Philharmonisches Orchester Bremerhaven: Erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne

Am 3. und 4. Oktober 2020 feiert das Stadttheater Bremerhaven das 30. Jubiläum der Wiedervereinigung und Beethovens 250. Geburtstag. Beide Anlässe stehen für die universelle Botschaft der Völkerverständigung, die mit der 9. Sinfonie von Beethoven Ausdruck finden soll.

 

Fast 13.000 Euro für Beethoven-9-CD-Projekt gesammelt

Das Philharmonische Orchester Bremerhaven vom 20. November bis 8. Januar eine einmalige Aktion ins Leben gerufen: Eine Crowdfunding Kampagne, bei der Konzertliebhaber*innen das Konzert und die CD-Aufnahme durch Spenden unterstützen und dafür attraktive Dankeschöns buchen konnten – vom Dankesbrief des Dirigenten bis hin zum Orchesterdirigieren oder einem privaten Orchesterkonzert. Aber auch Spenden direkt an das Theater waren möglich. Insgesamt sind knapp 13.000 € zusammengekommen.

GMD Marc Niemann findet «es wunderbar zu spüren, welche Unterstützung und welchen Rückhalt das Philharmonische Orchester Bremerhaven in unserer Region findet» und verspricht: «Mit diesem Konzert möchten wir unserem Publikum und der ganzen Stadt ein einzigartiges Konzerterlebnis bieten.»

Aktuelle Umfrage: Klassische Musik wird von knapp der Hälfte der Deutschen gerne gehört

YouGov-Umfrage zum Thema klassische Musik anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020

Köln, 9.1.2020 Obwohl klassische Musik in der Gesellschaft laut Aussage der Deutschen an Bedeutung verliert, gibt knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten an, gerne klassische Musik zu hören. Die 18- bis 24-Jährigen antworten dies zu 39 Prozent. Von den Befragten ab 55 Jahren gibt über die Hälfte (53 Prozent) an, gerne Klassik zu hören. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020, für die 2.022 Personen zwischen dem 12. und 16.12.2019 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Nicht nur in der Dresdner Philharmonie: die Häfte der Deutschen hört gerne Klassik

68 Prozent der Befragten meinen, dass Klassik an Bedeutung verloren hat

Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Deutschen sind allerdings auch der Ansicht, dass klassische Musik in der Gesellschaft an Bedeutung verloren habe. Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) gibt weiterhin an, dass die Werke bekannter klassischer Komponisten in Vergessenheit geraten seien.

Die Befragten ab 55 Jahren hören klassische Musik zum Entspannen

Die Antwort auf die Frage, ob klassische Musik gerne zum Entspannen gehört wird, fällt bei der Gesamtbevölkerung unentschieden aus: 46 Prozent bejahen die Frage, während 48 Prozent sie verneinen. Die Hälfte (51 Prozent) der Personen ab 55 Jahren entspannt sich bei klassischer Musik, von den 18- bis 24-Jährigen sind es 37 Prozent.

Die Deutschen finden, dass Musik heute nicht dieselbe ohne die Werke bekannter klassischer Komponisten wäre

Einig sind sich die Befragten bei der Bedeutung von Klassik in Bezug auf heutige Musik: Drei Viertel (75 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass Musik heute nicht dieselbe ohne die Werke bekannter klassischer Komponisten wäre. Bei den 18- bis 24-Jährigen vertreten 72 Prozent diese Ansicht, bei den Befragten ab 55 Jahren 80 Prozent. 13 Prozent aller Befragten stimmen nicht zu, 14 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sowie 11 Prozent der Befragten ab 55 Jahren.

