Konzerthaus Berlin beendet Saison 2016/17 mit Rekordbilanz

Zum Spielzeitende reißen die Rekordmeldungen nicht ab: nach der Staatsoperette Dresden, der Tonhalle Düsseldorf und vielen anderen meldet nun auch das Konzerthaus Berlin Rekordzahlen für die letzte Saison. Wir meinen: die #TrendwendeKlassik ist real!

Konzerthaus Berlin mit Rekordsaison 2016/17!

Das Konzerthaus Berlin schließt die Saison 2016/17 mit Rekordzahlen ab: Unter der Leitung des Intendanten Sebastian Nordmann gelang eine äußerst erfolgreiche Saison mit insgesamt 355 Veranstaltungen, die von 178.000 Gästen besucht wurden, das entspricht einem Zuwachs von 4,3% zur vorherigen Saison. Zugleich konnte die durchschnittliche Auslastung von 83%  auf 84,4% gesteigert werden. Das ist die höchste Auslastung, die das Konzerthaus seit Einführung einer offiziellen Besucherstatistik erzielen konnte. Die Sinfonie-Konzerte des Konzerthausorchesters im Großen Saal hatten eine durchschnittliche Auslastung von 86%. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf lagen bei 4.315.513 Euro und damit um 12,7% über dem Erlös der Vorsaison. Auch dieser Wert ist der höchste jemals erzielte.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Programmatik, insbesondere unsere themenbezogenen Festivals und innovative Formate wie „Mittendrin“, so großen Zuspruch bei unserem Publikum finden und unsere Webvideo-Serie #klangberlins weltweit beachtet wurde“, so Intendant Sebastian Nordmann.

Beim Festival USA im Februar 2017 brachte das Konzerthaus Berlin den „melting pot“ der US-Klangkulturen an den Gendarmenmarkt und begeisterte mit einer Auslastung von 84,4% 12.584 Besucher. Die Hommage an den Ausnahmekünstler Alfred Brendel bewegte im April 2017 13.176 Besucher und erreichte eine Auslastung von 83,3%. Das Konzerthaus lud in der abgelaufenen Spielzeit 2.500 Geflüchtete in seine Konzerte ein.

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Konzerthaus Berlin führt Augmented Reality-App ein

Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin entwickelt das Konzerthaus seit August 2016 innovative Vermittlungskonzepte für klassische Musik im digitalen Raum. Die Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf dem Eintauchen in virtuelle Welten, Virtual Reality (VR), und zum anderen auf der Erweiterung der Realität durch virtuelle Elemente, sogenannte Augmented Reality (AR). Das dreijährige Projekt Virtuelles Konzerthaus wird durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert (EFRE). Der Fokus der Projektarbeit liegt darauf, neue Zugänge zur Klassik zu schaffen und diese interaktiv zu vermitteln.

Konzerthaus Berlin goes App (c)Konzerthaus

Nach einer im September 2015 erfolgreich eingeführten Virtual-Reality-Anwendung, bei der die Besucher einen 360°-Blick mitten in das Konzerthausorchester Berlin werfen können, schöpft das Konzerthaus Berlin weiter die innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung aus. Wer sich die interaktive AR-App „Konzerthaus Plus“ auf sein Smartphone lädt, kann in der neuen Saisonbroschüre, auf besonderen Postkarten und bald auch im Vestibül des Konzerthaus Berlin digital erweiterte Räume entdecken und damit multimedial noch mehr erfahren, hören und erleben. Ein Audioplayer zum Cellisten Mstislaw Rostropowitsch, ein 3D-Modell des Hauses oder eine interaktive Landkarte für das im Februar 2018  stattfindende Festival Baltikum sind unter anderem über die App abrufbar. Weiterer Content wird stetig produziert.

„Konzerthaus Plus“ im App Store oder Google Play Store. Der Download der App ist kostenfrei. Verfügbar ab Android 5.0 & iOS 10.

Video-Demo der App

#klangberlins Konzerthausorchester erspürt die Klänge von Berlin

Wie klingt eine Großstadt? Wie kann man den Klang einer Stadt mit Orchesterinstrumenten charakterisieren? Das Konzerthausorchester Berlin wagt mit einem Augenzwinkern ein Experiment. Unbedingt anschauen: das typische Tür-Schließsignal ein Berliner S-Bahn. Und vieles mehr. Gute Idee, schöne Konzeption und gelungene nonverbale (Tourismus-) Werbung! Folge 2 der Serie.

Berliner Philharmoniker, Konzerthausorchester und Staatskapelle Berlin: Sonderkonzert für Flüchtlinge und Helfende am 1. März 2016 in der Philharmonie

Die Berliner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und die Staatskapelle Berlin geben in der Philharmonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle, Iván Fischer und Daniel Barenboim ein Konzert für Flüchtlinge und Helfende.

