»ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO« GEHT IN DIE ZWEITE RUNDE

Hamburg – Einmal World Music, einmal Jazz, fünf Mal Klassik: Das »Elbphilharmonie Konzertkino«, das im August 2017 erstmals viele begeisterte Zuschauer fand, lockt auch in diesem Sommer wieder Flaneure und Musikbegeisterte auf den Vorplatz der Elbphilharmonie Hamburg. Zwischen 27. August und 2. September gibt es unter freiem Himmel sechs Live-Konzerte aus dem Großen Saal auf großer LED-Leinwand – dem »Cube« des Elbphilharmonie-Principal Sponsors SAP – zu erleben.

Menschen für Klassik gewinnen: Konzertkino vor der Elbphilharmonie (Foto: Daniel Dittus)

Auf dem Programm stehen die letzten vier Abende des Elbphilharmonie Sommers sowie der Start in die Saison 2018/19. Die Konzerte bestreiten Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar (27.8.), Stefano Bollani mit seinem Programm »Napoli Trip« (29.8.), das Gustav Mahler Jugendorchester mit Gautier Capuçon (Dirigent: Lorenzo Viotti, 30.8.)  (30.8.) und das Swedish Chamber Orchestra mit Heinz Karl Gruber (31.8.).  Zum großen Finale werden sowohl die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (Dirigent: Krzysztof Urbański, 1.9.) als auch die Saisoneröffnung der HamburgMusik mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit Joyce DiDonato (Dirigent: John Eliot Gardiner, 2.9.) live übertragen.  Am zweiten Abend der Serie (28.8.) erwartet das Publikum der Mitschnitt des Konzerts des NDR Elbphilharmonie Orchesters vom 10. Mai 2018 mit der »Star Wars«-Suite von John Williams und den »Planeten« von Gustav Holst. Mit Ausnahme der Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (19 Uhr) beginnen alle Konzertübertragungen um 20 Uhr.

Der Eintritt ist frei, für ein gastronomisches Angebot ist gesorgt.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« erlebte zur exakt gleichen Zeit vor einem Jahr seine Premiere, unterstützt von der SAP, Principal Sponsor der Elbphilharmonie. Nun stellt die SAP erneut ihr »Cube« genanntes Modul auf den Vorplatz. Zur exzellenten Tonübertragung liefert der »Cube« auf der LED-Außenwand gestochen scharfe Bilder aus dem Großen Saal, die noch dem farbintensivsten Sonnenuntergang über der Elbe standzuhalten vermögen. Das begehbare Projektionsgehäuse ist auch tagsüber geöffnet und lädt über mehrere Videomonitore zum Kennenlernen des breit gefächerten Angebots der Elbphilharmonie ein. Flankiert wird das Public Viewing von Live-Moderationen, Videos, Künstlergesprächen und Konzerteinführungen.

Neben der SAP ermöglichen zwei weitere Principal Sponsors, BMW und die Bank Julius Bär, sowie die Stiftung Elbphilharmonie das diesjährige Konzertkino. NDR Kultur überträgt die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters live im Radio und begleitet die Konzertkino-Abende mit Moderationen vor Ort.

Bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn öffnet die Gastronomie auf dem Vorplatz. Damit man auf den zur Elbe hin absteigenden Stufen der Elbphilharmonie noch bequemer sitzen kann, gibt es Kissen zum Ausleihen (solange der Vorrat reicht).

 

DIE TERMINE IM ÜBERBLICK

»Elbphilharmonie Konzertkino«: Live-Übertragungen auf den Vorplatz bei freiem Eintritt

Montag, 27. August
Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Dienstag, 28. August
NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzystof Urbański

Gustav Holst: Die Planeten
John Williams: »Star Wars«-Suite
(Ausstrahlung des Konzerts vom 10. Mai 2018 in der Elbphilharmonie)
Beginn 20 Uhr

Mittwoch, 29. August:
Stefano Bollani »Napoli Trip«

Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Donnerstag, 30. August:
Gustav Mahler Jugendorchester, Ltg. Lorenzo Viotti / Gautier Capuçon  (Violoncello)