Männer finden klassische Musik eher altmodisch als Frauen

Ein Viertel der Befragten (27 Prozent) findet klassische Musik altmodisch. Bei den männlichen Befragten geben dies 31 Prozent an, bei den Frauen 23 Prozent. Auch in den Altersgruppen werden große Unterschiede in dieser Frage deutlich: Von den 18- bis 24-Jährigen findet jeder Vierte (41 Prozent) klassische Musik altmodisch, bei den Befragten ab 55 Jahren sagen dies 18 Prozent. Jedoch spricht sich beinahe jeder Sechste der 18- bis 24-Jährigen dafür aus, dass klassische Musik die beste Filmmusik sei (57 Prozent vs. 49 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). In der Gesamtbevölkerung finden dies 52 Prozent.

Ludwig van Beethoven und dessen Werke sind den Deutschen vertraut

Die überwältigende Mehrheit (95 Prozent) der Deutschen kennt den Namen Ludwig van Beethoven. Von diesen ordnen ihn fast alle Befragten (98 Prozent) richtig als Komponisten ein. Dass sein 250. Geburtstag Anlass des Jubiläumsjahres ist, wissen 41 Prozent der Beethoven-Kenner, 23 Prozent geben irrtümlich seinen 250. Todestag als Anlass an. Unter welcher Krankheit Ludwig van Beethoven bereits als junger Mann litt, ist vielen bekannt – so ordnen 64 Prozent der Beethoven-Kenner ihn korrekt als taub ein. 6 Prozent der Kenner nimmt irrtümlich an, dass Beethoven unter Blindheit litt. Ein Großteil der Beethoven-Kenner, die ihn zudem richtig als Komponisten einordnen, kennt auch Werke des Künstlers – dies geben drei Viertel (74 Prozent) der Befragten an.

Die Pressecharts können unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.yougov.de/pressecharts_klassische_Musik

 

Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bewahren

Selten war eine Lohnrunde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk so zäh und quälend wie die aktuelle. Die aus der Haushaltsabgabe finanzierten Landesrundfunkanstalten und der Deutschlandfunk befinden sich in einer komplexen Drucksituation: Trotz steigender Sach-und Personalkosten wurde die Abgabe vor Jahren von den Bundesländern auf 17,50 € pro Haushalt reduziert. Die Rücklagen aus zeitweisen Überschüssen sind aufgezehrt. Die überfällige Erhöhung der Haushaltsabgabe – nach Empfehlung durch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) – für die nächste Gebührenperiode ab Januar 2021 soll nur 86 Cent (auf dann 18,36 € monatlich) betragen. Die Herausforderungen der Digitalisierung verlangen auch im Rundfunk massive Investitionen. Nicht nur populistische Parteien stellen öffentlich und in den Landesparlamenten den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Finanzierung insgesamt infrage. Weitere Parteien sehen eine Erhöhung der Haushaltsabgabe zumindest als kritisch. Ein Problem, denn alle 16 Länderparlamente müssen der Erhöhung zustimmen.

Information, Kultur, Bildung und Demokratie: Plädoyer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

In dieser schwierigen Gemengelage reagieren einzelne Anstalten mit – bislang – sozialverträglichen Personalabbau. Das bedeutet für das verbliebene Personal weitere Umstrukturierungen und Arbeitsverdichtung. Allein der WDR hat von ehemals 4500 Stellen Kürzungsliste. Auf der anderen Seite haben die durch ihre Gewerkschaften vertretenen Beschäftigten Anspruch auf einen Inflationsausgleich in Anlehnung an die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes der Länder. Diesen Anspruch haben die Gewerkschaften mit zahlreichen Warnstreiks und Aktionen von Oktober bis Dezember 2019 auch öffentlich artikuliert. Die völlig überhitzte, überzogene, sachfremde und humorfreie Debatte in den zurück liegenden Weihnachtstagen um den Satire(!)-Song des WDR Kinderchores zu der „Umweltsau“-Oma auf dem Motorrad belegt erneut, wie auch gezielt Emotionen gegen den ÖRR geschürt und befeuert werden. Mehr Sachlichkeit und weniger Aufregung in der Debatte über Auftrag und Programm des ÖRR sind angesagt.

