnrunde 2016) eingerechnet und als Grundlage der neuen Vergütungsberechnung ab 1. Januar 2018 herangezogen (redaktionelle und rechnerische Korrekturen vorbehalten).
  2. Die Vergütungen und Besitzstandszulagen der unter den TV Hessen fallenden Orchester werden rückwirkend ab dem 1. Februar 2018 um 2,2% erhöht. Inkludiert ist für alle Beschäftigten ein landesweit gültiges ÖPNV-Ticket.
  3. Die Vergütungen und Besitzstandszulagen der unter den TVÖD Bund/Kommune fallenden Orchester (und Chöre der roc Berlin) werden rückwirkend ab dem 1. März 2018 um 3,19% erhöht. Musiker, deren Grundvergütung im Februar 2018 weniger als 2.799 Euro betrug, erhalten zusätzlich eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro.

Weitere Punkte:

Es wird drei getrennte Vergütungstabellen geben: TV-L Orchester, TV-Hessen Orchester und TVÖD.

Die Besitzstandszulagen werden erstmals seit 2009 schriftlich auf dem Stand 2018 tarifiert.

Am 13. September 2018  nehmen der Deutsche Bühnenverein und die DOV Verhandlungen zu einer Vergütungsstrukturreform auf, die vor allem die Situation der unteren TVK Vergütungsgruppen berücksichtigen soll.

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Mitmachen beim 13. JUNGE OHREN PREIS !

Der renommierte Musikvermittlungswettbewerb JUNGE OHREN PREIS startet seine 13. Ausschreibung. Ab sofort ist das Online-Bewerbungsverfahren auf der frisch gelaunchten Webseite www.jungeohrenpreis.de zugänglich. Mit seinem Motto „Ausgezeichnetes für junge Ohren“ spürt der JUNGE OHREN PREIS herausragende Beispiele der Musikvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum auf und gilt als anerkannte Instanz auf diesem Gebiet. Erstmals setzt der Wettbewerb auf einen Themenschwerpunkt und fokussiert auf Programme zum Thema „Diversity“.

Ab sofort sucht der JUNGE OHREN PREIS die besten Programme für neues Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum. Es ist die 13. Ausschreibung des Wettbewerbs, der in zwei Kategorien die besten Formate und herausragende Persönlichkeiten im Feld Musikvermittlung prämiert.

Innovation und Nachhaltigkeit sind die zentralen Marker der Kategorie PROGRAMM. Denn nur die kontinuierliche und professionell aufgestellte Vermittlungsarbeit trägt dazu bei, Musik im gesellschaftlichen Leben zu verankern. Neu ist die thematische Fokussierung, die den JUNGE OHREN PREIS in den nächsten Jahren prägen wird.
Die 13. Ausschreibung legt dabei den Schwerpunkt auf den Aspekt „Diversity“. Gesucht sind Programme, die Menschen im gemeinsamen musikalischen Tun miteinander in Verbindung bringen, unabhängig von Alter, Geschlecht, kulturellem oder sozialem Hintergrund. In dieser Kategorie sind Vorschläge und Eigenbewerbungen möglich. In den kommenden beiden Jahren sollen „Musikvermittlung für Erwachsene“ und „ländlicher Raum“ die inhaltliche Akzentuierung darstellen.

In der Kategorie CHARAKTER sucht der JUNGE OHREN PREIS herausragende Persönlichkeiten und kreative Köpfe der Musikvermittlung. Das Vorschlagsverfahren ist denkbar einfach: Es genügt die Angabe einer Person mit einer kurzen Empfehlung. Eine Eigenbewerbung für die Kategorie CHARAKTER ist nicht möglich.

Für beide Kategorien sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer/innen und Mitglieder des netzwerk junge ohren e.V. sowie Mitglieder und/oder Mitarbeiter/innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg.