Giuseppe Verdi: Ouvertüre zu »La forza del destino«
Antonin Dvorak: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Igor Strawinsky: Le sacre du printemps
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Freitag, 31. August:
Swedish Chamber Orchestra, Chansonnier und Ltg. Heinz Karl Gruber

Heinz Karl Gruber: Manhattan Broadcasts
Kurt Weill: Sinfonie Nr. 2
Heinz Karl Gruber: Frankenstein!! Ein Pandämonium für Chansonnier und Orchester
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Sonnabend, 1. September: »Opening Night«
NDR Elbphilharmonie Orchester, Ltg. Krzysztof Urbański / Jean-Yves Thibaudet (Klavier)
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 G-Dur
Guillaume Connesson: Les trois cités de Lovecraft
Maurice Ravel: Boléro
Moderation ab 18.30 Uhr / Konzertbeginn: 19 Uhr

Sonntag, 2. September: Saisoneröffnung
Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Ltg. Sir John Eliot Gardiner / Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Hector Berlioz: Le corsaire / Ouverture
Hector Berlioz: La mort de Cléopatre / Scène lyrique für Mezzosopran
Hector Berlioz: Chasse royale et orage
Hector Berlioz: Je vais mourir
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Für alle, die nicht auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie dabei sein können: Die Konzerte am 27., 29., 30. und 31. August sowie am 1. und 2. September werden auch online unter www.elbphilharmonie.de im Live-Stream übertragen.

 

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365 Tage Elbphilharmonie Hamburg: Bilanz eines spektakulären Erfolgs

Hamburg – Die Elbphilharmonie Hamburg liefert ein Jahr nach ihrer Eröffnung eine beeindruckende Erfolgsbilanz ab. Rund 850.000 Gäste besuchten über 600 Konzerte, weit über 4,5 Millionen pilgerten auf die Plaza, nahezu 70.000 Personen nahmen an Konzerthausführungen teil, und die Musikvermittlungs-Angebote der Elbphilharmonie verzeichnen über 60.000 Menschen jeden Alters als Mitwirkende.

Die Elbphilharmonie – ein neues Wahrzeichen

Vor einem Jahr, am 11. Januar 2017, wurde die Elbphilharmonie Hamburg mit einem Festkonzert im Beisein fast der gesamten damaligen Staatsspitze – Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle – feierlich eröffnet. Etwa ein Viertel der geladenen Gäste hatte die Teilnahme bei einer Ticketverlosung gewonnen. Seither hat die vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie eine beispiellose Erfolgsgeschichte hingelegt. Rund 850.000 Menschen haben über 600 stilistisch vielfältige, stets der künstlerischen Exzellenz verpflichtete Konzertveranstaltungen in den Sälen der Elbphilharmonie besucht.

Neben den Konzertreihen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des Ensemble Resonanz gastierten rund 70 Orchester in der Elbphilharmonie, darunter viele der besten Orchester unserer Zeit. Rund 130 Ensembles, Bands und Chöre sorgten für ein breitgefächertes Konzertangebot, das weit über die Klassik hinaus von Jazz über Weltmusik, Rock, Pop bis zu Elektronik und Hip Hop reicht. Mit zahlreichen Festivalformaten und thematischen Schwerpunkten sowie einer Reihe von Uraufführungen fiel die Programmkonzeption durchwegs auf äußerst positive Resonanz.

