Noch bis 30.9.19 bewerben: 14. Junge Ohren Preis

Am 30. September 2019, endet die Bewerbungsfrist für den 14. Junge Ohren Preis. Neben den bekannten Kategorien CHARAKTER und PROGRAMM erweitert in diesem Jahr die einmalige Sonderkategorie PRODUKTION mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 das Portfolio des Wettbewerbs. So entsteht ein Dreiklang, der zentrale Aspekte der Musikvermittlung abdeckt: begeisternde und professionelle Bühnenformate, nachhaltig wirksame Vermittlungsprogramme sowie inspirierende Persönlichkeiten.

Das Highlight: die Preisverleihung – hier zuletzt in Dortmund

Ausführliche Informationen und die Online-Bewerbung findet man unter www.jungeohrenpreis.de. Auskünfte und Beratung unter +49 30 53 00 29 45 sowie per E-Mail kontakt@jungeohren.de.

Die Kategorien im Überblick:

Die Kategorie PROGRAMM zeichnet beispielhafte und konsistente Vermittlungsprogramme von professionellen Ensembles, Orchestern, Bühnen und Institutionen des aktiven Musiklebens aus – vor allem dafür, dass sie Musikvermittlung als selbstverständlichen integralen Bestandteil ihrer professionellen Arbeit begreifen, der profilgebend für ihre Institution wirkt. Unter dem thematischen Schwerpunkt „Ländlicher Raum“ sind hier in diesem Jahr gezielt Vermittlungsprogramme angesprochen, die sich jenseits urbaner Räume entfalten und dort Infrastruktur für kulturelle Bildung inspirieren und aufbauen.

Die Kategorie CHARAKTER sucht nach herausragenden Persönlichkeiten der Musikvermittlungsszene, die mit ihrer Arbeit beispielgebend sind und dem (klassischen) Musikleben innovative Akzente verleihen. Hier sind Sie gefragt, solche Kolleg*innen (Musikvermittler*innen, Musiker*innen, Intendant*innen, Dramaturg*innen, Hochschullehrer*innen, aber auch Quereinsteiger*innen mit bunten Biografien) vorzuschlagen, die beispielhaft und professionell Vermittlungsarbeit leisten und damit die Zukunftsthemen der Klassikbranche aktiv angehen.

Die Kategorie PRODUKTION erweitert als einmalige Sonderkategorie das Portfolio des Wettbewerbs. Mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 suchen wir in Kooperation mit der Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH nach professionellen Bühnenformaten der künstlerischen Musikvermittlung, die das Format Konzert skalieren, weiterdenken und ihrem Publikum inspirierende Begegnungen mit der Musik Ludwig van Beethovens ermöglichen. Diese Kategorie spricht insbesondere auch kleinere und freie Formationen mit mobilen/tourneefähigen Produktionen an.

 

Wer kann sich bewerben oder Vorschläge einreichen?

Für alle Kategorien des Junge Ohren Preis sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer*innen und Mitglieder des Netzwerk Junge Ohren e.V.. Darüber hinaus sind Mitglieder und/oder Mitarbeiter*innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg für alle Kategorien des 14. Junge Ohren Preis zum Einreichen einer Bewerbung oder Vorschlags zugelassen. In der Kategorie PRODUKTION sind zusätzlich zu den genannten Personengruppen auch Bewerbungen und Vorschläge von Kooperationspartner*innen und geförderten Institutionen der BTHVN2020 Jubiläums Gesellschaft mbH zugelassen. In der Kategorie CHARAKTER ist eine Eigenbewerbung nicht möglich. In allen Kategorien sind beliebig viele Vorschläge/Bewerbungen pro Einreicher*in möglich.

 

Die Preisträger*innen werden am 25. März 2020 auf dem BTHVN2020 Musikfrachter in Mainz bekanntgegeben und gefeiert.

Orchesterfestival und Symphonic Mob am Stadttheater Bremerhaven

Man muss nicht alles neu machen oder selbst erfinden. Das Stadttheater und das Philharmonische Orchester Bremerhaven übernehmen die Idee des DSO Berlin und veranstalten nun selber erstmals einen Symphonic Mob.