Die Zukunft der Rundfunkanstalten, ihrer Beschäftigten und auch ihrer Klangkörper ist von einem breiten Konsens der Medienpolitik der Bundesländer abhängig. Sein Kultur-, Bildungs- und Informationsauftrag und seine Staatsferne sind Basiselemente einer demokratischen Gesellschaft und Garant einer gelebten Meinungsvielfalt und -freiheit. Der Blick in andere europäische Länder, nach Polen oder nach Ungarn, zeigt wie ein zu großer Einfluss von Regierung und politischen Parteien ein bislang stabiles System – und nicht nur das des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – erschüttern kann. Diese Grundwerte gilt es zu verteidigen.

Gerald Mertens

Elbphilharmonie: Verdreifachung der Besucherzahlen in Hamburgs Konzerthäusern

Kurz vor dem dritten Jahrestag der Eröffnung des Konzertbereichs der Elbphilharmonie liegt der Bericht zur Konzertsaison 2018/19 vor. Mit insgesamt über 1,25 Mio. Besuchern bei Konzerten und Veranstaltungen in Elbphilharmonie und Laeiszhalle waren in Hamburgs Konzerthäusern in der Saison 2018/19 mehr als dreimal so viele Menschen zu Gast wie vor der Eröffnung der Elbphilharmonie (Saison 2015/16: rund 390.000 Besucher in der Laeiszhalle). Der Jahresbericht ist ab sofort für alle Interessierten online einsehbar.

Die Elbphilharmonie: Vom Publikum unverändert stark nachgefragt (c) Maxim Schulz

Mit 904.000 Besuchern in 731 Veranstaltungen und weiteren 2,7 Millionen Besuchern auf der Plaza verzeichnete die Elbphilharmonie im genannten Zeitraum insgesamt 3,6 Millionen Gäste. Die Auslastung in den Konzerten lag im Großen Saal bei 98,9 Prozent, im Kleinen Saal bei 91,7 Prozent. Für Kinder, Jugendliche und Familien richtete die Education-Abteilung der Elbphilharmonie rund 1.000 Veranstaltungen mit 52.000 Besuchern aus.

Auch der wirtschaftliche Erfolg der beiden Trägergesellschaften HamburgMusik gGmbH und Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (ELBG) kann sich sehen lassen. Während der Künstlerische Betrieb der HamburgMusik bei einer Auslastung im Großen Saal der Elbphilharmonie von 99,6 Prozent mit einem leichten Minus von 30.000 Euro beinahe ausgeglichen bilanziert, verzeichnet die ELBG erstmals einen Überschuss in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Seit der Eröffnung der Elbphilharmonie haben rund 12 Millionen Gäste die Plaza der Elbphilharmonie frequentiert. Ein gutes Fünftel davon, rund 2,6 Millionen, ging ins Konzert. Über 230.000 Personen haben an Führungen durch den Konzertbereich teilgenommen, 150.000 Besucher waren in Kinderkonzerten, der Instrumentenwelt, in Schulworkshops und Familienkonzerten.

Generalintendant Christoph Lieben-Seutter: »Der auch nach drei Jahren anhaltend hohe Zuspruch ist eine große Freude für mein Team und mich. Besonders glücklich macht uns der Umstand, dass sich in Hamburg nun so viel mehr Menschen für einen Konzertbesuch entscheiden und gerne wiederkommen.«

Kultursenator Dr. Carsten Brosda: »Der andauernde Erfolg der Elbphilharmonie zeigt, was für ein Juwel die Kulturstadt Hamburg mit dem neuen Konzerthaus bekommen hat. Seit nunmehr drei Jahren reißt der Besucherstrom auf die Plaza nicht ab, und seit der Eröffnung der Konzertsäle haben wir tagtäglich ausverkaufte Konzerte und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. «

Der Jahresbericht 2018/19 enthält neben den wichtigsten Kennzahlen zur Saison auch einen Rückblick auf das vielfältige Konzertgeschehen. Zudem bieten sortierte Listen aller Veranstaltungen in Elbphilharmonie und Laeiszhalle eine vollständige Übersicht über das Angebot der beiden Konzerthäuser.