Insgesamt nahmen mehr als 60.000 Mitwirkende die vielfältigen Musikvermittlungsangebote wahr, die vom Babykonzert über Schulworkshops und Familienkonzerte bis zur regelmäßigen Teilnahme bei einem der 5 Mitmachensembles reichen. Im Rahmen der Elbphilharmonie Instrumentenwelt in den Kaistudios konnten im Kalenderjahr 2017 mehr als 18.000 Kinder und Erwachsene im Rahmen von Workshops erstmals die unterschiedlichsten Musikinstrumente ausprobieren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: »Die Elbphilharmonie hat die internationale Wahrnehmung Hamburgs verändert und die Kultur hat ein neues Zuhause im Herzen der Stadt bekommen. Abend für Abend ausverkaufte Konzerte und rund 4,5 Millionen Besucher auf der Plaza zeigen die große Faszination, die dieses Haus und die Musik ausüben. Die Elbphilharmonie begeistert die Hamburgerinnen und Hamburger und unsere Gäste. Die bestechende Idee, mit einem Haus für alle einen kulturellen Identifikationspunkt zu schaffen, ist voll und ganz aufgegangen. Hamburg ist stolz auf die Elbphilharmonie und die kulturelle Vielfalt der Stadt, die sich auch in der Elbphilharmonie widerspiegelt. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter: »Aus dem unglaublich dichten Programm des Eröffnungsjahres einzelne Höhepunkte hervorzuheben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Neben den unzähligen Konzerterlebnissen ist es nach wie vor eine tägliche Freude zu erleben, wie beeindruckt Besucher wie Künstler von der Elbphilharmonie und ihrer Atmosphäre sind.«

Die Nachfrage nach Konzertkarten ist auch ein Jahr nach der Eröffnung ungebrochen hoch und übertrifft bei einzelnen Konzerten das Platzangebot um mehr als das 20-fache. Bei Vorverkaufsstarts von besonders gefragten Konzerten oder Konzertreihen kommt daher weiterhin ein Vergabeverfahren zur Anwendung, das die Tickets unter allen Bestellern nach dem Zufallsprinzip vergibt. Regelmäßig ausgebucht sind auch die von der Elbphilharmonie angebotenen Konzerthausführungen, in deren Rahmen sich bereits rund 70.000 Menschen einen Eindruck vom Gebäude und seiner Geschichte machen konnten.

Die Plaza, die kostenlos zugängliche Plattform in 37 Metern Höhe mit der fabelhaften Aussicht über Stadt und Hafen, hat mit weit über 4,5 Millionen Besuchern seit ihrer Eröffnung am 4. November 2016 selbst die optimistischsten Prognosen deutlich überschritten. Sie ist Hamburgs Besuchermagnet Nummer eins. Auch das exzellente Abschneiden Hamburgs in Städterankings international führender Medien wie der »New York Times« oder in einflussreichen Reiseführern wie »Lonely Planet« ist auf den gewaltigen Attraktivitätsschub der Stadt durch die Elbphilharmonie zurückzuführen.

Nicht zuletzt übertraf das Medienecho auf die Elbphilharmonie im Eröffnungsjahr alle Erwartungen. Mehr als 50.000 Artikel erschienen weltweit in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Periodika aller Art sowie online. Die Website http://www.elbphilharmonie.de verzeichnete rund 50 Millionen Zugriffe, und die Live-Streams und Konzertmitschnitte auf der Plattform Elbphilharmonie Worldwide sowie in den Social Media-Kanälen der Elbphilharmonie wurden insgesamt rund 3 Millionen mal aufgerufen.

Das Programm für die Konzertsaison 2018/19 wird im Mai veröffentlicht.

ELBPHILHARMONIE: AM ERSTVERKAUFSTAG BEREITS 95.000 TICKETS FÜR SAISON 2017/18 VERKAUFT!

Der Andrang auf die Elbphilharmonie Hamburg ist ungebrochen. Die ersten Kunden hatten sich bereits in den Nachtstunden von Sonntag auf Montag häuslich vor den Vorverkaufsstellen eingerichtet. Am Montagmorgen dann bildeten sich lange Schlangen, und als pünktlich um 10 Uhr an nahezu allen der zuvor veröffentlichten gut 40 Vorverkaufsstellen in der Metropolregion Hamburg die Schalter öffneten, begann der große Verkauf für die derzeit womöglich begehrtesten Papiere der Republik: Konzertkarten für die Elbphilharmonie. Insgesamt wurden allein am ersten Tag online und offline rund 95.000 dieser Tickets verkauft.