Am 10. November 2019 von 13 bis 19 Uhr findet in Bremerhaven das Orchester- und Ensemblefestival des Landes Bremen statt.  Das Festival möchte die große Bandbreite der Amateurmusik im Bundesland Bremen präsentieren – ob Gitarren- oder Ukulelen-Ensembles, türkische Saz-Gruppen, Akkordeon-Orchester, Bläser-ensembles, Gamelan-Orchester, Spielmannszüge, afrikanische Trommelcombos, klassische Sinfonieorchester oder andere Gruppierungen. Das Festival bietet allen Teilnehmern die Möglichkeit, ihr Können einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Teilnahme am Festival ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Bis zum 15. September 2019 können sich interessierte Ensembles noch unter orchesterfestival@magistrat.bremerhaven.de anmelden.

Ein gemeinsamer Symphonic Mob im Großen Haus des Stadttheaters Bremerhaven schließt das Festival ab. Ein Symphonic Mob ist ein Konzert, bei dem alle mitmachen können, die ein Instrument, welcher Art auch immer, beherrschen – ganz gleich, ob sie in Laienorchestern oder Big Bands spielen, ob sie Kammermusik machen oder einfach gerne musizieren. Hier treffen Amateure aller Altersstufen und jeglicher musikalischer Vorbildung auf Musiker*innen des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven. Für die optimale Vorbereitung werden im Vorfeld die Originalnoten, aber auch vereinfachte Stimmen zum Download angeboten, es gibt Play-along-Files zum Mitspielen, und gemeinsame Proben im Rahmen des Festivals am 10. November 2019 sorgen für den Feinschliff. Bei der öffentlichen Präsentation des Symphonic Mob werden Werke von Brahms, Grieg und Elgar zu Gehör gebracht. Die Teilnahme am Symphonic Mob ist ebenfalls kostenlos. Um eine Anmeldung unter bremerhaven@symphonic-mob.de wird gebeten.

Die Idee des Symphonic Mob stammt vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, das 2014 erstmalig einen Symphonic Mob mit über 1.000 Mitwirkenden organisierte. Das Erfolgskonzept begeistert seitdem Amateur- und Profi-Musiker*innen aus ganz Deutschland.

#GoodPlay-FairPay – bundesweite Mindesthonorare für Orchesteraushilfen

Grundsätzlich unterliegen die Bedingungen, zu denen Aushilfskräfte bereit sind, in Orchestern einzuspringen, der individuellen Vereinbarung. Um jedoch Orchesterbüros und MusikerInnen in jedem Einzelfall aufwändige Absprachen abzunehmen, gab es in den letzten Jahrzehnten beispielsweise im Landesverband Mitte des Deutschen Bühnenvereins (NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland) eine entsprechende Übereinkunft mit der DOV.

Nachdem zuletzt in Gesprächen kein erneutes Einvernehmen über einen erforderlichen Inflationsausgleich der alten Honorarsätze erzielt werden konnte, hat sich die DOV entschlossen, nunmehr bundesweit Mindesthonorare für Orchesteraushilfen zu empfehlen.

Mindesthonorare für Orchesteraushilfen

Der DOV ist bekannt, dass es regional bislang sehr unterschiedliche Sätze gegeben hat. Wir halten diese aber an vielen Standorten für nicht mehr angemessen. Schließlich gelten für die meisten Musikerinnen und Musiker in Berufsorchestern bundesweit weitgehend einheitliche Tarifverträge, nach deren Vergütungstabellen Mitglieder z.B. eines A-Orchesters in Brandenburg oder Sachsen genauso viel verdienen wie in Bayern oder Nordrhein-Westfalen. Soweit es nicht an einzelnen Standorten durch temporäre Notlagen-Tarifverträge mit geringeren Tabellenvergütungen örtliche Ausnahmen geben mag, besteht darüber hinaus keine Rechtfertigung, an Orchester-Standorten mit normaler Tarifvergütung Aushilfskräfte unterhalb der von der DOV empfohlenen Mindesthonorare zu verpflichten. Dies gilt auch unabhängig davon, ob es sich bei den Aushilfskräften um Studierende, Freischaffende oder MusikerInnen aus anderen Berufsorchestern handelt. Denn entscheidend ist die von ihnen erwartete und erbrachte Leistung auf der Bühne oder im Orchestergraben und nicht der Stand der Ausbildung oder der Beschäftigungsstatus.

