Halberstadt: Vier junge Nachwuchskomponisten in Orchesterwerkstatt ausgezeichnet

In Halberstadt ist die „29. Orchesterwerkstatt junger Komponisten“ mit einem öffentlichen Konzert feierlich zu Ende gegangen. Vier Nachwuchskomponisten im Alter von nur 13 bis 15 Jahren aus Sankt Augustin, Darmstadt, Hamburg und Wunstorf durften sich über dotierte Auszeichnungen freuen.

Halberstadt/ Sachsen-Anhalt. Ein Konzert mit insgesamt sechs Uraufführungen war am 24. Mai 2018 im Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt zu erleben: Das Orchester spielte die Werke junger Tonkünstler, die aus ganz Deutschland angereist waren, um vom 21. bis 23. Mai gemeinsam mit erfahrenen Musikern an ihren Partituren zu arbeiten. Vier Talente sind im Anschluss an das Konzert mit Förderpreisen ausgezeichnet worden.

Teilnehmer der Orchesterwerkstatt (v.l.): Tjarbe Jonathan-Ernst Björkson, Ferdinand Heuberger, Helene Scharfe, Christian Brandenburger, Felix Gerstner, Johann Jakob Rahmstorf – Foto: Ray Behringer

Den Andreas-Werckmeister-Preis der Stadt Halberstadt, dotiert mit 500 Euro, überreichte Oberbürgermeister Andreas Henke an Christian Brandenburger. Der 14-jährige aus Sankt Augustin bei Bonn hatte die Jury mit seinem Stück „Landschaften III – Traumlandschaft“ überzeugt, das Teil eines größeren Werks ist.

Der Preis der Deutschen Orchester-Stiftung – ebenfalls in Höhe von 500 Euro – geht zu gleichen Teilen an Johann Jakob Rahmstorf (13 Jahre) und Tjarbe Jonathan-Ernst Björkson (14 Jahre). Der aus Hamburg stammende Rahmstorf wurde für sein Werk „Orchesterstück“ ausgezeichnet. Tjarbe Björkson aus dem niedersächsischen Wunstorf erhielt den Preis für seine Komposition „Dreißig Namen für Fluss“.

Den mit einem Kompositionsauftrag im Wert von 1000 Euro verbundenen Preis des Kuratoriums Stadtkultur Halberstadt durfte Ferdinand Heuberger entgegennehmen. Der 15-jährige Darmstädter hatte für die Orchesterwerkstatt das Stück „Sinfonie in einer Skizze“ verfasst. Heuberger erhielt außerdem den IMPULS-Preis. Dieser sieht die Teilnahme an der internationalen Masterclass 2019 vor, die im Rahmen des IMPULS-Festivals von der Komponistin und Orchesterwerkstatt-Tutorin Annette Schlünz geleitet wird.

Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke würdigte die Orchesterwerkstatt als „ganz besonderen Schatz“ der Stadt, die von 2018 bis 2020 unter dem Titel „Schatzjahre“ verschiedene Kulturjubiläen feiert. So begeht das Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag, die Orchesterwerkstatt selbst wird 30 Jahre alt. Henke: „Jungen und jüngsten Komponisten wird ein Podium geboten, auf dem sie Orchesterfahrung sammeln, wo sie Aufführungspraxis erleben können“.Das Format trage dazu bei, dass diese Talente weiter gefördert werden, sodass sie „für kommende Generationen womöglich zu den modernen Klassikern zählen“.

Die „Orchesterwerkstatt junger Komponisten“ ist der einzige Kompositionswettbewerb Deutschlands, der vor allem Kindern und Jugendlichen bis 27 Jahren offensteht. Er wird vom Landesmusikrat Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Nordharzer Städtebundtheater und der Stadt Halberstadt veranstaltet und vom Land Sachsen-Anhalt, der Deutschen Orchester-Stiftung (DOS), der Harzer Volksbank sowie dem Kuratorium Stadtkultur Halberstadt e.V. gefördert.

 

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Mitmachen beim 13. JUNGE OHREN PREIS !