Die Elbphilharmonie wird vom Publikum förmlich gestürmt (c) Maxim Schulz

Manche Kunden mussten viel Stehvermögen beweisen, ehe die Freude über den erfolgreichen Kartenkauf die Geduldsprobe vergessen ließ. Anfangs bereitete die enorm hohe Zugriffszahl auf das Ticketingsystem von CTS Eventim Probleme beim Verkauf von Veranstaltungen des NDR und der Konzertdirektion Dr. Goette. Website und Webshop der Elbphilharmonie liefen durchgehend einwandfrei und verzeichneten am 12. Juni bis 18 Uhr 1,6 Millionen Zugriffe und rund 40.000 Kartenbestellungen für Konzerte der HamburgMusik.

Bis weit nach Geschäftsschluss bediente das Personal der drei Vorverkaufskassen der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (Elbphilharmonie, Brahmskontor und Kulturcafé am Mönckebergbrunnen) die Kartenkäufer. Dort sowie an weiteren Vorverkaufsstellen werden auch weiterhin Karten für die Saison 2017/18 in Elbphilharmonie und Laeiszhalle erhältlich sein. Die Angebote der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette und des NDR Elbphilharmonie Orchesters sind nahezu vergriffen, bei den übrigen Veranstaltern sind die Chancen, an Karten zu kommen, noch etwas größer.

Davon unberührt bleibt die Möglichkeit, sich für von der HamburgMusik veranstaltete Konzerte weiterhin bis 1. Juli online mit seinen Kartenwünschen auf der Seite www.elbphilharmonie.de zu registrieren. Zehn Karten können maximal bestellt werden, nicht mehr als vier pro Konzert. Gehen mehr Bestellungen ein, als Karten vorhanden sind, entscheidet das Zufallsprinzip.

Publikumsmagnet Elbphilharmonie: Schon 1 Million Besucher auf der Plaza

Die Elbphilharmonie hat sich in weniger als vier Monaten zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten Deutschlands entwickelt. Alle Konzerte der laufenden Spielzeit sind ausverkauft, und auf der Plaza wurde am 24. Februar 2017 die millionste Besucherin begrüßt.

 

Besucherin Nr. 1.000.000! (c) Sophie Wolter

Besucherin Nr. 1.000.000! (c) Sophie Wolter

111 Tage sind vergangen, seit am 5. November 2016 – gut zwei Monate vor dem ersten Konzert – die Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe für die Öffentlichkeit zugänglich wurde. Seither strömen pro Tag durchschnittlich rund 12.000 Menschen in die HafenCity, um den Rundumblick auf den Hafen und die Stadt zu genießen und die Architektur von Hamburgs neuem Wahrzeichen zu erleben.

Bereits am ersten Wochenende nach der Öffnung der Plaza im November 2016 zählten die Betreiber mehr als 26.000 Gäste. Nicht nur die Hamburger sind neugierig, die fertige Elbphilharmonie persönlich kennenzulernen. Auch für Touristen aus aller Welt – von Australien über China bis USA – zählt das neue Konzerthaus inzwischen zu den unverzichtbaren Stationen ihres Hamburg-Besuchs. Schon auf der Tube, der rund 80 Meter langen, leicht gewölbten Rolltreppe, die die Besucher hinauf zum Dach des ehemaligen Kaispeichers bringt, werden Smartphones und Fotoapparate gezückt und architektonische Finessen bestaunt. Und auch die Konzertgäste, für die der Plaza-Besuch im Ticket inbegriffen ist, nutzen die Zeit vor oder nach der Veranstaltung, um die Lichter der Stadt auf dem 360°-Außenumgang von oben zu betrachten, im Info-Shop zu stöbern oder einen Kaffee im »Deck & Deli« zu trinken.

»Es ist großartig, zu sehen, wie die Hamburger die Elbphilharmonie für sich erobern und wie stolz sie das neue Wahrzeichen der Stadt ihren Gästen präsentieren«, sagt Jack F. Kurfess, der als Kaufmännischer Direktor auch für den Betrieb der Plaza zuständig ist.