Musikvermittlung berufsbegleitend studieren

Am 4. Oktober 2019 startet der „Universitätslehrgang Musiktheatervermittlung“ an der Universität Mozarteum Salzburg, der in Kooperation mit den Berliner Opernhäusern „Komische Oper“ und „Staatsoper“ durchgeführt wird. Die Module finden in beiden Städten statt und erstrecken sich über 16 Wochenenden in vier Semestern. Es sind noch einige Plätze frei; Kurzentschlossene können sich noch bis zum 15. September bewerben.

Informationsflyer zum Studiengang

Angesprochen sind Menschen mit musikalischem Hintergrund, die sich für Vermittlungstätigkeit im Musiktheater interessieren und das theaterpädagogische Know-how entwickeln möchten: Sänger*innen, Instrumentalisten, aber auch Musikwissenschaftler*innen und Musikpädagog*innen. Die „Erfolgsquote“ bei den Teilnehmenden der vergangenen Jahrgänge zeigt, dass sich für viele schnell eine berufliche Perspektive entwickelt hat.

Weiteren Informationen auf der Website des Mozarteums Salzburg: https://www.uni-mozarteum.at/de/studium/sr.php?nr=132&c=2

Telefonische Rückfragen beantwortet Rainer O. Brinkmann unter der Nummer +49 162 9878007.

Gut so: „Gewandhaustag“ in Leipzig am 31.8.2019

Er ist nicht auszurotten – der Begriff „Tag der offenen Tür“. Ein Theater, ein Opern- oder Konzerthaus oder ein Orchester, welches zum „Tag der offenen Tür“ einlädt, signalisiert damit sprachlich, dass seine Türen offenbar an 364 Tagen im Jahr geschlossen sind. Was für ein verqueres Bild für eine Kultureinrichtung, die doch möglichst viele Menschen durch möglichst häufig offene Türen hinein bitten will.

Dass es auch anders (und sprachlich viel besser) geht, zeigen Veranstaltungen wie das „Theaterfest für die ganze Familie“ der Wuppertaler Bühnen am 8. September 2019 oder das jährliche „Orchesterfest“ des Philharmonischen Orchesters Trier.

Mitten in der Stadt: „Gewandhaustag“ (Foto: Rene Jungnickel)

Sehr schön ist auch diese aktuelle Veranstaltung: Am 31. August 2019 startet die Gewandhaus-Saison 2019/2020 mit dem Gewandhaustag in der Leipziger Innenstadt und dem Großen Concert unter der Leitung von Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons. Bei hervorragendem Wetter läuten Ensembles des Gewandhausorchesters sowie der GewandhausChor am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr an verschiedenen Spielorten in der Leipziger City die neue Saison ein – alle Konzerte sind kostenfrei. Am Abend dirigiert Andris Nelsons das Gewandhausorchester im Großen Concert zur Eröffnung der 239. Saison mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Claude Debussy und Igor Strawinsky.

Klassik ist auf Erfolgskurs

Berlin – Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) konstatiert ein größeres Besucherpotenzial und eine steigende Nachfrage nach klassischer Musik. „Allein zum Open-Air-Konzert der Berliner Philharmoniker am Brandenburger Tor unter dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko werden am 24. August über 30.000 Menschen erwartet“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV.

