1.300 Mitwirkende beim ›Symphonic Mob‹ des @DSOBerlin

Der diesjährige ›Symphonic Mob‹ des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) ist am 23. September mit überwältigendem Erfolg zu Ende gegangen. Rund 1.300 Musikenthusiasten versammelten sich zu Berlins größtem Spontanorchester mit Chor auf der Piazza der Mall of Berlin, um gemeinsam mit den Profimusikern des DSO und des Rundfunkchors Berlin unter der Leitung von Robin Ticciati Werke von Grieg, Elgar und Verdi aufzuführen. Weit über 2.000 Menschen ließen sich als Publikum von dem musikalischen Spektakel am Leipziger Platz begeistern.

 

Spontanorchester und -chor begeistert in der Mall of Berlin (C) Peter Adamik 

Das Angebot zur Vorbereitung auf das Großereignis war in diesem Jahr erneut vielfältig: Ab Anfang Juni konnten sowohl die originalen als auch vereinfachte Noten von der Projektwebseite symphonic-mob.de heruntergeladen werden. Ab dem 1. September wurden dann sogenannte »Pop-up-Proben« in verschiedenen Bezirken Berlins für die einzelnen Stimmgruppen angeboten, bei denen DSO-Mitglieder beim Einstudieren der jeweiligen Instrumentalstimme halfen und Tipps zur Bewältigung schwieriger Passagen gaben. Zusätzlich fanden am 15. September im rbb-Fernsehzentrum optional eine Chor- und eine Orchesterprobe mit dem Dirigenten Aurélien Bello statt.

Der ›Symphonic Mob‹ des DSO fand erstmals im August 2014 anlässlich des Tags der offenen Tür im Auswärtigen Amt im Beisein des damaligen Bundesaußen-ministers Frank-Walter Steinmeier mit 400 Teilnehmern statt. Zu vier Neuauflagen kam es seitdem auf der Piazza der Mall of Berlin, im Jahr 2015 mit rund 500 und 2016 unter der Leitung von Kent Nagano mit rund 1.000 Musikbegeisterten. Auch 2017 konnte der damals ganz neue DSO-Chefdirigent Robin Ticciati kurz vor seinem Amtsantritt über 1.000 Menschen auf die Piazza am Leipziger Platz locken. 2015 war der ›Symphonic Mob‹ als eines von zehn Projekten für den BKM-Preis Kulturelle Bildung der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters nominiert.

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Bundespräsident betont wachsende Bedeutung klassischer Musik

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Rahmen einer Ansprache in Bonn den wachsenden Stellenwert von klassischer Musik in Deutschland betont. Dies sei eine „positive Überraschung“, so Steinmeier. Dennoch bedürften die musikalische Bildung und das Bemühen um die Nachwuchshörer weiterer Anstrengungen.

Bundespräsident Steinmeier sieht Entwicklung klassischer Musik positiv (C: Bundesregierung/Steffen Kugler)

Hier der volle Wortlaut seiner Rede vom 30. August 2018 anlässlich der musikalisch-literarischen Soiree Ludwig van Beethoven – eine Annäherung in der Villa Hammerschmidt, dem zweiten Amtssitz des Bundespräsidenten:

„Ich freue mich, Sie alle heute an diesem Ort begrüßen zu dürfen, der gerade an solchen Sommerabenden besonders schön ist. Ich teile meine Freude über den Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten immer wieder gerne mit Gästen und sage deshalb: Herzlich Willkommen hier in der Villa Hammerschmidt!

Zu Anfang eine Frage: Passt das eigentlich noch in unsere Zeit, was wir heute Abend vorhaben? Und passt das eigentlich zur demokratischen Gesellschaft? Viele Freunde der klassischen Musik kommen sich ja selber schon wie eine anachronistische Minderheit vor, die immer kleiner zu werden scheint. Und dazu kommt: Der Besuch klassischer Konzerte wird immer wieder als eine elitäre Angelegenheit dargestellt, als ein Distinktionsmerkmal für Besserverdienende.