»Dass der rege Besucherstrom selbst an kalten Tagen nicht abreißt, bestätigt die enorme Anziehungskraft, die die Architektur der Elbphilharmonie und der Ort, an dem sie erbaut wurde, ausstrahlen«, ergänzt Generalintendant Christoph Lieben-Seutter.

Die millionste Plaza-Besucherin wurde am Freitag, den 24. Februar, persönlich begrüßt. »Das ist ja eine Überraschung«, sagte Brigitte Kugelmann aus Landsberg am Lech, die gerade zu Besuch in Hamburg ist und von Christoph Lieben-Seutter vier Karten für ein »Konzert für Hamburg« mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester im Juni überreicht bekam. »Ich habe die Eröffnung der Elbphilharmonie im Fernsehen verfolgt und freue mich jetzt sehr auf das Konzert im Juni«.

Plaza-Tickets

Da die Besucherkapazität der Plaza begrenzt ist, wird der Besuch über die Ausgabe von Tickets geregelt. Kostenlose Tickets für einen Besuch am selben Tag gibt es im Elbphilharmonie Besucherzentrum Am Kaiserkai 62 (geöffnet täglich zwischen 9 und 20 Uhr), sowie am Ticket-Automaten im Eingangsbereich der Elbphilharmonie. Eine Vorbuchung für ein späteres Zeitfenster ist im Besucherzentrum sowie online unter http://www.elbphilharmonie.de möglich und empfiehlt sich insbesondere für den Besuch an Wochenenden und Feiertagen. Die Vorbuchungsgebühr beträgt 2 Euro. Karten für Konzerte im Großen oder Kleinen Saal der Elbphilharmonie berechtigen zum Zutritt auf die Plaza ab zwei Stunden vor Konzertbeginn. Besucher der Kaistudios benötigen ein Plaza-Ticket, um die Aussichtsplattform zu besichtigen.

Konzerthäuser: neue Formate, neues Publikum

Anlässlich der Elbphilharmonie-Eröffnung in Hamburg beleuchtet das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, in einem neuen Schwerpunktangebot das Thema „Konzerthäuser in Deutschland“. Dabei werden grundlegende Informationen zu Strukturen und aktuellen Entwicklungen der Konzerthauslandschaft präsentiert, Hintergründe erläutert und Perspektiven einer einzigartigen kulturellen Einrichtung aufgezeigt.

Sprecher der Konzerthauskonferenz: Benedikt Stampa (C) Azhari Peyman

Sprecher der Konzerthauskonferenz: Benedikt Stampa (C) Azhari Peyman

Im Mittelpunkt des Angebots steht ein neuer Fachbeitrag von Benedikt Stampa (Foto), Vorsitzender der Deutschen Konzerthauskonferenz, der im Spiegel aktueller Diskussionen um den Bau neuer Spielstätten – wie beispielsweise neben Hamburg auch in München, Bonn oder Saarbrücken – der Frage nachgeht, welche gesellschaftliche Bedeutung Konzerthäusern zukommt und wie Gebäude und Konzepte aussehen, um Kultur für breite Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Vor diesem Hintergrund beschreibt er die wesentlichen Merkmale, die Konzerthäuser prägen und durch die sie sich von anderen Aufführungsstätten unterscheiden. Welche Organisations- und Leitungsstrukturen Konzerthäusern zugrunde liegen, wird dabei ebenso untersucht wie die Standortfrage, ihre Spielplangestaltung und künstlerische Ausrichtung.

Ergänzend bietet das Angebot des MIZ Detailinformationen zur Infrastruktur der Konzerthauslandschaft, etwa zu Trägern, Betriebsformen und Leitungsstrukturen der einzelnen Häuser, zu ihrer inhaltlichen Ausrichtung und zum Spielbetrieb sowie zu Saalkapazitäten und historischen Fakten. Mit seiner aktuellen Bestandsaufnahme untermauert das MIZ die Attraktivität des vielseitigen Angebots der Konzerthauslandschaft in Deutschland und würdigt sie als eigenständige Größe neben den Musiktheatern und Orchestern. Zu erreichen ist das neue Angebot unter http://www.miz.org/fokus_konzerthaeuser.html.