Sehr beliebt: „Oper für Alle“ in Berlin

„Klassik ist insgesamt auf Erfolgskurs“, meint Mertens, „denn 45.000 Besucher bei Oper für alle mit Deutscher Staatsoper und Staatskapelle Berlin auf dem Bebelplatz im Juni 2019, 75.000 Besucher im Nürnberger Luitpoldhain bei den Nürnberger Philharmonikern, weitere 50.000 bei den Nürnberger Symphonikern im Sommer 2019, fast 70.000 Menschen bei Klassik airleben mit dem Gewandhausorchester Leipzig oder 20.000 erwartete Besucher beim hr-Sinfonieorchester Open Air in Frankfurt/Main am 22. August, kann man schwerlich anders bewerten.“

Besucherpotenzial größer als statistisch bislang belegt

Diese mehreren hunderttausend Musikliebhaber tauchen jedoch bislang in keiner offiziellen Besucherstatistik auf, denn der Eintritt zu vielen großen Klassik-Open-Air-Veranstaltungen ist frei. „Auch die Besucher kleinerer professioneller Klassikfestivals oder Open-Air-Konzerte, der Konzerte von Musikhochschulen, vieler Kammermusikveranstaltungen, der Konzerte in Kirchen oder in Universitäten werden statistisch grundsätzlich nicht erfasst“, beklagt Mertens. „Die verfügbaren Open-Air-Besucherzahlen dieses Sommers belegen aber auf jeden Fall ein großes Besucherpotenzial für Klassik – auch jenseits der Sommersaison“.

„Elbphilharmonie Konzertkino“ geht in die dritte Runde

Hamburg – Kaum sind die Sommerferien in Hamburg vorüber, lädt die Elbphilharmonie zu fünf attraktiven Zugaben in Sachen Urlaubsfeeling: vom 14. bis 18. August 2019 findet im Freien vor dem Konzerthaus wieder das »Elbphilharmonie Konzertkino« statt, bereits im dritten Jahr in Folge. Kostenlos und bei hoffentlich schönstem Hamburger Sommerwetter gibt es ein Programm für alle aus Klassik, World Music und Pop.

Konzertkino vor der Elbphilharmonie (Foto: Claudia Höhne)

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« präsentiert Live-Übertragungen von Konzerten aus dem Großen Saal der Elbphilharmonie auf den Vorplatz. Bei freiem Eintritt können Musikfans und Flaneure von den zur Elbe hin gelegenen Treppenstufen vor der Elbphilharmonie aus auf einer großen LED-Wand und bei exzellentem Sound fünf Abende lang das Konzertgeschehen aus dem Großen Saal verfolgen: Drei der besten Jugendorchester der Welt sind mit hervorragenden Dirigenten und Solisten zu erleben, die Wiener Art-Pop-Sängerin Soap&Skin kehrt mit dem Ensemble stargaze in die Elbphilharmonie zurück, die portugiesische Fado-Sängerin Ana Moura gibt dort mit ihrer Band ihr Debüt.

Die Live-Konzerte werden auf den multimedial ausgestatteten »Cube« mit integrierter LED-Wand übertragen, den die SAP zur Verfügung stellt. Innen ist der begehbare Medienwürfel mit mehreren Monitoren ausgestattet, auf denen diverse Informationen über die Elbphilharmonie laufen. Deshalb ist der Cube auch schon ab 12 Uhr geöffnet.

Ein gastronomisches Angebot, das bereits drei Stunden vor der jeweiligen Übertragung beginnt, begleitet das »Elbphilharmonie Konzertkino«. Sitzkissen können nach Verfügbarkeit ausgeliehen werden. Jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginnt startet die Live-Moderation aus dem Cube mit Anna Novák (NDR Kultur). Parallel zum »Elbphilharmonie Konzertkino« werden die Konzerte auch live ins Internet gestreamt und stehen hinterher als Video on demand kostenfrei zur Verfügung.

Neben SAP ermöglichen drei weitere Principal Sponsors – BMW, Montblanc und Julius Bär – sowie die Stiftung Elbphilharmonie das diesjährige »Konzertkino«. NDR Kultur begleitet als Kulturpartner die Abende mit Moderationen aus dem »Cube«.