Beiden Wahrnehmungen widersprach im Juli vehement ein Bericht in der Zeitung, hinter der immer ein kluger Kopf stecken soll. Er bezeichnet, abgestützt durch Zahlen und Fakten, die sogenannte „Klassikkrise“ als „empirieresistentes Gerede“.

Da wird beispielsweise die Intendantin des Würzburger Mozartfests mit ihrer Aussage zitiert, sie könnte jeden Platz dreimal verkaufen. Beispiele für erheblich steigende Abonnementzahlen liefern aber nicht nur Festivals; auch feste Ensembles werden genannt. Und eben nicht nur in Berlin, wo man es vielleicht vermutet, sondern auch in der sogenannten Provinz, die in Deutschland ja gerade kulturell oft gar keine ist. Als Beispiele dienen etwa die Bamberger Symphoniker und das Theater Osnabrück.

Und ich bin mir – mit den Verantwortlichen – sicher: Hier in Bonn wird das große Beethovenfest 2020, mit dem profilierten Programm, das Nike Wagner dafür vorbereitet, ähnliche Erfolgsnachrichten bringen.

Was übrigens die – wie wir im Karl-Marx-Jahr ruhig einmal sagen können – Klassenfrage angeht, so zeigen nach Einkommensklassen aufgestellte Statistiken: Das Interesse an Festivals mit klassischer Musik ist einkommensunabhängig. Bei Nettoeinkommen unter 1500 Euro im Monat liege es sogar leicht höher als bei allen, die über 3000 Euro im Monat verfügen. Ich fand das alles überraschend und erfreulich.

Das soll uns nicht bequem und zufrieden machen. Wir können nie genug für musikalische Bildung tun und nie genug Nachwuchshörer zu begeistern versuchen. Denn eines zeigen die Statistiken auch: die Verbindung von höherer Bildung und Schulabschlüssen und dem ausgeprägten Interesse für klassische Musik – diese Verbindung ist signifikant.

Sie werden nicht damit gerechnet haben, vor einem Konzert mit dieser Art von Zahlen konfrontiert zu werden, aber weil sie eine so positive Überraschung darstellen, wollte ich das einmal tun.

Damit hören die Überraschungen heute aber noch längst nicht auf.

Wenn Sie nämlich auf das Programm des heutigen Abends schauen, der ja zum Vorabend des Beethovenfestes veranstaltet wird, so werden Sie ein Stück von Beethoven vergeblich suchen. Heute wird vielmehr eine Annäherung an Beethoven geboten – und so hören wir Lieder von Komponisten, die in der Nachfolge Beethovens komponiert haben; die in der ein- oder anderen Weise von Beethoven beeinflusst sind, die sich an Beethoven orientieren und messen oder auch bewusst über Beethoven hinausgehen wollen.

Beispielhaft zeigt die Beethovenverehrung jener Zeit der Text von Richard Wagner, den wir begleitend hören. Er erzählt von einer fiktiven Pilgerfahrt nach Wien zu Beethoven – übertrieben, ironisch, mit hintersinniger Lust am Fantasieren – und doch im Kern von der tiefen Verehrung geprägt, die die Nachwelt Beethoven schon bald überreich entgegenbrachte.

Ich will nicht vorweg alles haarklein entschlüsseln, was wir uns mit diesem Programm gedacht haben, das nähme Ihnen ja auch den Spaß am Entdecken beim Hören.

Aber auffallen dürfte, dass hier die fruchtbare Spannung zwischen Deutschem und Französischem eine Rolle spielt. Und natürlich liegt auch Spannung in der Luft, wenn Heine und Wagner zusammenkommen – und wenn wir uns vergegenwärtigen, welche Wege beide noch gegangen sind.