Die Frist für Vorschläge und Bewerbungen läuft ab sofort und bis zum 30. September 2018 per Online-Verfahren über die Webseite www.jungeohrenpreis.de.

Die Preisträger/innen werden in einer feierlichen Preisverleihung im November 2018 bekanntgegeben. Das Rahmenprogramm um den Festakt bietet Musikprofis ein lebendiges Forum mit Konzerten, Nominiertenbörse und Konferenz zum fachlichen und kreativen Austausch.

Der 13. JUNGE OHREN PREIS wird gefördert durch die Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten GVL. Medienpartner sind Deutschlandfunk Kultur, die neue musikzeitung und die Zeitschrift „das Orchester“.

Pressekontakt:

netzwerk junge ohren

Katharina von Radowitz

Tel. 030 53 00 29 45

Mail: k.radowitz@jungeohren.de

www.jungeohren.de

www.jungeohrenpreis.de

ARTE: Zu wenig Geld für deutsche Orchester

Jedes zweite Profiorchester hat seinen Sitz in Deutschland. 18,2 Millionen Besucher zählen die Konzertsäle. Das sind mehr als die erste Fußballbundesliga vorweisen kann. Die deutsche Orchesterlandschaft hat wegen ihrer Vielfalt und Größe gute Chancen, 2019 von der UNESCO zum Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Dennoch schlägt die Deutsche Orchestervereinigung Alarm: Rund ein Drittel der deutschen Orchester zahlen Vergütungen unterhalb des Flächenvertrages.
Kulturstaatsministerin Grütters meint dazu im ARTE-Interview: Länder und Kommunen sollten ihre Orchester gut behandeln. Dazu gehöre auch, „anständige Löhne und Tarife zu zahlen.“ 100 Prozent Zustimmung!

https://www.arte.tv/de/videos/082117-000-A/zu-wenig-geld-fuer-deutsche-orchester/

Staatsoper für alle am 16./17. Juni 2018 in Berlin-Mitte

Am 16. und 17. Juni 2018 findet STAATSOPER FÜR ALLE – dank BMW Berlin – bereits zum zwölften Mal auf dem Bebelplatz statt. Mit einem Live-Konzert der Staatskapelle Berlin und einer Opern-Live-Übertragung von Verdis MACBETH mit Anna Netrebko und  Plácido Domingo – beides dirigiert von Daniel Barenboim. 2018 findet STAATSOPER FÜR ALLE, einer der Höhepunkte im Berliner Kultursommer, dank BMW Berlin bereits zum zwölften Mal statt – in diesem Jahr erstmals seit 2012 wieder als Wochenende im »klassischen« Format mit einem Open-Air-Konzert und einer Opern-Live-Übertragung auf dem Bebelplatz. Der Eintritt ist wie immer frei.

Staatsoper für alle!

Am Samstag, dem 16. Juni um 12 Uhr spielt die Staatskapelle Berlin unter freiem Himmel ein Sinfoniekonzert unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Auf dem Programm stehen Gioachino Rossinis Ouvertüre zu IL BARBIERE DI SIVIGLIA, Claude Debussys IBÉRIA aus IMAGES POUR ORCHESTRE sowie Igor Strawinskys LE SACRE DU PRINTEMPS. Am folgenden Abend (17. Juni) gibt es ab 18 Uhr die Möglichkeit, die ausverkaufte Premiere von Verdis MACBETH, dirigiert von Daniel Barenboim, mit Plácido Domingo in der Titelrolle und Anna Netrebko (Lady Macbeth), als Live-Übertragung auf dem Bebelplatz mitzuerleben.

