365 Tage Elbphilharmonie Hamburg: Bilanz eines spektakulären Erfolgs

Hamburg – Die Elbphilharmonie Hamburg liefert ein Jahr nach ihrer Eröffnung eine beeindruckende Erfolgsbilanz ab. Rund 850.000 Gäste besuchten über 600 Konzerte, weit über 4,5 Millionen pilgerten auf die Plaza, nahezu 70.000 Personen nahmen an Konzerthausführungen teil, und die Musikvermittlungs-Angebote der Elbphilharmonie verzeichnen über 60.000 Menschen jeden Alters als Mitwirkende.

Die Elbphilharmonie – ein neues Wahrzeichen

Vor einem Jahr, am 11. Januar 2017, wurde die Elbphilharmonie Hamburg mit einem Festkonzert im Beisein fast der gesamten damaligen Staatsspitze – Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle – feierlich eröffnet. Etwa ein Viertel der geladenen Gäste hatte die Teilnahme bei einer Ticketverlosung gewonnen. Seither hat die vom Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie eine beispiellose Erfolgsgeschichte hingelegt. Rund 850.000 Menschen haben über 600 stilistisch vielfältige, stets der künstlerischen Exzellenz verpflichtete Konzertveranstaltungen in den Sälen der Elbphilharmonie besucht.

Neben den Konzertreihen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des Ensemble Resonanz gastierten rund 70 Orchester in der Elbphilharmonie, darunter viele der besten Orchester unserer Zeit. Rund 130 Ensembles, Bands und Chöre sorgten für ein breitgefächertes Konzertangebot, das weit über die Klassik hinaus von Jazz über Weltmusik, Rock, Pop bis zu Elektronik und Hip Hop reicht. Mit zahlreichen Festivalformaten und thematischen Schwerpunkten sowie einer Reihe von Uraufführungen fiel die Programmkonzeption durchwegs auf äußerst positive Resonanz.

Insgesamt nahmen mehr als 60.000 Mitwirkende die vielfältigen Musikvermittlungsangebote wahr, die vom Babykonzert über Schulworkshops und Familienkonzerte bis zur regelmäßigen Teilnahme bei einem der 5 Mitmachensembles reichen. Im Rahmen der Elbphilharmonie Instrumentenwelt in den Kaistudios konnten im Kalenderjahr 2017 mehr als 18.000 Kinder und Erwachsene im Rahmen von Workshops erstmals die unterschiedlichsten Musikinstrumente ausprobieren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: »Die Elbphilharmonie hat die internationale Wahrnehmung Hamburgs verändert und die Kultur hat ein neues Zuhause im Herzen der Stadt bekommen. Abend für Abend ausverkaufte Konzerte und rund 4,5 Millionen Besucher auf der Plaza zeigen die große Faszination, die dieses Haus und die Musik ausüben. Die Elbphilharmonie begeistert die Hamburgerinnen und Hamburger und unsere Gäste. Die bestechende Idee, mit einem Haus für alle einen kulturellen Identifikationspunkt zu schaffen, ist voll und ganz aufgegangen. Hamburg ist stolz auf die Elbphilharmonie und die kulturelle Vielfalt der Stadt, die sich auch in der Elbphilharmonie widerspiegelt. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter: »Aus dem unglaublich dichten Programm des Eröffnungsjahres einzelne Höhepunkte hervorzuheben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Neben den unzähligen Konzerterlebnissen ist es nach wie vor eine tägliche Freude zu erleben, wie beeindruckt Besucher wie Künstler von der Elbphilharmonie und ihrer Atmosphäre sind.«

Die Nachfrage nach Konzertkarten ist auch ein Jahr nach der Eröffnung ungebrochen hoch und übertrifft bei einzelnen Konzerten das Platzangebot um mehr als das 20-fache. Bei Vorverkaufsstarts von besonders gefragten Konzerten oder Konzertreihen kommt daher weiterhin ein Vergabeverfahren zur Anwendung, das die Tickets unter allen Bestellern nach dem Zufallsprinzip vergibt. Regelmäßig ausgebucht sind auch die von der Elbphilharmonie angebotenen Konzerthausführungen, in deren Rahmen sich bereits rund 70.000 Menschen einen Eindruck vom Gebäude und seiner Geschichte machen konnten.