Musik ist keineswegs immer die allesversöhnende universale Sprache der Weltverständigung. Man muss genau hinhören, man muss versuchen, jedes Idiom genau mit zu vollziehen. Dann hört man, wie Musik gleichsam in unterschiedlichen Sprachen spricht. Es kann allerdings auch gelingen, eine, wenn Sie so wollen, versöhnte Verschiedenheit hörbar zu machen. Dann nämlich, wenn man Unterschiede nicht einfach stehen lässt, sondern sie aufeinander bezieht. Das wenigstens ist die Idee dieses Abends – und diese Idee könnte auch unserem Zusammenleben außerhalb dieser vier Wände und über diesen Abend hinaus gut tun.

Es wird, das kann ich versprechen, ein sehr abwechslungsreicher Abend werden – und das ist auf jeden Fall vollkommen im Sinne Beethovens. Denn dieser unübertroffene Großmeister der Variation wusste: Gelungene Abwechslung ist einer der Namen für gute Musik. Und immer wieder die Möglichkeit zur Abwechslung zu haben: Das ist ein anderer Name für Freiheit. Weniges war Beethoven teurer als sie.

Wir konnten großartige Interpreten für diesen Abend gewinnen und schon vor der ersten Note sage ich einen ganz herzlichen Dank für ihre Bereitschaft, dieses Konzert zu gestalten. Es werden singen Fatma Said und Roman Trekel. Am Klavier begleitet sie Daniel Heide. Und Wagners Fantasie von der Pilgerfahrt zu Beethoven liest Markus Meyer.

Uns allen wünsche ich einen wunderbaren Abend.“

Quelle: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2018/08/180830-Villa-Soiree-Beethoven.html

 

Bilanz 2017/18: Berliner Staatsoper Unter den Linden mit Auslastung von 94%

Insgesamt hat die Staatsoper Unter den Linden in der Spielzeit 2017/18 zu rund 272 Veranstaltungen eingeladen, darunter zu 14 Musiktheater-Premieren im großen Haus und in der Neuen Werkstatt, zu 13 Opernwerken aus dem Repertoire und 87 Konzerten. Insgesamt wurde eine Auslastung von 94% erreicht.

Staatsoper für alle!

Über 196.000 Besucher kamen zu den Veranstaltungen der Staatsoper und Staatskapelle in Berlin sowie zusätzlich über 15.000 Besucher (exklusive Buenos Aires) zu den Gastspielkonzerten von Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin in Dresden, Paris, Wien und Salzburg. Gleich zwei Mal gab es in dieser Spielzeit STAATSOPER FÜR ALLE – bei freiem Eintritt dank BMW Berlin: Zum Auftakt des PRÄLUDIUMS zur Wiedereröffnung der Staatsoper fand am 30. September 2017 ein Live-Konzert der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim mit über 45.000 Besucherinnen und Besuchern auf dem Bebelplatz statt und auch die weiteren Opernvorstellungen und Konzerte rund um die Wiedereröffnung wurden live übertragen. Über 60.000 Besucher erlebten außerdem im Juni 2018 das 12. STAATSOPER FÜR ALLE-Wochenende mit dem Sinfoniekonzert der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim und der Opern-Live-Übertragung von Verdis MACBETH.

Großen Zuspruch bei Publikum und Presse fanden in der Spielzeit 2017/18 die Premieren von Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE (Regie: Dmitri Tcherniakov) mit Andreas Schager und Anja Kampe in den Titelpartien als Fortsetzung der langen Wagner-Tradition von Staatsoper und Staatskapelle, von Giuseppe Verdis FALSTAFF (Regie: Mario Martone) im Rahmen der diesjährigen FESTTAGE mit Michael Volle und von Verdis MACBETH (Regie: Harry Kupfer) mit Plácido Domingo und Anna Netrebko – alle drei Werke wurden von Daniel Barenboim dirigiert.