Matthias Schulz, Intendant der Staatsoper Unter den Linden: »Mir ist es ein besonderes Anliegen, Oper so zugänglich wie möglich zu machen. STAATSOPER FÜR ALLE schafft dies seit zwölf Jahren auf wunderbare Weise! Auf dem Bebelplatz, im Herzen des historischen Zentrum Berlins, mischen sich bei dieser Veranstaltung Berliner, Touristen, Familien, junge sowie alte Musikliebhaber und Neugierige in entspannter, sommerlicher Picknick-Atmosphäre. Ob bei der Opernübertragung oder beim alljährlichen Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin: immer wieder ist es fantastisch zu erleben, mit welcher Konzentration die zehntausenden Besucher zuhören und sich auf die Musik einlassen. Ich hoffe: Von dort ist es dann auch nur ein kleiner Schritt in die Staatsoper Unter den Linden!«

»Nachdem wir auch die große Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden im letzten Herbst als exklusiver Partner begleiten durften, freuen wir uns besonders, dass STAATSOPER FÜR ALLE im zwölften Jahr auch wieder mit einer zusätzlichen Opern-Live-Übertragung auf den Bebelplatz zurückkehrt – auf ein Sommerwochenende mit musikalischem Hochgenuss unter freiem Himmel in Berlins Mitte dürfen sich alle Berliner und Besucher der Hauptstadt freuen,« so Hans-Reiner Schröder, Direktor BMW Berlin.

Gemeinsam mit der Staatsoper Unter den Linden hat BMW Berlin 2007 die Open-Air-Eventreihe STAATSOPER FÜR ALLE im Herzen der Stadt ins Leben gerufen, die seitdem bereits über 350.000 Besucher begeistern konnte und inzwischen zu den stimmungsvollsten und erfolgreichsten Kulturveranstaltungen der Stadt gehört. STAATSOPER FÜR ALLE ist seit über einem Jahrzehnt das bedeutende Fundament der erfolgreichen und langjährigen Partnerschaft zwischen BMW und der Staatsoper Unter den Linden.

 

STAATSOPER FÜR ALLE 2018

Samstag, 16. Juni 2018, Beginn 12:00 Uhr

Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin auf dem Bebelplatz

Dirigent: Daniel Barenboim

 

Sonntag, 17. Juni 2018, Beginn 18:00 Uhr

Opern-Live-Übertragung von Giuseppe Verdis MACBETH auf dem Bebelplatz

mit Plácido Domingo und Anna Netrebko

Dirigent: Daniel Barenboim

 

Eintritt frei.

Nominierung der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft für die internationale UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes in Paris eingereicht

Auf dem Weg zur internationalen Anerkennung der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Das Auswärtige Amt hat den Antrag offiziell der UNESCO übergeben.

Die Dresdener Philharmonie – eines von 129 Berufsorchestern in Deutschland

Die Szene der Theater und Orchester in Deutschland zeichnet sich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt im Hinblick auf Genres, Ästhetiken, Ausdrucksmittel, Sprache und Aufführungsanlässe aus. Über die Aufnahme dieser Kulturform in die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes entscheidet ein Zwischenstaatlicher Ausschuss Ende 2019.

Staatsministerin Michelle Müntefering betont aus diesem Anlass: „Der deutsche Vorschlag der Theater- und Orchesterlandschaft für die UNESCO-Liste steht beispielhaft für modernes Immaterielles Kulturerbe. Die Nominierung zeigt, dass Theater und Orchester wichtige Räume der freien Meinungsäußerung, der öffentlichen Debatte und kritischen Reflexion sind. Sie macht auch deutlich, welch hohe Bedeutung die zahlreichen internationalen Kooperationen und Koproduktionen von Theatern und Orchestern haben: Sie fördern interkulturelle Begegnungen und Kommunikation auch jenseits des politischen Diskurses und damit das Verständnis füreinander. Genau diesen Dialog und diese gesellschaftlich wichtigen Freiräume wollen wir mit Hilfe internationaler Kulturpolitik weiter ausbauen und stärken.“

Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon unterstreicht: „Theater und Orchester schaffen kulturelle Räume für Erzählungen, Reflexionen und Gespräche innerhalb ihrer lokalen Gemeinschaften und tragen damit wesentlich zu Lebensqualität und Identität bei. Diese wichtigen sozio-kulturellen Räume müssen wir erhalten und weiterentwickeln. Deutschland hat die reichste Theaterlandschaft der Welt. Etwa die Hälfte aller Opernhäuser auf der ganzen Welt ist in Deutschland situiert. Und was Schauspielhäuser angeht, gibt es eine ähnliche Dichte.“

Der Generalsekretär des Deutschen Musikrats und Präsident des Deutschen Kulturrats Prof. Christian Höppner unterstreicht: „Die Dichte der Theater- und Orchesterlandschaft und die kulturelle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen führt im Amateur- wie auch im Profibereich zu täglich gelebter Transkulturalität. In Zeiten auseinanderdriftender Gesellschaften und der zunehmenden Abschottung in digitalen Echokammern hat dies einen unschätzbaren Wert für das Zusammenleben in Vielfalt.“

Die Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland wird durch die rund 140 Staats- und Stadttheater sowie Landesbühnen mit Orchestern und 130 Opern-, Symphonie-, Rundfunk- oder Kammerorchestern sowie Kammerphilharmonien geprägt. Dazu kommen rund 220 private Theater, 100 Theater- und Symphonieorchester ohne feste Spielstätten, 2.200 freie Spielstätten, Gruppen und Ensembles und rund 2.500 Amateurtheaterbühnen, die zur Lebendigkeit der Szene einen bedeuten Beitrag leisten.

Historisch resultieren Dichte und Vielfalt der Theater- und Orchesterlandschaft aus der großen Zahl kleiner Staaten und Herzogtümer im 18. und 19. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Diese gründeten Theater und Orchester als repräsentativen Ausdruck ihrer Hingabe zu Kunst und Kultur. Später baute ein selbstbewusstes Bürgertum diese Vielfalt und Dichte weiter aus. Prägend ist bis heute das Repertoire- und Programmsystem mit einem dauerhaft engagierten Ensemble, mit dem Inszenierungen und Musikstücke über Monate oder Jahre hinweg verfügbar sind. Hinzu kommt eine sehr lebendige freie Szene sowie die vielfältigen Amateurtheater und -orchester.

2014 wurde die „Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft“ auf Initiative des Deutschen Bühnenvereins und des Deutschen Musikrats in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ein Eintrag ist die Vorbedingung für eine UNESCO-Nominierung.

Hintergrund

 Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. 177 Staaten sind dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe setzt sich aus 24 gewählten Vertragsstaaten der Konvention zum Immateriellen Kulturerbe zusammen. Er entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen in die Listen des Immateriellen Kulturerbes. Bisher sind 366 Formen des Immateriellen Kulturerbes auf der internationalen Repräsentativen Liste eingetragen, 47 Elemente auf der Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes und 17 Gute Praxisbeispiele zur Erhaltung immateriellen Kulturerbes.

Kriterien für die Anerkennung sind unter anderem eine nachweisbare Lebendigkeit und eine identitätsstiftende Komponente für die Trägergemeinschaft der Kulturform, die Entwicklung von Erhaltungsmaßnahmen, eine weitreichende Beteiligung der Trägergemeinschaft und die Eintragung in ein nationales Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Mit der Einschreibung verpflichten sich die Vertragsstaaten, das Immaterielle Kulturerbe auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu fördern.

Weitere Informationen:

UNESCO-Nominierungsfilm Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft

http://www.unesco.de/index.php?id=7571&rid=t_5767&mid=1444&aC=ea39dee7&jumpurl=-2

Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission zum Immateriellen Kulturerbe

http://www.unesco.de/index.php?id=7571&rid=t_5767&mid=1444&aC=ea39dee7&jumpurl=-3

 

Deutsche Orchesterkonferenz: 24. April in Halle/Saale

Die Deutsche Orchesterkonferenz findet regelmäßig zu aktuellen kultur- oder musikpolitischen Themen statt. Namhafte Redner und Referenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Medien halten Vorträge und diskutieren miteinander sowie mit den Teilnehmern.