Den Jahresbericht kann man unter folgendem Link herunterladen: https://www.elbphilharmonie.de/de/presse/jahresbericht

 

Ohne politische Wertschätzung funktioniert kein Orchester

Orchester in Deutschland sind ganz überwiegend öffentlich finanziert. Von Ländern, Kommunen oder Rundfunkanstalten. Überall bestimmen Politik und Verwaltung mit.

Die Qualität und Intensität dieser Einflussnahme ist allerdings sehr unterschiedlich. Als Faustformel kann gelten: je größer das persönliche Engagement politischer Entscheider, je größer die Wertschätzung für ein Orchester, desto größer seine Ausstrahlung.  Im Umkehrschluss: mangelnde Wertschätzung der Entscheider behindert die Entwicklung eines Orchesters und gefährdet gar seine Zukunft.

Aktuelles Beispiel: in einem Interview mit dem NDR beklagt die Orchesterdirektorin der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, Victoria Tafferner, den mangelnden Rückhalt durch das Land Mecklenburg-Vorpommern: https://www.ndr.de/kultur/musik/Staatskapelle-MV-Tafferner-kritisiert-Sparpolitik,tafferner106.html

Es bedarf auch in Schwerin intensiver Gespräche mit (und ein Einsehen) der Landesregierung, um hier endlich nach Jahrzehnten der Kürzungen und Schrumpfungen eine positive Entwicklung in Gang zu setzen.

Noch bis 30.9.19 bewerben: 14. Junge Ohren Preis

Am 30. September 2019, endet die Bewerbungsfrist für den 14. Junge Ohren Preis. Neben den bekannten Kategorien CHARAKTER und PROGRAMM erweitert in diesem Jahr die einmalige Sonderkategorie PRODUKTION mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 das Portfolio des Wettbewerbs. So entsteht ein Dreiklang, der zentrale Aspekte der Musikvermittlung abdeckt: begeisternde und professionelle Bühnenformate, nachhaltig wirksame Vermittlungsprogramme sowie inspirierende Persönlichkeiten.

Das Highlight: die Preisverleihung – hier zuletzt in Dortmund

Ausführliche Informationen und die Online-Bewerbung findet man unter www.jungeohrenpreis.de. Auskünfte und Beratung unter +49 30 53 00 29 45 sowie per E-Mail kontakt@jungeohren.de.

Die Kategorien im Überblick:

Die Kategorie PROGRAMM zeichnet beispielhafte und konsistente Vermittlungsprogramme von professionellen Ensembles, Orchestern, Bühnen und Institutionen des aktiven Musiklebens aus – vor allem dafür, dass sie Musikvermittlung als selbstverständlichen integralen Bestandteil ihrer professionellen Arbeit begreifen, der profilgebend für ihre Institution wirkt. Unter dem thematischen Schwerpunkt „Ländlicher Raum“ sind hier in diesem Jahr gezielt Vermittlungsprogramme angesprochen, die sich jenseits urbaner Räume entfalten und dort Infrastruktur für kulturelle Bildung inspirieren und aufbauen.

Die Kategorie CHARAKTER sucht nach herausragenden Persönlichkeiten der Musikvermittlungsszene, die mit ihrer Arbeit beispielgebend sind und dem (klassischen) Musikleben innovative Akzente verleihen. Hier sind Sie gefragt, solche Kolleg*innen (Musikvermittler*innen, Musiker*innen, Intendant*innen, Dramaturg*innen, Hochschullehrer*innen, aber auch Quereinsteiger*innen mit bunten Biografien) vorzuschlagen, die beispielhaft und professionell Vermittlungsarbeit leisten und damit die Zukunftsthemen der Klassikbranche aktiv angehen.