Neben acht Abonnementkonzerten der Staatskapelle Berlin – u. a. mit Solisten wie Maurizio Pollini, Renaud Capuçon, Lisa Batiashvili, Nadine Sierra, Anna Prohaska, Marianne Crebassa und Michael Volle sowie mit Gastdirigenten wie François-Xavier Roth, Christoph von Dohnányi und Sir Antonio Pappano – eröffneten Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin in dieser Spielzeit erneut das Musikfest Berlin, diesmal mit Anton Bruckners 8. Sinfonie. Am 7. Oktober 2017 spielte die Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim als Dank an alle Berlinerinnen und Berliner das erste KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt im Opernhaus.

Den Schwerpunkt des Konzertprogramms der Staatskapelle bildeten in dieser Saison Werke von Claude Debussy, dessen Todestag sich im März 2018 zum 100. Mal jährte. Seine Kompositionen waren bei vier Abonnementkonzerten, bei zwei FESTTAGE-Konzerten, beim Gastspiel der Staatskapelle im Wiener Musikverein, beim STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert sowie beim KONZERT FÜR BERLIN zu erleben. Bei den FESTTAGE-Konzerten waren die Wiener Philharmoniker zu Gast, ebenso wie Martha Argerich, Anna Prohaska, Marianne Crebassa, Anna Lapkovskaja und Maria Furtwängler, die Debussys selten aufgeführtes Werk »Le Martyre de Saint-Sébastien« konzertant darboten. Anlässlich seines 75. Geburtstags gab Daniel Barenboim im November 2017 gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Zubin Mehta ein Benefizkonzert.

Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 sind BMW und UBS Hauptpartner der Staatsoper Unter den Linden.

Studierende kommen für 1 Euro in Veranstaltungen der TUP Essen

Studierende der Universität Duisburg Essen haben auch in der kommenden Spielzeit 2018/2019 die Möglichkeit, mit dem KulturTicket Aufführungen und Konzerte der Theater und Philharmonie Essen (TUP) für einen Euro zu besuchen. Die Kooperation zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und der TUP wird verlängert und gilt nun auch für das kommende Semester. Im vergangenen Oktober fiel der Startschuss für das Angebot, das sehr schnell zur Erfolgsgeschichte wurde: Gleich im ersten Semester haben 2.400 Studierende ein KulturTicket, also den Berechtigungsausweis für den Erwerb der Ein-Euro-Eintrittskarten, beantragt. Vielfach wurde daraufhin an AStA und TUP der Wunsch herangetragen, dieses Angebot fortzusetzen. Diesem Wunsch wurde nun entsprochen.

Freuen sich über preiswerte TUP-Tickets: Esther Smollich, Tina Stoll, Carlotta Kühnemann, Tatevik Sedrakyan (Foto: AStA Uni Duisburg-Essen)

Carlotta Kühnemann, AStA-Vorsitzende der Universität Duisburg-Essen, zieht ein positives Fazit: „Das Interesse am KulturTicket und die intensive kulturelle Teilhabe unserer Studis an der Theaterwelt übertrifft unsere persönlichen Erwartungen! Gerade bei einer Universität mit einem so großen Pendlerinnen- und Pendleranteil ist das nicht selbstverständlich. Das Ticket bereichert das studentische Leben in der Universitätsstadt Essen und wirkt so dem Phänomen ‚Pendeluni‘ entgegen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der TUP!“

Berger Bergmann, Geschäftsführer der TUP, betont: „Mit dem KulturTicket haben wir vielen Studierenden den Besuch unserer Häuser erleichtert. Die große Nachfrage gleich im ersten Semester hat uns bestärkt, das Angebot weiterzuführen. Wir freuen uns, dass wir die Kooperation mit dem AStA fortsetzen können.“

Mit dem KulturTicket können nahezu alle Eigenveranstaltungen im Aalto-Theater, im Schauspiel Essen und in der Philharmonie Essen zum Preis von einem Euro besucht werden. Grundlage für die Kooperation ist ein gemeinsames Ziel: AStA und TUP sind bestrebt, den Studierenden eine umfassende kulturelle Bildung zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen beide Institutionen als Bestandteile des städtischen Lebens im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger weiter gefestigt werden.