Orchester, Theater und Festivals gut aufgestellt für das neue Jahr

Die Mehrzahl der Orchester, Theater und Musikfestival hat in Deutschland gegenwärtig einen „guten Lauf“. Es gibt zwar immer einige Einrichtungen, die vor Ort mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wie z.B. das Volkstheater Rostock mit einem eher inkompetenten Oberbürgermeister oder das Theater Trier mit den Folgen einer von der Stadt vergeigten Intendantenfindung. Aber das sind Einzelfälle.

Neu eröffnet im Dezember 2016: Pierre Boulez Saal in Berlin

Neu eröffnet im Dezember 2016: Pierre Boulez Saal in Berlin

Neue Spielstätten

Schaut man sich zum Jahreswechsel in der deutschen Musiklandschaft um, überwiegt ganz deutlich das Positive. Da wären die zahlreichen Neueröffnungen und Wiedereröffnungen von Spielstätten zu nennen: Die Bochumer Symphoniker verfügen seit Ende Oktober 2016 mit dem Musikforum Ruhr endlich über eine eigene Spielstätte in der Stadtmitte mit knapp 1000 Plätzen. Zum Eröffnungswochenende kamen rund 40.000 Besucher. Am 8. Dezember wurde in Berlin-Mitte hinter der Staatsoper der neue Pierre Boulez Saal durch die Barenboim-Said Foundation eröffnet (Foto). Der Saal fasst rund 700 Besucher und ist ideal für Kammermusik und kleine Sinfonik. In Dresden haben im ehemaligen Kraftwerk Mitte die Staatsoperette Dresden und das Theater der jungen Generation eine neue Spielstätte eröffnet. Im Januar folgt endlich die lang ersehnte und immer wieder verschobene Eröffnung der Elbphilharmonie im Hamburger Hafen. Am 28. April 2017 wird ebenfalls in Dresden der völlig neu eingebaute Konzertsaal im Kulturpalast am Altmarkt durch die Dresdener Philharmonie in Betrieb genommen; am 3. Oktober 2017 soll die Deutsche Staatsoper in Berlin wieder eröffnen. Neubauten in Nürnberg und München sind in Planung, Renovierungen in Karlsruhe, Augsburg, Coburg, Lübeck oder in München (Gärtnerplatztheater) auf dem Weg. Und schließlich hat dann auch noch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über 10 Mio. Euro für die Renovierung der Laeiszhalle in Hamburg bewilligt.

Zusätzliche Bundesmittel

Überhaupt waren die Haushälter des Bundes im Herbst 2016 den Orchestern besonders gewogen: Im neuen Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ sollen zunächst sechs mittlere Konzertorchester in einem Modellversuch für fünf Jahre mit zusätzlichem Bundesgeld (900.000 Euro pro Orchester im Jahr) ihre Produktivität und die Qualität ihrer Arbeit messbar steigern. Mit dabei sind zunächst die Hamburger Symphoniker, die Jenaer Philharmonie, die Stuttgarter Philharmoniker, die Münchner Symphoniker, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz und die Bochumer Symphoniker. Zahlreiche Details der Umsetzung des Programms müssen noch geklärt werden, aber die Geste des Bundes für eine nachhaltige Orchesterfinanzierung ist schon beeindruckend und Maßstab setzend.

Stabiler bzw. steigender Publikumszuspruch

Schaut man sich die Spielzeitbilanzen vieler Bühnen und Klassik-Musikfestivals oder den Zuspruch zu Klassik Open-Air-Konzerten des Sommers 2016 an, so überwiegen auch dort die Positivmeldungen mit hohen Auslastungszahlen von über 80 Prozent oder sogar deutlich mehr. Von einer Krise der Klassik also keine Spur. Und an den wenigen Standorten, an denen die Publikumsauslastung nicht überzeugt, sind die Probleme vom Management oder von den politisch Verantwortlichen (oder von beiden) hausgemacht; womit wir wieder in Rostock oder Trier wären.