Berliner Philharmonie - Ort des Sonderkonzerts am 1. März 2016

Berliner Philharmonie – Ort des Sonderkonzerts am 1. März 2016

Am Dienstag, dem 1. März 2016 um 18 Uhr laden die Berliner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und die Staatskapelle Berlin Flüchtlinge, ihre Familien sowie Helferinnen und Helfer zu einem Konzert in die Philharmonie ein. Die drei Orchester, ihre Chefdirigenten Daniel Barenboim, Iván Fischer und Sir Simon Rattle und die Intendanten möchten mit dem Konzert Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, willkommen heißen und zugleich den vielen Helferinnen und Helfern für ihr haupt- und ehrenamtliches Engagement danken.
Daniel Barenboim, Iván Fischer und Sir Simon Rattle: „Musik ist unsere internationale Sprache, die die Menschen überall erreicht und berührt. Als Musiker fühlen wir uns auf der ganzen Welt willkommen. Wir wünschen uns, dass dies auch für Menschen gilt, die vom Schicksal schwer getroffen sind und die durch Krieg, Hunger oder Verfolgung gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Mit unserem gemeinsamen Konzert möchten wir den geflüchteten Familien ein Zeichen des Willkommens geben sowie ihren Helferinnen und Helfern gegenüber unseren Dank und unsere Anerkennung zum Ausdruck bringen.“
Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Prokofjew und Ludwig van Beethoven. Die Staatskapelle Berlin spielt Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466 mit Daniel

Barenboim in der Doppelfunktion als Dirigent und Solist. Das Konzerthausorchester führt unter der Leitung von Iván Fischer die 1. Symphonie von Prokofjew auf, die sogenannte „Klassische“. Zum Abschluss des Abends erklingen der zweite und vierte Satz aus Beethovens 7. Symphonie, aufgeführt von den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.

Die Konzerttickets sind kostenfrei; das Konzert kann nur nach Anmeldung besucht werden. Hilfsorganisationen, Institutionen, Vereine und Initiativen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, können Flüchtlinge und Helfende für das Konzert anmelden. Weitere Informationen sind den Konzertkalendern der drei beteiligten Orchester zu entnehmen.

http://www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/kalender/
http://www.konzerthaus.de/programm#

http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2015-2016

Was einen Fußballtrainer und einen Dirigenten verbindet

Fußballspiel und Orchesterspiel haben durchaus Gemeinsamkeiten. Nicht nur, was den Teamgeist betrifft. Das Konzerthausorchester Berlin und Chefdirigent Iván Fischer ist an Bundesligist Hertha BSC und Trainer Pál Dárdai näher dran als gedacht. Nicht nur, dass beide Chefs aus Ungarn stammen; sie haben auch ähnliche Funktionen. Und der Jubel des Publikums ist fast identisch (im Konzertsaal allerdings ohne Fangesänge und -fahnen…).

Machen irgendwie etwas ähnliches: ein Team dirigieren.

Machen irgendwie etwas ähnliches: ein Team dirigieren.

 

Ein wirklich sehenswertes Video. Nicht das erste gute vom Konzerthaus Berlin.

Konzerthausorchester-Chefdirigent Iván Fischer ruft zur Freilassung der Flüchtlinge in Ungarn auf

Im Rahmen seines Konzertes mit dem Konzerthausorchester Berlin zur Eröffnung der Konzerthaus-Saison 2015/16 hat sich Chefdirigent Iván Fischer mit einem Aufruf an das Publikum gewandt, in dem er die verantwortlichen Regierungen zur Freilassung der Flüchtlinge in Ungarn aufruft. Der ungarische Dirigent wird nächste Woche wieder nach Budapest für Proben mit dem von ihm gegründeten Budapest Festival Orchestra reisen.

Den Aufruf finden Sie als Video Link bzw. hier im Wortlaut:

„Meine Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zum Saisonbeginn. Und ganz besonders begrüße ich unsere Gäste aus Syrien, die heute das erste Mal im Konzerthaus mit uns Musik hören.

Und das bringt mich zu einem wichtigen Thema:
Ich höre aus Ungarn Sorgen erweckende Berichte. Dort werden Leute, viele müde und verzweifelte Leute, gegen ihren Willen aufgehalten.

Ich appelliere an alle Verantwortlichen – deutsche, ungarische und europäische Verantwortliche -, dass sie diese Leute sofort freilassen – sofort! Damit sie gehen können, wohin sie möchten und sich registrieren lassen, wo sie möchten.

Diese veralteten Regeln sind nicht mehr wichtig, in dieser Masse funktionieren sie sowieso nicht mehr.

Das Problem wird sich lösen, weil in Europa genug tolerante Menschen leben, die die Flüchtlinge warmherzig, großzügig, helfend und mit offenen Armen aufnehmen werden.

Möge Musik dazu beitragen,
Danke schön!“

Iván Fischer, Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin und Musikdirektor des Budapest Festival Orchestra

Vor nunmehr 26 Jahren, am 18. August 1989, dirigierte er das Orchester in Budapest in einem Konzert, zu dem er 400 DDR-Flüchtlinge einlud. Nach diesem Impuls gelang vielen von ihnen am Tag darauf beim Paneuropäischen Picknick die Flucht von Ungarn nach Österreich.

Konzerthausorchester Berlin: Musikalischer Feriengruß

Es wird so manches von Orchestern oder Zuschauern auf Youtube platziert. Nicht alle Beiträge erzielen dabei ein hohe Reichweite, was teilweise aber auch mit der häufig noch zu geringen Verlinkung einzelner Orchester in den sozialen Medien auf verschiedenen Plattformen zu tun hat. Da geht also noch was. Bedarf allerdings auch einer Strategie nebst ausreichendem Ressourceneinsatz.

Das Konzerthausorchester Berlin jedenfalls hat einen simplen wie schönen Trailer ins Netz gestellt und sich mit der „Ode an die Freizeit“ in den verdienten Spielzeiturlaub verabschiedet.