Der renommierte Musikvermittlungswettbewerb JUNGE OHREN PREIS startet seine 13. Ausschreibung. Ab sofort ist das Online-Bewerbungsverfahren auf der frisch gelaunchten Webseite www.jungeohrenpreis.de zugänglich. Mit seinem Motto „Ausgezeichnetes für junge Ohren“ spürt der JUNGE OHREN PREIS herausragende Beispiele der Musikvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum auf und gilt als anerkannte Instanz auf diesem Gebiet. Erstmals setzt der Wettbewerb auf einen Themenschwerpunkt und fokussiert auf Programme zum Thema „Diversity“.

Ab sofort sucht der JUNGE OHREN PREIS die besten Programme für neues Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum. Es ist die 13. Ausschreibung des Wettbewerbs, der in zwei Kategorien die besten Formate und herausragende Persönlichkeiten im Feld Musikvermittlung prämiert.

Innovation und Nachhaltigkeit sind die zentralen Marker der Kategorie PROGRAMM. Denn nur die kontinuierliche und professionell aufgestellte Vermittlungsarbeit trägt dazu bei, Musik im gesellschaftlichen Leben zu verankern. Neu ist die thematische Fokussierung, die den JUNGE OHREN PREIS in den nächsten Jahren prägen wird.
Die 13. Ausschreibung legt dabei den Schwerpunkt auf den Aspekt „Diversity“. Gesucht sind Programme, die Menschen im gemeinsamen musikalischen Tun miteinander in Verbindung bringen, unabhängig von Alter, Geschlecht, kulturellem oder sozialem Hintergrund. In dieser Kategorie sind Vorschläge und Eigenbewerbungen möglich. In den kommenden beiden Jahren sollen „Musikvermittlung für Erwachsene“ und „ländlicher Raum“ die inhaltliche Akzentuierung darstellen.

In der Kategorie CHARAKTER sucht der JUNGE OHREN PREIS herausragende Persönlichkeiten und kreative Köpfe der Musikvermittlung. Das Vorschlagsverfahren ist denkbar einfach: Es genügt die Angabe einer Person mit einer kurzen Empfehlung. Eine Eigenbewerbung für die Kategorie CHARAKTER ist nicht möglich.

Für beide Kategorien sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer/innen und Mitglieder des netzwerk junge ohren e.V. sowie Mitglieder und/oder Mitarbeiter/innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg.

Die Frist für Vorschläge und Bewerbungen läuft ab sofort und bis zum 30. September 2018 per Online-Verfahren über die Webseite www.jungeohrenpreis.de.

Die Preisträger/innen werden in einer feierlichen Preisverleihung im November 2018 bekanntgegeben. Das Rahmenprogramm um den Festakt bietet Musikprofis ein lebendiges Forum mit Konzerten, Nominiertenbörse und Konferenz zum fachlichen und kreativen Austausch.

Der 13. JUNGE OHREN PREIS wird gefördert durch die Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten GVL. Medienpartner sind Deutschlandfunk Kultur, die neue musikzeitung und die Zeitschrift „das Orchester“.

Pressekontakt:

netzwerk junge ohren

Katharina von Radowitz

Tel. 030 53 00 29 45

Mail: k.radowitz@jungeohren.de

www.jungeohren.de

www.jungeohrenpreis.de

365 Tage Elbphilharmonie Hamburg: Bilanz eines spektakulären Erfolgs

Hamburg – Die Elbphilharmonie Hamburg liefert ein Jahr nach ihrer Eröffnung eine beeindruckende Erfolgsbilanz ab. Rund 850.000 Gäste besuchten über 600 Konzerte, weit über 4,5 Millionen pilgerten auf die Plaza, nahezu 70.000 Personen nahmen an Konzerthausführungen teil, und die Musikvermittlungs-Angebote der Elbphilharmonie verzeichnen über 60.000 Menschen jeden Alters als Mitwirkende.

Die Elbphilharmonie – ein neues Wahrzeichen

Vor einem Jahr, am 11. Januar 2017, wurde die Elbphilharmonie Hamburg mit einem Festkonzert im Beisein fast der gesamten damaligen Staatsspitze – Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle – feierlich eröffnet. Etwa ein Viertel der geladenen Gäste hatte die Teilnahme bei einer Ticketverlosung gewonnen. Seither hat die vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie eine beispiellose Erfolgsgeschichte hingelegt. Rund 850.000 Menschen haben über 600 stilistisch vielfältige, stets der künstlerischen Exzellenz verpflichtete Konzertveranstaltungen in den Sälen der Elbphilharmonie besucht.