Die Kategorie PRODUKTION erweitert als einmalige Sonderkategorie das Portfolio des Wettbewerbs. Mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 suchen wir in Kooperation mit der Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH nach professionellen Bühnenformaten der künstlerischen Musikvermittlung, die das Format Konzert skalieren, weiterdenken und ihrem Publikum inspirierende Begegnungen mit der Musik Ludwig van Beethovens ermöglichen. Diese Kategorie spricht insbesondere auch kleinere und freie Formationen mit mobilen/tourneefähigen Produktionen an.

 

Wer kann sich bewerben oder Vorschläge einreichen?

Für alle Kategorien des Junge Ohren Preis sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer*innen und Mitglieder des Netzwerk Junge Ohren e.V.. Darüber hinaus sind Mitglieder und/oder Mitarbeiter*innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg für alle Kategorien des 14. Junge Ohren Preis zum Einreichen einer Bewerbung oder Vorschlags zugelassen. In der Kategorie PRODUKTION sind zusätzlich zu den genannten Personengruppen auch Bewerbungen und Vorschläge von Kooperationspartner*innen und geförderten Institutionen der BTHVN2020 Jubiläums Gesellschaft mbH zugelassen. In der Kategorie CHARAKTER ist eine Eigenbewerbung nicht möglich. In allen Kategorien sind beliebig viele Vorschläge/Bewerbungen pro Einreicher*in möglich.

 

Die Preisträger*innen werden am 25. März 2020 auf dem BTHVN2020 Musikfrachter in Mainz bekanntgegeben und gefeiert.

Orchesterfestival und Symphonic Mob am Stadttheater Bremerhaven

Man muss nicht alles neu machen oder selbst erfinden. Das Stadttheater und das Philharmonische Orchester Bremerhaven übernehmen die Idee des DSO Berlin und veranstalten nun selber erstmals einen Symphonic Mob.

Am 10. November 2019 von 13 bis 19 Uhr findet in Bremerhaven das Orchester- und Ensemblefestival des Landes Bremen statt.  Das Festival möchte die große Bandbreite der Amateurmusik im Bundesland Bremen präsentieren – ob Gitarren- oder Ukulelen-Ensembles, türkische Saz-Gruppen, Akkordeon-Orchester, Bläser-ensembles, Gamelan-Orchester, Spielmannszüge, afrikanische Trommelcombos, klassische Sinfonieorchester oder andere Gruppierungen. Das Festival bietet allen Teilnehmern die Möglichkeit, ihr Können einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Teilnahme am Festival ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Bis zum 15. September 2019 können sich interessierte Ensembles noch unter orchesterfestival@magistrat.bremerhaven.de anmelden.

Ein gemeinsamer Symphonic Mob im Großen Haus des Stadttheaters Bremerhaven schließt das Festival ab. Ein Symphonic Mob ist ein Konzert, bei dem alle mitmachen können, die ein Instrument, welcher Art auch immer, beherrschen – ganz gleich, ob sie in Laienorchestern oder Big Bands spielen, ob sie Kammermusik machen oder einfach gerne musizieren. Hier treffen Amateure aller Altersstufen und jeglicher musikalischer Vorbildung auf Musiker*innen des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven. Für die optimale Vorbereitung werden im Vorfeld die Originalnoten, aber auch vereinfachte Stimmen zum Download angeboten, es gibt Play-along-Files zum Mitspielen, und gemeinsame Proben im Rahmen des Festivals am 10. November 2019 sorgen für den Feinschliff. Bei der öffentlichen Präsentation des Symphonic Mob werden Werke von Brahms, Grieg und Elgar zu Gehör gebracht. Die Teilnahme am Symphonic Mob ist ebenfalls kostenlos. Um eine Anmeldung unter bremerhaven@symphonic-mob.de wird gebeten.

Die Idee des Symphonic Mob stammt vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, das 2014 erstmalig einen Symphonic Mob mit über 1.000 Mitwirkenden organisierte. Das Erfolgskonzept begeistert seitdem Amateur- und Profi-Musiker*innen aus ganz Deutschland.