Bild mit dem AStA der Universität Duisburg-Essen: (v.l.) Esther Smollich, Tina Stoll, Carlotta Kühnemann, Tatevik Sedrakyan (Foto: AStA Uni Duisburg-Essen).

 

Bayerische Staatsoper: Parsifal bei „Oper für alle“ und auf STAATSOPER.TV

Die bislang schon sehr erfolgreiche Open-Air-Saison der deutschen Opernhäuser und Orchester nimmt weiter Fahrt auf: In München können bei „Oper für alle“ am Sonntag, 8. Juli, bis zu 10.000 Opernbegeisterte die Neuproduktionen von Richard Wagners Parsifal erleben.

Oper für alle in München (Foto: Bayerische Staatsoper)

Der Eintritt ist dank dem langjährigen Partner BMW München frei. Die ausverkaufte Vorstellung wird auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper auf einer 50 m2 großen Leinwand übertragen. Generalmusikdirektor Kirill Petrenko hat die musikalische Leitung dieser Neuproduktion inne. Das Bühnenbild stammt von Georg Baselitz, einem der wichtigsten bildenden Künstler der Gegenwart. In der Inszenierung von Pierre Audi singen Jonas Kaufmann (Parsifal), Christian Gerhaher (Amfortas), René Pape (Gurnemanz), Wolfgang Koch (Klingsor) und Nina Stemme (Kundry).

Thomas Gottschalk führt zum vierten Mal durch diesen Oper-für-alle-Abend und trifft erneut Mitwirkende zu kurzen Interviews hinter den Kulissen.

Die Vorstellung wird zeitgleich via STAATSOPER.TV kostenfrei übertragen. Zusätzlich bietet die Bayerische Staatsoper einen 24-stündigen Video-on-Demand-Service ebenfalls auf STAATSOPER.TV am folgenden Tag an.

Oper für alle

So, 8. Juli 2018, 17.00 Uhr

Max-Joseph-Platz, Eintritt frei

Live-Stream

So, 8. Juli 2018, 17.00 Uhr

Video-on-demand (VoD)

Mo, 9. Juli 2018, 12 .00 Uhr bis Di, 10. Juli, 12 .00 Uhr

»ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO« GEHT IN DIE ZWEITE RUNDE

Hamburg – Einmal World Music, einmal Jazz, fünf Mal Klassik: Das »Elbphilharmonie Konzertkino«, das im August 2017 erstmals viele begeisterte Zuschauer fand, lockt auch in diesem Sommer wieder Flaneure und Musikbegeisterte auf den Vorplatz der Elbphilharmonie Hamburg. Zwischen 27. August und 2. September gibt es unter freiem Himmel sechs Live-Konzerte aus dem Großen Saal auf großer LED-Leinwand – dem »Cube« des Elbphilharmonie-Principal Sponsors SAP – zu erleben.

Menschen für Klassik gewinnen: Konzertkino vor der Elbphilharmonie (Foto: Daniel Dittus)

Auf dem Programm stehen die letzten vier Abende des Elbphilharmonie Sommers sowie der Start in die Saison 2018/19. Die Konzerte bestreiten Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar (27.8.), Stefano Bollani mit seinem Programm »Napoli Trip« (29.8.), das Gustav Mahler Jugendorchester mit Gautier Capuçon (Dirigent: Lorenzo Viotti, 30.8.)  (30.8.) und das Swedish Chamber Orchestra mit Heinz Karl Gruber (31.8.).  Zum großen Finale werden sowohl die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (Dirigent: Krzysztof Urbański, 1.9.) als auch die Saisoneröffnung der HamburgMusik mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit Joyce DiDonato (Dirigent: John Eliot Gardiner, 2.9.) live übertragen.  Am zweiten Abend der Serie (28.8.) erwartet das Publikum der Mitschnitt des Konzerts des NDR Elbphilharmonie Orchesters vom 10. Mai 2018 mit der »Star Wars«-Suite von John Williams und den »Planeten« von Gustav Holst. Mit Ausnahme der Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters (19 Uhr) beginnen alle Konzertübertragungen um 20 Uhr.