Neben den Konzertreihen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des Ensemble Resonanz gastierten rund 70 Orchester in der Elbphilharmonie, darunter viele der besten Orchester unserer Zeit. Rund 130 Ensembles, Bands und Chöre sorgten für ein breitgefächertes Konzertangebot, das weit über die Klassik hinaus von Jazz über Weltmusik, Rock, Pop bis zu Elektronik und Hip Hop reicht. Mit zahlreichen Festivalformaten und thematischen Schwerpunkten sowie einer Reihe von Uraufführungen fiel die Programmkonzeption durchwegs auf äußerst positive Resonanz.

Insgesamt nahmen mehr als 60.000 Mitwirkende die vielfältigen Musikvermittlungsangebote wahr, die vom Babykonzert über Schulworkshops und Familienkonzerte bis zur regelmäßigen Teilnahme bei einem der 5 Mitmachensembles reichen. Im Rahmen der Elbphilharmonie Instrumentenwelt in den Kaistudios konnten im Kalenderjahr 2017 mehr als 18.000 Kinder und Erwachsene im Rahmen von Workshops erstmals die unterschiedlichsten Musikinstrumente ausprobieren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: »Die Elbphilharmonie hat die internationale Wahrnehmung Hamburgs verändert und die Kultur hat ein neues Zuhause im Herzen der Stadt bekommen. Abend für Abend ausverkaufte Konzerte und rund 4,5 Millionen Besucher auf der Plaza zeigen die große Faszination, die dieses Haus und die Musik ausüben. Die Elbphilharmonie begeistert die Hamburgerinnen und Hamburger und unsere Gäste. Die bestechende Idee, mit einem Haus für alle einen kulturellen Identifikationspunkt zu schaffen, ist voll und ganz aufgegangen. Hamburg ist stolz auf die Elbphilharmonie und die kulturelle Vielfalt der Stadt, die sich auch in der Elbphilharmonie widerspiegelt. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter: »Aus dem unglaublich dichten Programm des Eröffnungsjahres einzelne Höhepunkte hervorzuheben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Neben den unzähligen Konzerterlebnissen ist es nach wie vor eine tägliche Freude zu erleben, wie beeindruckt Besucher wie Künstler von der Elbphilharmonie und ihrer Atmosphäre sind.«

Die Nachfrage nach Konzertkarten ist auch ein Jahr nach der Eröffnung ungebrochen hoch und übertrifft bei einzelnen Konzerten das Platzangebot um mehr als das 20-fache. Bei Vorverkaufsstarts von besonders gefragten Konzerten oder Konzertreihen kommt daher weiterhin ein Vergabeverfahren zur Anwendung, das die Tickets unter allen Bestellern nach dem Zufallsprinzip vergibt. Regelmäßig ausgebucht sind auch die von der Elbphilharmonie angebotenen Konzerthausführungen, in deren Rahmen sich bereits rund 70.000 Menschen einen Eindruck vom Gebäude und seiner Geschichte machen konnten.

Die Plaza, die kostenlos zugängliche Plattform in 37 Metern Höhe mit der fabelhaften Aussicht über Stadt und Hafen, hat mit weit über 4,5 Millionen Besuchern seit ihrer Eröffnung am 4. November 2016 selbst die optimistischsten Prognosen deutlich überschritten. Sie ist Hamburgs Besuchermagnet Nummer eins. Auch das exzellente Abschneiden Hamburgs in Städterankings international führender Medien wie der »New York Times« oder in einflussreichen Reiseführern wie »Lonely Planet« ist auf den gewaltigen Attraktivitätsschub der Stadt durch die Elbphilharmonie zurückzuführen.

Nicht zuletzt übertraf das Medienecho auf die Elbphilharmonie im Eröffnungsjahr alle Erwartungen. Mehr als 50.000 Artikel erschienen weltweit in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Periodika aller Art sowie online. Die Website http://www.elbphilharmonie.de verzeichnete rund 50 Millionen Zugriffe, und die Live-Streams und Konzertmitschnitte auf der Plattform Elbphilharmonie Worldwide sowie in den Social Media-Kanälen der Elbphilharmonie wurden insgesamt rund 3 Millionen mal aufgerufen.

Das Programm für die Konzertsaison 2018/19 wird im Mai veröffentlicht.