Die nächste Deutsche Orchesterkonferenz findet am 24. April 2018 in der Georg-Friedrich-Händel Halle in Halle/Saale statt. Ganztägig werden über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kultur- und Orchestermanagement, aus der Musikvermittlung, aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie Medienpolitik und Rundfunkanstalten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet. Die Deutsche Orchestervereinigung lädt mit ihrem Kooperationspartner netzwerk junge ohren herzlich zur kostenfreien Teilnahme ein. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann hier erfolgen.

Dieses Jahr steht die Deutsche Orchesterkonferenz unter der Überschrift Da geht noch was! – Musikvermittlung und Qualitätsmanagement für Rundfunk, Orchester und Konzerthäuser. Am Vormittag geht es vor allem darum, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Klangkörpern und seinem Programm für Kulturelle Bildung und Musikvermittlung leistet. Am Nachmittag geht es in getrennten Foren um die Rahmenbedingungen für Qualitätsmanagement und Innovation im Orchesterbetrieb sowie um die Entwicklung der Arbeits- und Anstellungsbedingungen für Musikvermittlerinnen und -vermittler. Dazu wird auch eine neue Studie präsentiert. Die Konferenz endet mit der feierlichen Verleihung des renommierten Hermann-Voss-Kulturpreises.

Hier das aktuelle Programm (Stand: 08.02.2018):

Da geht noch was!

Musikvermittlung und Qualitätsmanagement für Rundfunk, Orchester und Konzerthäuser

Dienstag, 24. April 2018, Halle/Saale, 10.00 bis 19.30 Uhr, Georg-Friedrich-Händel Halle

10:00
Musikalische Eröffnung [N.N.]

10:05
Begrüßung durch den DOV-Vorsitzenden Hans Reinhard Biere

10:10
Einführung in den Tag – Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV

Aufschlag

10:20
Impulsreferat: Ekkehard Vogler (CLARA, Jugend-Musik-Netzwerk des MDR)
Das Händel-Experiment – Wie die ARD-Anstalten die Musikvermittlung ausbauen
„Nachgefragt“

10:45
Was leistet der öffentlich-rechtliche Rundfunk für Kulturelle Bildung und Musikvermittlung?
Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Karola Wille, (Intendantin des MDR und ARD-Vorsitzende), Ekkehard Vogler (MDR CLARA), Staatsminister Rainer Robra (Minister für Kultur und Chef der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt), Malte Arkona (Moderator, Sänger, Schauspieler)
Moderation: Prof. Christian Höppner, Präsident Deutscher Kulturrat

11:45
Öffnung der Diskussion für das Publikum

12:00
Impulsreferat: Sarah Willis (Hornistin der Berliner Philharmoniker, Moderatorin DW)
Musikerinnen und Musiker als Musikvermittler und Orchesterbotschafter

12:20
Musikvermittlung im Alltag von Konzerthäusern und Orchestern
Sarah Willis (s.o.), Martin Deuring (Solobassist und Musikvermittler Vorarlberger Sinfonieorchester/Ensemble Die Schurken), Hermann Bäumer (Philharmonisches Staatsorchester Mainz), Prof. Dr. Sebastian Nordmann (Intendant Konzerthaus Berlin)
Moderation: Lydia Grün, Geschäftsführerin netzwerk junge ohren

13:00 bis 14:15 Mittagspause

Zuschlag

14:15
Forum 1 Großer Saal:
Rahmenbedingungen für Qualitätsmanagement und Innovation im Orchesterbetrieb
Impulsreferat: Irene Knava (Audiencing, Wien)

14:40
Podiumsdiskussion: Irene Knava, Stefan Rosu (Intendant Philharmonie Zuidnederland), Marc Grandmontagne (Geschäftsführender Direktor Deutscher Bühnenverein), Thomas Schmitt (Kulturdezernent Trier) – angefragt
Moderation: Vivian Perkovic (BR. Deutschlandfunk Kultur, 3sat) – angefragt