Der Eintritt ist frei, für ein gastronomisches Angebot ist gesorgt.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« erlebte zur exakt gleichen Zeit vor einem Jahr seine Premiere, unterstützt von der SAP, Principal Sponsor der Elbphilharmonie. Nun stellt die SAP erneut ihr »Cube« genanntes Modul auf den Vorplatz. Zur exzellenten Tonübertragung liefert der »Cube« auf der LED-Außenwand gestochen scharfe Bilder aus dem Großen Saal, die noch dem farbintensivsten Sonnenuntergang über der Elbe standzuhalten vermögen. Das begehbare Projektionsgehäuse ist auch tagsüber geöffnet und lädt über mehrere Videomonitore zum Kennenlernen des breit gefächerten Angebots der Elbphilharmonie ein. Flankiert wird das Public Viewing von Live-Moderationen, Videos, Künstlergesprächen und Konzerteinführungen.

Neben der SAP ermöglichen zwei weitere Principal Sponsors, BMW und die Bank Julius Bär, sowie die Stiftung Elbphilharmonie das diesjährige Konzertkino. NDR Kultur überträgt die Opening Night des NDR Elbphilharmonie Orchesters live im Radio und begleitet die Konzertkino-Abende mit Moderationen vor Ort.

Bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn öffnet die Gastronomie auf dem Vorplatz. Damit man auf den zur Elbe hin absteigenden Stufen der Elbphilharmonie noch bequemer sitzen kann, gibt es Kissen zum Ausleihen (solange der Vorrat reicht).

 

DIE TERMINE IM ÜBERBLICK

»Elbphilharmonie Konzertkino«: Live-Übertragungen auf den Vorplatz bei freiem Eintritt

Montag, 27. August
Youssou NDour & Le Super Étoile de Dakar
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Dienstag, 28. August
NDR Elbphilharmonie Orchester, Krzystof Urbański

Gustav Holst: Die Planeten
John Williams: »Star Wars«-Suite
(Ausstrahlung des Konzerts vom 10. Mai 2018 in der Elbphilharmonie)
Beginn 20 Uhr

Mittwoch, 29. August:
Stefano Bollani »Napoli Trip«

Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Donnerstag, 30. August:
Gustav Mahler Jugendorchester, Ltg. Lorenzo Viotti / Gautier Capuçon  (Violoncello)

Giuseppe Verdi: Ouvertüre zu »La forza del destino«
Antonin Dvorak: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Igor Strawinsky: Le sacre du printemps
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn 20 Uhr

Freitag, 31. August:
Swedish Chamber Orchestra, Chansonnier und Ltg. Heinz Karl Gruber

Heinz Karl Gruber: Manhattan Broadcasts
Kurt Weill: Sinfonie Nr. 2
Heinz Karl Gruber: Frankenstein!! Ein Pandämonium für Chansonnier und Orchester
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Sonnabend, 1. September: »Opening Night«
NDR Elbphilharmonie Orchester, Ltg. Krzysztof Urbański / Jean-Yves Thibaudet (Klavier)
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 G-Dur
Guillaume Connesson: Les trois cités de Lovecraft
Maurice Ravel: Boléro
Moderation ab 18.30 Uhr / Konzertbeginn: 19 Uhr

Sonntag, 2. September: Saisoneröffnung
Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Ltg. Sir John Eliot Gardiner / Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Hector Berlioz: Le corsaire / Ouverture
Hector Berlioz: La mort de Cléopatre / Scène lyrique für Mezzosopran
Hector Berlioz: Chasse royale et orage
Hector Berlioz: Je vais mourir
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste
Moderation ab 19.30 Uhr / Konzertbeginn: 20 Uhr

Für alle, die nicht auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie dabei sein können: Die Konzerte am 27., 29., 30. und 31. August sowie am 1. und 2. September werden auch online unter www.elbphilharmonie.de im Live-Stream übertragen.