Deutsche Orchesterkonferenz 2018 in Halle/Saale

Diesen Termin sollte man sich vormerken: am 24. April 2018 findet die nächste Deutsche Orchesterkonferenz in Halle/Saale statt. Die ganztätige Veranstaltung in der Georg-Friedrich-Händel Halle befasst sich mit Musikvermittlung und Qualitätsmanagement im Rundfunk sowie für Orchester, Konzerthäuser.

Sprecher und Diskutanten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden diskutieren mit Kultur- und Medienpolitikern, mit Praktikern und Moderatoren aus der Musikvermittlung, mit Rundfunkverantwortlichen und Konzerthauschefs. Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Orchester- und Chormanager, Mitglieder professioneller Orchester und Chöre, Musikvermitler*innen, Kulturpolitiker*innen, Kulturmanager*innen und sonstige Interessierte.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zum Programm demnächst auf der Webseite der Deutschen Orchestervereinigung unter „Deutsche Orchesterkonferenz“ (www.dov.org).

Konzerthaus Berlin führt Augmented Reality-App ein

Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin entwickelt das Konzerthaus seit August 2016 innovative Vermittlungskonzepte für klassische Musik im digitalen Raum. Die Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf dem Eintauchen in virtuelle Welten, Virtual Reality (VR), und zum anderen auf der Erweiterung der Realität durch virtuelle Elemente, sogenannte Augmented Reality (AR). Das dreijährige Projekt Virtuelles Konzerthaus wird durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert (EFRE). Der Fokus der Projektarbeit liegt darauf, neue Zugänge zur Klassik zu schaffen und diese interaktiv zu vermitteln.

Konzerthaus Berlin goes App (c)Konzerthaus

Nach einer im September 2015 erfolgreich eingeführten Virtual-Reality-Anwendung, bei der die Besucher einen 360°-Blick mitten in das Konzerthausorchester Berlin werfen können, schöpft das Konzerthaus Berlin weiter die innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung aus. Wer sich die interaktive AR-App „Konzerthaus Plus“ auf sein Smartphone lädt, kann in der neuen Saisonbroschüre, auf besonderen Postkarten und bald auch im Vestibül des Konzerthaus Berlin digital erweiterte Räume entdecken und damit multimedial noch mehr erfahren, hören und erleben. Ein Audioplayer zum Cellisten Mstislaw Rostropowitsch, ein 3D-Modell des Hauses oder eine interaktive Landkarte für das im Februar 2018  stattfindende Festival Baltikum sind unter anderem über die App abrufbar. Weiterer Content wird stetig produziert.

„Konzerthaus Plus“ im App Store oder Google Play Store. Der Download der App ist kostenfrei. Verfügbar ab Android 5.0 & iOS 10.

Video-Demo der App

ELBPHILHARMONIE: NEUE WEBSITE LÄDT ZUM DIGITALEN ERLEBEN EIN

Es wird spannend: Ab sofort lässt sich die Elbphilharmonie Hamburg auf einer neuen Online-Plattform digital erleben. Die Website https://countdown.elbphilharmonie.de macht das Konzerthaus, seine besondere Architektur und einmalige Lage schon vor der Eröffnung im Januar 2017 virtuell erlebbar und ergänzt damit die offizielle Internetseite www.elbphilharmonie.de, auf der weiterhin alle Informationen über das Haus, sein musikalisches Programm und den Ticketkauf zu finden sind.

Die Elbphilharmonie: Neues Wahrzeichen für Hamburg (c) Maxim Schulz

Die Elbphilharmonie: Neues Wahrzeichen für Hamburg (c) Maxim Schulz

Die Architektur der Elbphilharmonie und ihre schillernde Glasfassade sind die Stars eines rasanten Drohnenrennens auf https://countdown.elbphilharmonie.de. Mithilfe der Aufnahmen der beiden Renndrohnen »Rock« und »Roll« kann der Besucher in atemberaubendem Tempo um und über das Konzerthaus fliegen, dabei eigene Routen auswählen und – mal ganz dicht dran, mal weit weg – nie gesehene Blickwinkel auf Hamburgs neues Wahrzeichen und die Stadt einnehmen.