Immaterielles UNESCO Kulturerbe

Der kulturpolitische Höhepunkt im zu Ende gehenden Jahr 2016 schließlich und Katalysator für die kommenden drei Jahre ist der gemeinsame Beschluss von Bund und Ländern, die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft nicht nur auf der nationalen Liste des immateriellen Kulturerbes zu belassen (seit Dezember 2014), sondern sie auch in die internationale Kulturerbeliste aufnehmen zu lassen. Dies wird die kulturpolitische Agenda bis zur endgültigen Aufnahmeentscheidung durch die UNESCO Ende 2019 mit bestimmen.

Gerald Mertens

ELBPHILHARMONIE: NEUE WEBSITE LÄDT ZUM DIGITALEN ERLEBEN EIN

Es wird spannend: Ab sofort lässt sich die Elbphilharmonie Hamburg auf einer neuen Online-Plattform digital erleben. Die Website https://countdown.elbphilharmonie.de macht das Konzerthaus, seine besondere Architektur und einmalige Lage schon vor der Eröffnung im Januar 2017 virtuell erlebbar und ergänzt damit die offizielle Internetseite www.elbphilharmonie.de, auf der weiterhin alle Informationen über das Haus, sein musikalisches Programm und den Ticketkauf zu finden sind.

Die Elbphilharmonie: Neues Wahrzeichen für Hamburg (c) Maxim Schulz

Die Elbphilharmonie: Neues Wahrzeichen für Hamburg (c) Maxim Schulz

Die Architektur der Elbphilharmonie und ihre schillernde Glasfassade sind die Stars eines rasanten Drohnenrennens auf https://countdown.elbphilharmonie.de. Mithilfe der Aufnahmen der beiden Renndrohnen »Rock« und »Roll« kann der Besucher in atemberaubendem Tempo um und über das Konzerthaus fliegen, dabei eigene Routen auswählen und – mal ganz dicht dran, mal weit weg – nie gesehene Blickwinkel auf Hamburgs neues Wahrzeichen und die Stadt einnehmen.

Bei einem »360°-Fotoprojekt« kann sich jeder aktiv an einer besonderen Rundum-Ansicht auf die Elbphilharmonie beteiligen: Alle, die gerne fotografieren, sind aufgerufen, ihre Aufnahme des Konzerthauses unter dem Hashtag #myelphi360 bei Instagram zu posten. Die schönsten Motive und unterschiedlichen Perspektiven fügen sich dann auf https://countdown.elbphilharmonie.de zusammen. Ein 360°-Panoramabild wiederum, das vom Dach der Elbphilharmonie aufgenommen wurde, kehrt den Blick um: Es zeigt den grandiosen Ausblick auf die ganze Stadt und informiert über die zahlreichen Ausflugs-, und Ausgehmöglichkeiten in der Nachbarschaft. Mit dem »Elphilizer« schließlich kann der Besucher im virtuellen Konzertsaal Töne erzeugen, die auch grafisch sichtbar gemacht werden und schemenhaft die Umrisse des Großen Saals erscheinen lassen. Harfe, Klavier und Schlagwerk stehen als Instrumente zur Auswahl, Melodien lassen sich speichern, teilen und als musikalischer Gruß versenden.

Neben den interaktiven Elementen begleitet die Website auch jene Veranstaltungen, die die Elbphilharmonie tatsächlich noch vor der Eröffnung zugänglich machen, etwa die Öffnung der Plaza – der Aussichtsplattform in der Elbphilharmonie zwischen Backsteinsockel und Glasaufbau, die ab dem 4. November für jeden zugänglich sein wird – oder die Klanginstallation »The Ship« des Meistermusikers und Produzenten Brian Eno, die ab 5. November im Kaispeicher zu erleben ist.

Am 11. und 12. Januar 2017 wird die Elbphilharmonie feierlich eröffnet. Der Kartenvorverkauf für die Konzerte der Eröffnungsspielzeit hat am 20. Juni begonnen. Ungeachtet der anhaltend großen Nachfrage sind für den Großteil der Konzerte noch Karten in mehreren Preiskategorien verfügbar. Infos und Tickets unter www.elbphilharmonie.de.