15:30
Öffnung der Diskussion für das Publikum

14:15
Forum 2 Kleiner Saal:
„Hartes Brot?!“ Musikvermittlung als Arbeitsfeld
Impulsreferat/Keynote: Dr. Michael Wimmer (EDUCULT)
Ergebnisse einer Umfrage zu Arbeitsbedingungen von Musikvermittlerinnen und -vermittlern

14:40
Podiumsgespräch: Anne-Kathrin Ostrop (Komische Oper Berlin), Dr. Barbara Volkwein (u.a. Kulturbüro Mönchengladbach), Hartmut Welscher (VAN Magazin), Dr. Michael Wimmer (EDUCULT), Dr. med. Déirdre Mahkorn (Praxis Mahkorn und Klick)
Biografische und psycho-soziale Aspekte im Kontext mangelnder Absicherung
Strategien für den Umgang mit Zukunftsangst, Existenzangst
Neue Arbeits- und Geschäftsmodelle, Begriff des Cultural Entrepeneurs
Change Management in Organisationen/Institutionen: Bedeutung von Musikvermittlung (als Schlüsselbegriff für Innovation) im Verhältnis zu Strukturen und Kompetenzbereichen
Moderation: netzwerk junge ohren

15:15
Offenes und interaktives Forum zum Thema / Kurzworkshops mit den Expertinnen und Experten

16:00
Großer Saal: Zusammenfassung der Foren und der Ergebnisse des Tages
Gerald Mertens, Lydia Grün

16:20 bis 16:50 Kaffeepause

Nachschlag

17:00
Feierstunde zur Verleihung des Hermann-Voss-Kulturpreises der deutschen Orchester
N.N. und Sonderpreis an N.N.
Einführung: Hans Reinhard Biere
Grußwort
Laudatio: Gerald Mertens
Musikalische Umrahmung: N.N.

18:15
Steh-Empfang und Ausklang des Tages mit Fingerfood und Getränken

Wir danken der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) für die Unterstützung des Forums 2.

 

Ihre Teilnahme können Sie hier anmelden.

365 Tage Elbphilharmonie Hamburg: Bilanz eines spektakulären Erfolgs

Hamburg – Die Elbphilharmonie Hamburg liefert ein Jahr nach ihrer Eröffnung eine beeindruckende Erfolgsbilanz ab. Rund 850.000 Gäste besuchten über 600 Konzerte, weit über 4,5 Millionen pilgerten auf die Plaza, nahezu 70.000 Personen nahmen an Konzerthausführungen teil, und die Musikvermittlungs-Angebote der Elbphilharmonie verzeichnen über 60.000 Menschen jeden Alters als Mitwirkende.

Die Elbphilharmonie – ein neues Wahrzeichen

Vor einem Jahr, am 11. Januar 2017, wurde die Elbphilharmonie Hamburg mit einem Festkonzert im Beisein fast der gesamten damaligen Staatsspitze – Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle – feierlich eröffnet. Etwa ein Viertel der geladenen Gäste hatte die Teilnahme bei einer Ticketverlosung gewonnen. Seither hat die vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie eine beispiellose Erfolgsgeschichte hingelegt. Rund 850.000 Menschen haben über 600 stilistisch vielfältige, stets der künstlerischen Exzellenz verpflichtete Konzertveranstaltungen in den Sälen der Elbphilharmonie besucht.

Neben den Konzertreihen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des Ensemble Resonanz gastierten rund 70 Orchester in der Elbphilharmonie, darunter viele der besten Orchester unserer Zeit. Rund 130 Ensembles, Bands und Chöre sorgten für ein breitgefächertes Konzertangebot, das weit über die Klassik hinaus von Jazz über Weltmusik, Rock, Pop bis zu Elektronik und Hip Hop reicht. Mit zahlreichen Festivalformaten und thematischen Schwerpunkten sowie einer Reihe von Uraufführungen fiel die Programmkonzeption durchwegs auf äußerst positive Resonanz.