Bei einem »360°-Fotoprojekt« kann sich jeder aktiv an einer besonderen Rundum-Ansicht auf die Elbphilharmonie beteiligen: Alle, die gerne fotografieren, sind aufgerufen, ihre Aufnahme des Konzerthauses unter dem Hashtag #myelphi360 bei Instagram zu posten. Die schönsten Motive und unterschiedlichen Perspektiven fügen sich dann auf https://countdown.elbphilharmonie.de zusammen. Ein 360°-Panoramabild wiederum, das vom Dach der Elbphilharmonie aufgenommen wurde, kehrt den Blick um: Es zeigt den grandiosen Ausblick auf die ganze Stadt und informiert über die zahlreichen Ausflugs-, und Ausgehmöglichkeiten in der Nachbarschaft. Mit dem »Elphilizer« schließlich kann der Besucher im virtuellen Konzertsaal Töne erzeugen, die auch grafisch sichtbar gemacht werden und schemenhaft die Umrisse des Großen Saals erscheinen lassen. Harfe, Klavier und Schlagwerk stehen als Instrumente zur Auswahl, Melodien lassen sich speichern, teilen und als musikalischer Gruß versenden.

Neben den interaktiven Elementen begleitet die Website auch jene Veranstaltungen, die die Elbphilharmonie tatsächlich noch vor der Eröffnung zugänglich machen, etwa die Öffnung der Plaza – der Aussichtsplattform in der Elbphilharmonie zwischen Backsteinsockel und Glasaufbau, die ab dem 4. November für jeden zugänglich sein wird – oder die Klanginstallation »The Ship« des Meistermusikers und Produzenten Brian Eno, die ab 5. November im Kaispeicher zu erleben ist.

Am 11. und 12. Januar 2017 wird die Elbphilharmonie feierlich eröffnet. Der Kartenvorverkauf für die Konzerte der Eröffnungsspielzeit hat am 20. Juni begonnen. Ungeachtet der anhaltend großen Nachfrage sind für den Großteil der Konzerte noch Karten in mehreren Preiskategorien verfügbar. Infos und Tickets unter www.elbphilharmonie.de.

Auf dem Weg zur Eröffnung im Januar 2017: Elbphilharmonie Hamburg!

Ein großes Ereignis wirft seinen Schatten voraus: Ab dem 11. Januar 2017 beginnt das Festival zur Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg. Die Eröffnung dieses spektakulären Konzerthauses dürfte die Diskussion um den gesellschaftlichen Stellenwert der Musik positiv befeuern. Das wird Auswirkungen auf den gesamten institutionellen Musikbetrieb in Deutschland haben. Denn auch in Städten wie München, Nürnberg oder Bochum stehen Konzertsaalneubauten an.

Die Elbphilharmonie: Neues Wahrzeichen für Hamburg (c) Maxim Schulz

Die Elbphilharmonie: Neues Wahrzeichen für Hamburg (c) Maxim Schulz

Am 11. April 2016 wurde im Beisein des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz sowie des Intendanten des NDR Lutz Marmor im 3. Obergeschoss des Parkhauses der Elbphilharmonie das Programm der Konzertsaison 2016/17 vorgestellt. Die Präsentation des Programms übernahm Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant von Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg. Die kommende Saison ist die erste, bei der die Musik ganz wesentlich im neuen Konzerthaus an der Elbe spielen wird.

Den Besuchern der Programmvorstellung bot sich eine überraschende Bildwelt. Im Aufgang durch die Spindel des Parkhauses, auf der später die ein- und ausfahrenden Autos verkehren werden, präsentierte die mit der Kampagne zur Eröffnung beauftragte Werbeagentur Jung von Matt auf den geschwungenen Wänden mehrere Bildmotive, die Street-Art-Künstler in den vergangenen Tagen auf Flächen im öffentlichen Raum aufgebracht hatten. Dabei handelt es sich um eindrucksvolle, gewitzte und farbkräftige Visualisierungen einiger Themen der Konzertsaison – etwa des Festivals SALĀM SYRIA, der Produktion »Call Me God« von und mit John Malkovich, die von der Elbphilharmonie in Auftrag gegeben wurde, oder ¡VIVA BEETHOVEN! – das ist das Motto, unter dem Gustavo Dudamel im März an fünf Konzertabenden in Folge sein Orquesta Sinfónica Simón Bolívar aus Caracas durch die neun Beethoven-Sinfonien führt.