Die Plaza, die kostenlos zugängliche Plattform in 37 Metern Höhe mit der fabelhaften Aussicht über Stadt und Hafen, hat mit weit über 4,5 Millionen Besuchern seit ihrer Eröffnung am 4. November 2016 selbst die optimistischsten Prognosen deutlich überschritten. Sie ist Hamburgs Besuchermagnet Nummer eins. Auch das exzellente Abschneiden Hamburgs in Städterankings international führender Medien wie der »New York Times« oder in einflussreichen Reiseführern wie »Lonely Planet« ist auf den gewaltigen Attraktivitätsschub der Stadt durch die Elbphilharmonie zurückzuführen.

Nicht zuletzt übertraf das Medienecho auf die Elbphilharmonie im Eröffnungsjahr alle Erwartungen. Mehr als 50.000 Artikel erschienen weltweit in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Periodika aller Art sowie online. Die Website http://www.elbphilharmonie.de verzeichnete rund 50 Millionen Zugriffe, und die Live-Streams und Konzertmitschnitte auf der Plattform Elbphilharmonie Worldwide sowie in den Social Media-Kanälen der Elbphilharmonie wurden insgesamt rund 3 Millionen mal aufgerufen.

Das Programm für die Konzertsaison 2018/19 wird im Mai veröffentlicht.

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Publikumsmagnet Elbphilharmonie: Schon 1 Million Besucher auf der Plaza

Die Elbphilharmonie hat sich in weniger als vier Monaten zu einer der Top-Sehenswürdigkeiten Deutschlands entwickelt. Alle Konzerte der laufenden Spielzeit sind ausverkauft, und auf der Plaza wurde am 24. Februar 2017 die millionste Besucherin begrüßt.

 

Besucherin Nr. 1.000.000! (c) Sophie Wolter

Besucherin Nr. 1.000.000! (c) Sophie Wolter

111 Tage sind vergangen, seit am 5. November 2016 – gut zwei Monate vor dem ersten Konzert – die Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe für die Öffentlichkeit zugänglich wurde. Seither strömen pro Tag durchschnittlich rund 12.000 Menschen in die HafenCity, um den Rundumblick auf den Hafen und die Stadt zu genießen und die Architektur von Hamburgs neuem Wahrzeichen zu erleben.

Bereits am ersten Wochenende nach der Öffnung der Plaza im November 2016 zählten die Betreiber mehr als 26.000 Gäste. Nicht nur die Hamburger sind neugierig, die fertige Elbphilharmonie persönlich kennenzulernen. Auch für Touristen aus aller Welt – von Australien über China bis USA – zählt das neue Konzerthaus inzwischen zu den unverzichtbaren Stationen ihres Hamburg-Besuchs. Schon auf der Tube, der rund 80 Meter langen, leicht gewölbten Rolltreppe, die die Besucher hinauf zum Dach des ehemaligen Kaispeichers bringt, werden Smartphones und Fotoapparate gezückt und architektonische Finessen bestaunt. Und auch die Konzertgäste, für die der Plaza-Besuch im Ticket inbegriffen ist, nutzen die Zeit vor oder nach der Veranstaltung, um die Lichter der Stadt auf dem 360°-Außenumgang von oben zu betrachten, im Info-Shop zu stöbern oder einen Kaffee im »Deck & Deli« zu trinken.

»Es ist großartig, zu sehen, wie die Hamburger die Elbphilharmonie für sich erobern und wie stolz sie das neue Wahrzeichen der Stadt ihren Gästen präsentieren«, sagt Jack F. Kurfess, der als Kaufmännischer Direktor auch für den Betrieb der Plaza zuständig ist.

»Dass der rege Besucherstrom selbst an kalten Tagen nicht abreißt, bestätigt die enorme Anziehungskraft, die die Architektur der Elbphilharmonie und der Ort, an dem sie erbaut wurde, ausstrahlen«, ergänzt Generalintendant Christoph Lieben-Seutter.

Die millionste Plaza-Besucherin wurde am Freitag, den 24. Februar, persönlich begrüßt. »Das ist ja eine Überraschung«, sagte Brigitte Kugelmann aus Landsberg am Lech, die gerade zu Besuch in Hamburg ist und von Christoph Lieben-Seutter vier Karten für ein »Konzert für Hamburg« mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester im Juni überreicht bekam. »Ich habe die Eröffnung der Elbphilharmonie im Fernsehen verfolgt und freue mich jetzt sehr auf das Konzert im Juni«.

Plaza-Tickets

Da die Besucherkapazität der Plaza begrenzt ist, wird der Besuch über die Ausgabe von Tickets geregelt. Kostenlose Tickets für einen Besuch am selben Tag gibt es im Elbphilharmonie Besucherzentrum Am Kaiserkai 62 (geöffnet täglich zwischen 9 und 20 Uhr), sowie am Ticket-Automaten im Eingangsbereich der Elbphilharmonie. Eine Vorbuchung für ein späteres Zeitfenster ist im Besucherzentrum sowie online unter http://www.elbphilharmonie.de möglich und empfiehlt sich insbesondere für den Besuch an Wochenenden und Feiertagen. Die Vorbuchungsgebühr beträgt 2 Euro. Karten für Konzerte im Großen oder Kleinen Saal der Elbphilharmonie berechtigen zum Zutritt auf die Plaza ab zwei Stunden vor Konzertbeginn. Besucher der Kaistudios benötigen ein Plaza-Ticket, um die Aussichtsplattform zu besichtigen.

#klangberlins Konzerthausorchester erspürt die Klänge von Berlin

Wie klingt eine Großstadt? Wie kann man den Klang einer Stadt mit Orchesterinstrumenten charakterisieren? Das Konzerthausorchester Berlin wagt mit einem Augenzwinkern ein Experiment. Unbedingt anschauen: das typische Tür-Schließsignal ein Berliner S-Bahn. Und vieles mehr. Gute Idee, schöne Konzeption und gelungene nonverbale (Tourismus-) Werbung! Folge 2 der Serie.

Orchester müssen immer wieder ihre eigene Geschichte erzählen

Hinter jedem Orchester steht eine einzigartige Geschichte mit wiederum vielen kleinen Geschichten und Anekdoten. Das Geschichtenerzählen, im Marketingsprech: „story telling“ genannt, wird heute immer wichtiger; gerade bei der Kommunikation über die sozialen Medien wie Facebook, Youtube und Twitter.

Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg von story telling ist die glaubwürdige Umschreibung des Markenkerns. Wofür steht das Orchester? Was ist seine Einzigartigkeit? Wodurch lässt sie sich authentisch darstellen? Was ist die „core story“, die Hauptgeschichte und wesentliche Botschaft, von der sich alle anderen Botschaften (und kleinere Geschichten) nach dem Modell eines alten Baumes mit seinem Stamm, vielen Ästen und unzähligen Blättern ableiten?

 

Das Beispiel der Bamberger Symphoniker, die sich aus Anlass ihres 70jährigen Jubiläums in 2016 Jahr auf ihre böhmischen Wurzeln in Prag besonnen haben, zeigt sehr gut, wie eine core story funktioniert. Da wird in einem 15-Minuten-Video die Konzertreise der Bamberger Symphoniker nach Prag (unterlegt von Mahlers 1. Sinfonie) zur Entdeckung der eigenen Geschichte, der Wurzeln und des eigenen Klangideals.

Eine perfekte Vorbereitung zum Weitererzählen dieser Geschichte, nachdem der neue, erst 35 Jahre alte, aus Tschechien stammende Chefdirigent Jakub Hrůša im Sommer dieses Jahres das Orchester übernommen hat. Da lassen sich dann auch in Zukunft viele weitere Geschichten rund um das Orchester und seine Musiker erzählen, die auf dieser core story aufbauen.