Rückwirkende Lohnanapassungen für Kulturorchester: Einigung erzielt

Der bundesweite Aktionstag vom 30. September 2013 und weitere Aktionen von über 30 Orchestern zwischen dem 1. bis 3. November 2013 haben ihre Wirkungen nicht verfehlt: Der Deutsche Bühnenverein und Deutsche Orchestervereinigung haben am 8. November 2013 über die seit 2010 ausstehenden Lohnerhöhungen für über 100 deutsche Staats- und Kommunalorchester verhandelt. In diesen Verhandlungen konnte nunmehr eine grundsätzliche Verständigung erzielt werden.

Die Einigung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Tarifausschusses des Deutschen Bühnenvereins, der am 21. November 2013 in Mainz tagen wird, und der Tarifkommission der DOV. Die Eckpunkte der Einigung werden am 11.11.2013 abgestimmt. Mit Wirkung ab dem 1. November 2013 sollen die Vergütungen der Musiker der TVK-Orchester nachträglich um die Lohnerhöhungen des öffentlichen Dienstes seit 1. Januar 2010 angepasst werden. Auch über Nachzahlungen wurde eine Einigung erzielt.

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Tarifgespräche gehen am 22. Otkober 2013 in neue Runde

Am 22. Oktober gehen in Köln die Tarifgespräche für alle deutschen Staats- und Kommunalorchester, die unter den TVK (Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern) fallen, in die dritte Runde. Unmittelbar sind über 100 Orchester betroffen.

Es geht um neuen Vergütungstabellen, die seit Ende 2009 nicht mehr an den öffentlichen Dienst angepasst wurden. Hierdurch sind die Musikervergütungen inzwischen bis über 8 Prozent hinter die allgemeine Entwicklung zurückgefallen. Es geht auch um das Ob und Wie von Nachzahlungen für die seit fast vier Jahren ausstehenden Differenzbeträge. Vor allem hierum könnte es noch erhebliche Auseinandersetzungen am Verhandlungstisch und an einzelnen Orchesterstandorten geben.

Viele Orchester haben in der Vergangenheit bereits Abschläge gezahlt, aber längst nicht alle. Und in diesen Fällen geht es um Nachzahlungen im Volumen von rund zwei Monatgsgehältern. Das sorgt für Konfliktstoff.