Insgesamt nahmen mehr als 60.000 Mitwirkende die vielfältigen Musikvermittlungsangebote wahr, die vom Babykonzert über Schulworkshops und Familienkonzerte bis zur regelmäßigen Teilnahme bei einem der 5 Mitmachensembles reichen. Im Rahmen der Elbphilharmonie Instrumentenwelt in den Kaistudios konnten im Kalenderjahr 2017 mehr als 18.000 Kinder und Erwachsene im Rahmen von Workshops erstmals die unterschiedlichsten Musikinstrumente ausprobieren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: »Die Elbphilharmonie hat die internationale Wahrnehmung Hamburgs verändert und die Kultur hat ein neues Zuhause im Herzen der Stadt bekommen. Abend für Abend ausverkaufte Konzerte und rund 4,5 Millionen Besucher auf der Plaza zeigen die große Faszination, die dieses Haus und die Musik ausüben. Die Elbphilharmonie begeistert die Hamburgerinnen und Hamburger und unsere Gäste. Die bestechende Idee, mit einem Haus für alle einen kulturellen Identifikationspunkt zu schaffen, ist voll und ganz aufgegangen. Hamburg ist stolz auf die Elbphilharmonie und die kulturelle Vielfalt der Stadt, die sich auch in der Elbphilharmonie widerspiegelt. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter: »Aus dem unglaublich dichten Programm des Eröffnungsjahres einzelne Höhepunkte hervorzuheben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Neben den unzähligen Konzerterlebnissen ist es nach wie vor eine tägliche Freude zu erleben, wie beeindruckt Besucher wie Künstler von der Elbphilharmonie und ihrer Atmosphäre sind.«

Die Nachfrage nach Konzertkarten ist auch ein Jahr nach der Eröffnung ungebrochen hoch und übertrifft bei einzelnen Konzerten das Platzangebot um mehr als das 20-fache. Bei Vorverkaufsstarts von besonders gefragten Konzerten oder Konzertreihen kommt daher weiterhin ein Vergabeverfahren zur Anwendung, das die Tickets unter allen Bestellern nach dem Zufallsprinzip vergibt. Regelmäßig ausgebucht sind auch die von der Elbphilharmonie angebotenen Konzerthausführungen, in deren Rahmen sich bereits rund 70.000 Menschen einen Eindruck vom Gebäude und seiner Geschichte machen konnten.

Die Plaza, die kostenlos zugängliche Plattform in 37 Metern Höhe mit der fabelhaften Aussicht über Stadt und Hafen, hat mit weit über 4,5 Millionen Besuchern seit ihrer Eröffnung am 4. November 2016 selbst die optimistischsten Prognosen deutlich überschritten. Sie ist Hamburgs Besuchermagnet Nummer eins. Auch das exzellente Abschneiden Hamburgs in Städterankings international führender Medien wie der »New York Times« oder in einflussreichen Reiseführern wie »Lonely Planet« ist auf den gewaltigen Attraktivitätsschub der Stadt durch die Elbphilharmonie zurückzuführen.

Nicht zuletzt übertraf das Medienecho auf die Elbphilharmonie im Eröffnungsjahr alle Erwartungen. Mehr als 50.000 Artikel erschienen weltweit in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Periodika aller Art sowie online. Die Website http://www.elbphilharmonie.de verzeichnete rund 50 Millionen Zugriffe, und die Live-Streams und Konzertmitschnitte auf der Plattform Elbphilharmonie Worldwide sowie in den Social Media-Kanälen der Elbphilharmonie wurden insgesamt rund 3 Millionen mal aufgerufen.

Das Programm für die Konzertsaison 2018/19 wird im Mai veröffentlicht.