Die junge, dynamische Umsetzung programmatischer Inhalte durch Graffiti und Street Art soll nachhaltig in die Stadt hineinstrahlen. Die Elbphilharmonie werde schließlich »kein Musentempel aus Samt und Seide für die oberen Zehntausend«, sagte Bürgermeister Olaf Scholz. »Schön und rau steht die Elbphilharmonie mitten im Herzen der Stadt. Schon ihre Lage fordert uns dazu heraus, sie zu einem Haus für alle zu machen. Das Programm der Eröffnungssaison erfüllt dieses Versprechen nun endlich mit Leben. Ambitioniert und herausfordernd präsentiert sich die künstlerische Agenda. Sie strebt mit großen Namen nach musikalischer Exzellenz, aber zugleich mit Vielfalt und Offenheit auch nach gesellschaftlicher Relevanz. Gerade die Festivals knüpfen ein weltumspannendes künstlerisches Netz, das die wirtschaftliche Verflochtenheit der Welthafenstadt entscheidend ergänzt. Diese kulturelle Dimension künftig auch mitten im Hafen erleben zu können – genau an dem Ort, der Hamburgs Weltoffenheit schon immer begründet hat –, erzeugt eine einzigartige Spannung. Ich bin mir sicher: Die Eröffnung der Elbphilharmonie wird nicht nur den Hafen, sondern die ganze Stadt zum Klingen bringen.« Scholz verwies auch auf das umfangreiche Education-Programm, das »sehr konsequent« den Wunsch der Stadt umsetze, dass künftig jedes Schulkind mindestens einmal die Elbphilharmonie besuchen sollte.

Kultursenatorin Prof. Kisseler verweist auf das gute Zusammenwirken der maßgeblichen Institutionen des Hamburger Konzertlebens beim Zustandekommen des Programms – das NDR Elbphilharmonie Orchester, das künftig im Kleinen Saal in der Elbphilharmonie beheimatete Ensemble Resonanz, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, die Hamburger Symphoniker als Residenzorchester der Laeiszhalle, die Konzertdirektion Dr. Goette sowie Elbphilharmonie und Laeiszhalle selbst.

 

NDR-Intendant Lutz Marmor nannte die in Kürze anstehende Umbenennung des Sinfonieorchesters seines Hauses in NDR Elbphilharmonie Orchester »ein Bekenntnis zu diesem einzigartigen und wegweisenden Kulturprojekt«. Es habe die Kraft, »eine starke Marke zu werden, die weit über Norddeutschland hinaus strahlen wird«. Die besonders kostengünstigen »Konzerte für Hamburg«, die das NDR Elbphilharmonie Orchester im Januar und im Juni 2017 für bis zu 60.000 Besucher spielen wird, wertete Marmor als besonderes Anliegen des NDR sowie von Thomas Hengelbrock und ihm selbst. »Klassik ist für alle da«, so Marmor weiter. »Wir möchten dazu beitragen, dass in diesem visionären Bau möglichst viele Menschen Musik auf Spitzenniveau erleben können.«

Laut Generalintendant Lieben-Seutter bietet das Programm eine für Hamburg beispiellose Dichte an hochkarätigen Konzerten. »Es ist so vielfältig, dass wirklich für jeden etwas dabei ist, auch so manche Überraschung. Das Konzertprogramm richtet sich gleichermaßen an Kenner aus aller Welt wie an musikalische Neueinsteiger.« Besonderes Augenmerk legte Lieben-Seutter auf das Programm des ERÖFFNUNGSFESTIVALS, das vom 11. bis 29. Januar 2017 mit spektakulären Namen vom Chicago Symphony Orchestra bis zu den Einstürzenden Neubauten aufwartet. Viel Platz räumt das Programm zeitgenössischer Musik ein. So gebe es in der Eröffnungssaison eine ganze Reihe von Uraufführungen von Werken bedeutender heute lebender Komponisten. Dass das Haus nicht für Klassik allein offen sei, belege die Fülle an Konzerten aus dem Bereich Jazz, Pop und World Music.

In dem nahezu 1 Kilo schweren Jahrbuch 2016/17 kann man nachlesen, auf welch vielfältige Weise die Elbphilharmonie, Hamburgs neues Wahrzeichen, dazu beitragen will, dass die Metropole an der Elbe zu einer der wichtigsten Musikstädte der Erde aufsteigt. Das digitale Jahrbuch gibt es hier: https://issuu.com/elbphilharmonie/docs/elbphilharmonie-jahrbuch-16-17