Deutsche Orchesterkonferenz 2018 in Halle/Saale

Diesen Termin sollte man sich vormerken: am 24. April 2018 findet die nächste Deutsche Orchesterkonferenz in Halle/Saale statt. Die ganztätige Veranstaltung in der Georg-Friedrich-Händel Halle befasst sich mit Musikvermittlung und Qualitätsmanagement im Rundfunk sowie für Orchester, Konzerthäuser.

Sprecher und Diskutanten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden diskutieren mit Kultur- und Medienpolitikern, mit Praktikern und Moderatoren aus der Musikvermittlung, mit Rundfunkverantwortlichen und Konzerthauschefs. Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Orchester- und Chormanager, Mitglieder professioneller Orchester und Chöre, Musikvermitler*innen, Kulturpolitiker*innen, Kulturmanager*innen und sonstige Interessierte.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zum Programm demnächst auf der Webseite der Deutschen Orchestervereinigung unter „Deutsche Orchesterkonferenz“ (www.dov.org).

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Appell des Deutschen Musikrates an die Ministerpräsidenten der Länder: Öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten!

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates vom 21. Oktober 2017 fordert in einer gemeinsamen Resolution von den Ministerpräsidenten der Länder die politische Sicherung der grundgesetzlich gebotenen Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Resolution der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats

Die ARD müsse unangetastet ihrem Auftrag auf unabhängiges und Vielfalt sicherndes Sendeangebot nachkommen können. Die Rundfunkkommission der Länder wird von den Mitgliedern des Deutschen Musikrates aufgefordert, die Zukunftsfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender und ihres Gemeinschaftsprogramms der ARD in einer diesem Auftrag angemessenen Weise zu gewährleisten.

In der Resolution heißt es weiter: „Die im Deutschen Musikrat zusammengeschlossenen Organisationen, die rund 12 Millionen Menschen in Deutschland repräsentieren, appellieren an die Verantwortlichen, die Garantie der Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht auszuhöhlen und durch finanzielle Trockenlegung zu konterkarieren. Zwar ist zu begrüßen, dass in den Beratungen in Saarbrücken der notwendige Gestaltungsspielraum der öffentlich-rechtlichen Anstalten im Internet realistisch bewertet und anerkannt wurde. Es gilt aber, die Handlungsfähigkeit der Sender und die Qualität des Programms gegenüber derartigen politischen Invektiven, wie sie in den letzten Tagen im Raume standen, auf Dauer zu schützen!“

Die Resolution kann auch als Signal verstanden werden, den Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu stärken und nicht weiter zu schwächen. Dies gilt auch für den Erhalt der Rundfunkklangkörper.

Gegen TTIP – 130 Musiker singen und musizieren „Ode an die Politik“ in Mainz

Mehr als 130 professionelle Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland haben heute vor dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz mit einer künstlerischen Performance und einer Resolution vor möglichen Gefahren des Transatlantischen Handelsabkommens TTIP und des Abkommens über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) gewarnt. Auf die Melodie der Schillerschen Ode an die Freude aus Beethovens 9. Sinfonie intonierten Sängerinnen und Sänger den TTIP-kritischen Text Wir sind keine Handelsware.

„Damit fordern wir die zuständigen Politiker auf, bei den Verhandlungen zu den verschiedenen Abkommen die gravierenden Bedenken des Kulturbereichs ernst zu nehmen“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Bislang wissen wir nicht, von welchen Regelungen der Kulturbereich konkret betroffen sein wird. Auf der Grundlage von völlig unklaren Fakten kann keine konstruktive und kritische Auseinandersetzung stattfinden. Genau die wollen wir aber führen.“

Zu der Aktion versammelten sich Musiker aus allen professionellen Konzert- und Opernorchestern, Rundfunkensembles sowie freie Musiker. Sie war der Auftakt der bis Donnerstag andauernden Delegiertenversammlung der DOV.

„Seit Dezember 2014 gehört die Theater- und Orchesterlandschaft zur bundesweiten Liste des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO Kommission“, sagt Mertens. „Auch das ist ein Grund, Orchester und Theater komplett aus dem Geltungsbereich von TTIP und anderen Abkommen auszuschließen.“