 

STAATSOPER FÜR ALLE 2018 begeistert über 62.000 Menschen in Berlin

#TrendwendeKlassik auch in Berlin: Klassische Musik ist gefragt. Insgesamt 62.000 Musikbegeisterte kamen an diesem Wochenende zur 12. Ausgabe von STAATSOPER FÜR ALLE auf den Bebelplatz (16. Juni knapp 40.000 und am 17. Juni 22.000 Besucherinnen und Besucher). Erstmals seit 2012 fand die Veranstaltung wieder im »klassischen« Format statt – mit einem Open-Air-Konzert bei strahlendem Sonnenschein am Samstagmittag und einer Opern-Live-Übertragung am Sonntagabend. Dank BMW Berlin war auch in diesem Jahr der Eintritt für alle Besucher frei.

Staatsoper für alle! (Archiv)

Bei dem Konzert am 16. Juni spielte die Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim unter freiem Himmel Gioachino Rossinis Ouvertüre zu IL BARBIERE DI SIVIGLIA, Claude Debussys IBÉRIA aus IMAGES POUR ORCHESTRE sowie Igor Strawinskys LE SACRE DU PRINTEMPS. Zuvor wurden die Zuhörer auf dem komplett gefüllten Bebelplatz vom Schirmherrn des Formats, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller zusammen mit Hans-Reiner Schröder, Direktor BMW Berlin, Intendant Matthias Schulz und Moderatorin Lisa Ruhfus begrüßt. Als Zugabe erklang die POLONAISE aus Peter I. Tschaikowskys EUGEN ONEGIN. Außerdem konnte das Konzert weltweit per Livestream miterlebt werden.

Am 17. Juni wurde die ausverkaufte Premiere von Verdis MACBETH mit Plácido Domingo in der Titelrolle und Anna Netrebko (Lady Macbeth) in der Inszenierung von Harry Kupfer live auf den Bebelplatz übertragen. Die musikalische Leitung der Staatskapelle Berlin übernahm Daniel Barenboim. Zum weiteren Ensemble gehörten Fabio Sartori (Macduff), Kwangchul Youn (Banquo), Florian Hoffmann (Malcolm), Evelin Novak (Kammerfrau), Jan Martiník (Mörder, Erscheinung), Dominic Barberi (Diener, Herold, Arzt) sowie Solisten des Kinderchors der Staatsoper. Nach dem Schlussapplaus in der Staatsoper verbeugten sich die Solisten, Daniel Barenboim und das Regieteam auch auf der Bühne auf dem Bebelplatz und wurden mit Standing Ovations von den vielen Tausend Opernfans begeistert gefeiert.

Matthias Schulz, Intendant der Staatsoper Unter den Linden: »Wir freuen uns sehr, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Menschen zu STAATSOPER FÜR ALLE auf dem Bebelplatz zusammengekommen sind, um gemeinsam das Konzert und die Live-Übertragung von Macbeth zu erleben. Es war ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Eröffnungssaison zurück in der Staatsoper Unter den Linden! Ich hoffe, dass wir uns alle in einem Jahr wiedersehen, wenn am 15. und 16. Juni 2019 das nächste STAATSOPER FÜR ALLE stattfindet.«

»Für die Staatskapelle Berlin und für mich ist STAATSOPER FÜR ALLE ein ganz wunderbarer Bestandteil der Spielzeit. Ich bin sehr froh, dass es in diesem Jahr erstmals wieder im ursprünglichen Format stattfinden konnte und dass wir so viele Menschen an dem Konzert- und dem Opernerlebnis teilhaben lassen konnten.«, so Daniel Barenboim.

STAATSOPER FÜR ALLE findet im kommenden Jahr am 15. und 16. Juni 2019 statt, mit der Live-Übertragung von Wagners »Tristan und Isolde« in der Regie von Dmitri Tcherniakov, dirigiert von Daniel Barenboim und mit u.a. Anja Kampe, Andreas Schager und René Pape sowie mit einem Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim.